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Rund um Lugansk gibt es ständig heftige Gefechte. Auf beiden Seiten soll es wieder viele Tote gegeben haben.
Rund um Lugansk gibt es ständig heftige Gefechte. Auf beiden Seiten soll es wieder viele Tote gegeben haben.(Foto: imago/ITAR-TASS)

Pilot überlebt den Absturz: Russland soll Kampfjet abgeschossen haben

Über ukrainischem Staatsgebiet soll ein russischer Kampfjet ein Kampfflugzeug der Ukraine abgeschossen haben. Nicht nur deshalb sprechen die Separatisten dort von Erfolg und Landgewinn. Der Preis dafür ist auf beiden Seiten hoch.

Zerstörungen in der Ostukraine.
Zerstörungen in der Ostukraine.(Foto: imago/ITAR-TASS)

Ein russischer Kampfjet hat nach Darstellung der Armeeführung in Kiew ein ukrainisches Kampfflugzeug über ukrainischem Staatsgebiet abgeschossen. Die Regierung in Moskau dementiert, sie sei für den Zwischenfall verantwortlich.

Es handelt sich um eine Maschine vom Typ Suchoi Su-25, sagte ein Sprecher. Das Düsenflugzeug wurde demnach am Mittwochabend von einer Rakete getroffen. Der Pilot habe mit Hilfe des Schleudersitzes überlebt.

Nach Angaben der Streitkräfte ereignete sich der Vorfall im Osten der Ukraine, wo prorussische Separatisten gegen Regierungstruppen kämpfen. Sie wollen eine Abspaltung des Landesteiles erreichen.

Separatisten vermelden Erfolge

Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine sprechen unterdessen von neuen Kampferfolgen und Landgewinnen gegen die ukrainischen Regierungstruppen. In den Gebieten Lugansk und Donezk seien einzelne Stadtteile und Ortschaften wieder unter Kontrolle der Aufständischen, teilten die prorussischen Kräfte mit. Die Regierungstruppen seien zurückgedrängt worden. Eine Bestätigung dafür gab es in Kiew zunächst nicht.

Bei den Kämpfen habe es erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben, teilten beide Seiten mit. Konkrete Zahlen lagen zunächst nicht vor. "Wir wissen, dass es Verluste gibt. Die Kämpfe dauern an. Unsere Leute halten sich. Aber es ist sehr schwer", sagte Andrej Lyssenko vom Rat für Nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine.

Das Innenministerium in Kiew rief die Bürger in Donezk und Lugansk erstmals auf, sich selbst gegen die Aufständischen zur Wehr zu setzen. Es verwundere ihn, dass sich in einer Millionenstadt wie Donezk, in der "starke Männer, Bergarbeiter, mutige Menschen" leben, niemand den bewaffneten Eindringlingen entgegenstelle, sagte Berater Sorjan Schkirjak. Er hoffe, dass sich der Widerstand von Patrioten im Inneren bilde, um der Armee bei der Befreiung der Stadt Donezk zu helfen.

Quelle: n-tv.de

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