Politik

Nach Iran-Sanktionen: Russland liefert S-300-Raketen

Die Sanktionen gegen den Iran wurden gerade erst verschärft. Prompt sorgen die USA dafür, dass Russland Flugabwehrraketen nach Teheran exportieren kann. Ausdruck einer neuen Partnerschaft, die US-Präsident Obama mit Russland aufbauen wolle, heißt es.

Ahmadinedschad wird sich freuen.
Ahmadinedschad wird sich freuen.(Foto: AP)

Wenige Tage nach der Einigung über neue Sanktionen gegen den Iran sollen die USA Russland zugestanden haben, Flugabwehrraketen nach Teheran zu exportieren. Die US-Regierung halte nicht mehr an einem Verbot russischer Waffenlieferungen in den Iran fest, berichtete die "New York Times". Der russische Staat und drei Einrichtungen des Landes dürfen demnach Kampftechnologie in den Iran verkaufen.

Die Entscheidung sei am Freitag gefallen, drei Tage, nachdem sich Moskau und Washington auf eine UN-Resolution gegen den Iran wegen dessen umstrittenen Atomprogramms verständigt haben. Die Zugeständnisse stünden aber nicht in direktem Zusammenhang mit der Einigung, hieß es aus dem Weißen Haus. Sie seien vielmehr Ausdruck der neuen Partnerschaft, die US-Präsident Barack Obama mit Russland aufbauen wolle.

Moskau kann dem Bericht zufolge nun den geplanten Verkauf von S-300-Raketen an den Iran abwickeln - ein Flugabwehrsystem, das auch gegen amerikanische oder israelische Bomber eingesetzt werden könnte. Bislang hatte Russland die Lieferung auf US-Druck hin auf Eis gelegt. Der Iran hatte deshalb kürzlich behauptet, ein eigenes Verteidigungssystem dieser Art bauen zu wollen.

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Quelle: n-tv.de

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