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Alle fünf Staaten hat Hillary Clinton nun auch offiziell am Dienstag gewonnen.
Alle fünf Staaten hat Hillary Clinton nun auch offiziell am Dienstag gewonnen.(Foto: imago/UPI Photo)

Senator will nicht aufgeben: Sanders gesteht Clinton Sieg in Missouri zu

Hat Hillary Clinton nun auch in Missouri gewonnen oder nicht? Sie hat. Ihr Konkurrent im Vorwahlkampf der US-Demokraten Bernie Sanders gibt sich geschlagen. Aber nur in Missouri.

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders hat sich bei der Vorwahl im US-Bundesstaat Missouri seiner Konkurrentin Hillary Clinton geschlagen gegeben. Das Ergebnis der Wahl vom Dienstag sei extrem knapp, sagte ein Sprecher von Sanders am Donnerstag (Ortszeit). Der Senator aus Vermont werde aber keine Neuauszählung der Stimmen fordern. "Ich ziehe es vor, den Steuerzahlern von Missouri Geld zu sparen", sagte Sanders demnach. Die frühere Außenministerin setzte sich laut CNN mit 0,2 Prozentpunkten Vorsprung gegen Konkurrent Bernie Sanders durch, das sind ganze 1500 Stimmen.

Da der Vorsprung Clintons in Missouri weniger als ein Prozent betragen hatte, war die Auszählung in Erwartung eines Antrags auf Neuauszählung gestoppt worden. Nach Sanders' Entscheidung kann die ehemalige Außenministerin alle fünf Vorwahlen vom Dienstag für sich verbuchen.

Als besonders wichtig galten die Abstimmungen in Florida und Ohio, außerdem wurde neben Missouri noch in Illinois und North Carolina abgestimmt.Die frühere First Lady liegt nicht nur bei den an Vorwahlergebnisse gebundenen Delegierten klar vor Sanders, sondern hat auch die überwältigende Unterstützung der sogenannten Superdelegierten - ranghohe Parteivertreter, die automatisch ein Wahlrecht auf dem Parteitag haben. Insgesamt kommt Clinton bereits auf mehr als 1600 Wahlmännerstimmen, Sanders auf rund 800. Für eine Nominierung im Sommer benötigt sie die Unterstützung von 2383 Delegierten.

Seine Kandidatur will Sanders aber noch nicht aufgeben. Er bezeichnete es am Donnerstag als "absurd", dass er sich aus dem Rennen verabschiede. Bislang habe nur etwa die Hälfte der USA ihre Stimme abgegeben, sagte er dem Sender MSNBC. Sanders reagierte damit auf einen Bericht der "New York Times", wonach Präsident Barack Obama auf einer Veranstaltung von Spendern der Demokraten sagte, Sanders nähere sich dem Ende seiner Kampagne. Das US-Präsidialamt betonte, Obama habe bei dem Treffen keine Präferenz für einen der beiden Kandidaten geäußert.

Quelle: n-tv.de

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