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Vor der Fraktionssitzung der SPD. Steinmeier erinnert daran, dass weiter gute Gründe für Steinbrück sprechen.
Vor der Fraktionssitzung der SPD. Steinmeier erinnert daran, dass weiter gute Gründe für Steinbrück sprechen.(Foto: dapd)

Kandidat auch nach Niedersachsen: SPD glaubt weiter an Steinbrück

SPD-Fraktionschef Steinmeier ist davon überzeugt, dass Peer Steinbrück trotz miserabler Umfragewerte Kanzlerkandidat bleiben wird. "Er ist Kanzlerkandidat vor und nach der Niedersachsen-Wahl". Im neuen "Stern-RTL-Wahltrend" rutscht die Partei kräftig ab.

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SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach Peer Steinbrück im Falle einer Niederlage in Niedersachsen als Kanzlerkandidat abgelöst werden könnte. "Die SPD hat mit Peer Steinbrück einen guten Kanzlerkandidaten", sagte Steinmeier "Spiegel Online". "Peer Steinbrück ist Kanzlerkandidat vor und nach der Niedersachsen-Wahl."

Der jüngste "Stern-RTL-Wahltrend" sieht die SPD nur noch bei 23 Prozent. Das ist ein Minus von 2 Prozentpunkten im Vergleich zur Vorwoche. Auch Steinbrück selbst verliert weiter an Zustimmung. Nur noch 18 Prozent der Befragten würden ihn direkt zum Kanzler wählen. Für Amtsinhaberin Angela Merkel sprechen sich hingegen 59 Prozent aus.

Steinmeier nahm Steinbrück auch für dessen umstrittene Äußerung über das Kanzlergehalt in Schutz. "Steinbrück hat über das Verhältnis von Politikergehältern und Gehältern in der Wirtschaft einen Satz gesagt, den ich zuvor hundertmal gehört habe - auch aus dem Mund von Helmut Kohl", sagte Steinmeier. "Ich weiß wirklich nicht, was daran spektakulär sein soll. Außerdem hat Steinbrück nie für die Erhöhung von Politikergehältern plädiert, sondern eher dafür, in anderen Bereichen Maß zu halten, zum Beispiel dem Bankwesen. Darum ging es."

Der SPD-Fraktionschef kritisierte zudem die Berichterstattung über Steinbrück. "Am meisten ärgert sich Peer Steinbrück selbst über die Dinge, die nicht rund gelaufen sind. Aber bei manchen Sachen kann ich mich über die Aufregung im Berliner Blätterwald auch nur wundern", sagte Steinmeier.

Der Fraktionschef hadert nicht damit, nicht selbst der Kanzlerkandidat der SPD geworden zu sein. Die Entscheidung für Steinbrück sei schließlich nicht aus einer Laune heraus gefallen. Es habe gute Gründe gegeben, die für Steinbrück sprachen. Und schließlich habe die SPD "noch acht Monate Zeit, um Merkel aus dem Amt zu heben".

Quelle: n-tv.de

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