Politik
Montag, 22. August 2005

Terror-Anschläge von Madrid: Polizist verkabelte Handys

Ein spanischer Polizist soll nach Angaben der Zeitung "El Mundo" in die Anschläge vom 11. März 2004 in Madrid verwickelt gewesen sein. Wie das Blatt berichtete, soll der aus Syrien stammende Beamte damals Handys mit den Sprengsätzen verkabelt haben. Bei den Anschlägen hatten islamistische Terroristen mit Hilfe der Telefone Bomben in vier Pendlerzügen zur Explosion gebracht.

Die Zeitung berief sich auf einen Ermittlungsbericht der Polizei. Dort hieß es, die Attentäter hätten nicht die erforderlichen technischen Kenntnisse gehabt. Bei den Terroristen sei auch keinerlei Ausrüstung für die Manipulation der Telefone gefunden worden.

Den Ermittlern war bereits bekannt, dass der Polizeibeamte einen Telefonladen betreibt und die Handys frei geschaltet hatte. Der Beamte ist derzeit wegen einer Depression vom Dienst freigestellt. Bei den Anschlägen am 11. März 2004 waren 191 Menschen getötet und mehr als 1500 verletzt worden.

Quelle: n-tv.de

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