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An der zentralen Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Hamburg-Bergedorf.
An der zentralen Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Hamburg-Bergedorf.(Foto: dpa)

1054 Strafanzeigen nach Übergriffen: Polizei findet geklaute Handys

Offenbar stellen immer mehr Opfer Strafanzeige nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht. Jetzt sind es schon weit über Tausend. Derweil ortet die Polizei wieder Mobiltelefone, die bei den Übergriffen gestohlen wurden.

Die Zahl der Strafanzeigen nach den Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht ist auf 1054 gestiegen. Das berichtet die "Welt" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft Köln. 454 Strafanzeigen wurden demnach wegen sexueller Übergriffe gestellt, die anderen etwa wegen Diebstahls, Raubs und Körperverletzung.

Insgesamt seien bislang nach Angaben der Staatsanwaltschaft 59 Beschuldigte aus der Silvesternacht ermittelt worden - darunter überwiegend Algerier und Marokkaner. 13 von ihnen befinden sich dem Bericht zufolge in Untersuchungshaft. Fünf Beschuldigte würden verdächtigt, sexuelle Übergriffe begangen zu haben. Den anderen werde Diebstahl, Körperverletzung, Raub, Hehlerei und Widerstand gegen Polizeibeamte vorgeworfen.

Hamburger Polizei findet Handys

Erst am Dienstag hatte die Hamburger Polizei bei Durchsuchungen in vier Bundesländern mehrere in der Silvesternacht geraubte Handys sichergestellt. Die fünf Mobiltelefone seien Frauen bei sexuellen Übergriffen in Hamburg entwendet worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Durch umfangreiche Ermittlungen hätten die Beamten feststellen können, wo sich die Handys befanden. Die Durchsuchungen in Elmshorn, Seevetal sowie Verden und Eschershausen in Niedersachsen, im thüringischen Eisenach und in Urbach in Baden-Württemberg fanden bei unverdächtigen Personen in sieben Flüchtlingsunterkünften und einem Hotelzimmer statt. Zwei weitere Durchsuchungen hätten sich aufgrund von Gefahr im Verzuge ergeben.

In einer Flüchtlingsunterkunft in Eschershausen erkannten die Beamten der Ermittlungsgruppe Silvester einen Tatverdächtigen wieder, der an einer Vergewaltigung und einem Raub beteiligt gewesen sein soll. Der 22-jährige Algerier wurde festgenommen und in die Haftabteilung des Hamburger Amtsgerichts gebracht.

Quelle: n-tv.de

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