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Peer Steinbrück, SPD-Hoffnungsträger.
Peer Steinbrück, SPD-Hoffnungsträger.(Foto: dpa)

Der Steinbrück-Effekt: Rot-Grün schlägt Schwarz-Gelb

Die SPD erhofft sich durch ihren Kanzlerkandidaten Steinbrück eine Wechselstimmung in Deutschland. Die jüngste Forsa-Sonntagsfrage zeigt: Es tut sich etwas in dieser Richtung. Zumindest liegt Rot-Grün nun erstmals seit Wochen wieder vor der schwarz-gelben Option. Und auch Kanzlerin Merkel muss Federn lassen.

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Die SPD bibbert: Was bringt die Nominierung Peer Steinbrücks zum Kanzlerkandidaten in der Wählergunst? Kommt die erhoffte Wende? Die Ergebnisse der jüngsten Forsa-Sonntagsfrage für "Stern" und RTL sind ein Mutmacher für Rot-Grün. Das Bündnis, das Steinbrück anstrebt, liegt wieder vor Schwarz-Gelb.

Im Vergleich zur Vorwoche legt die SPD 3 Prozentpunkte zu und erreicht nun 29 Prozent. Die Union hingegen verliert 3 Prozentpunkte und landet bei 35 Prozent. Die anderen Parteien verändern sich diesmal nicht: Die FDP wäre mit 4 Prozent nicht im Parlament vertreten. Die Grünen holen 12 Prozent, die Linken 8. Die Piraten erreichen 7 Prozent. Rot-Grün käme damit nach längerer Durststrecke wieder auf 41 Prozent, während Schwarz-Gelb nur 39 Prozent hätte.

Die Ursache für den Sprung nach vorne sehen die Forsa-Meinungsforscher in einer Stabilisierung des sozialdemokratischen Lagers. So seien bereits SPD-Abwanderer in den Schoß der Partei zurückgekehrt.

Auch im direkten Duell gegen Amtsinhaberin Angela Merkel kann Steinbrück etwas Boden gut machen. Hätten sich bei einer Direktwahl des Kanzlers in der Vorwoche noch 50 Prozent für Merkel entschieden, sind es nun 4 Prozentpunkte weniger – nämlich 46. Steinbrück hingegen klettert von 29 auf 34 Prozent. Die beiden trennen also nicht mehr 21 Prozentpunkte, sondern nur noch 12. Forsa stellt zudem fest, dass der Rückhalt der Genossen für ihren Kandidaten deutlich zugelegt hat.

Zulegen kann die SPD auch in der Kompetenz-Frage. 15 Prozent der Befragten geben an, dass die Sozialdemokraten mit den Problemen in Deutschland am besten fertigwerden - das sind 4 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Die Union rutscht um einen Punkt ab auf 26.

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Quelle: n-tv.de

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