Politik
Gerhard Schröder rät zur teilweisen Lockerung der Russland-Sanktionen.
Gerhard Schröder rät zur teilweisen Lockerung der Russland-Sanktionen.(Foto: picture alliance / dpa)

Gutes Verhältnis zwingend: Schröder: Russland-Sanktionen lockern

In der Ukraine entspannt sich die Lage. Beide Seiten ziehen schwere Waffen von der Frontlinie ab. Für Altkanzler Schröder ist damit der Zeitpunkt gekommen, auf Russland zuzugehen. Im Fall Syrien rät er zu direkten Gesprächen mit Assad.

Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich für eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland ausgesprochen. Mit dem angekündigten Abzug des Kriegsgeräts von der Front in der Ostukraine sei ein erster Schritt in Richtung Frieden getan, im Gegenzug müsse die EU nun "die Sanktionen gegen Russland ein Stück weit zurückfahren", sagte der SPD-Politiker bei den Deutsch-Russischen Gesprächen laut den "Badischen Neuesten Nachrichten". Schröder unterhält freundschaftliche Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin, was ihm Kritiker vorwerfen.

Es sei zwingend notwendig, "dass es uns gelingt, mit Russland wieder zu einem partnerschaftlichen Verhältnis zu kommen", sagte der 71-Jährige weiter. Er sehe mit Sorge, dass sich "Russland von Europa abwendet, wirtschaftlich, energiepolitisch und kulturell". Für Russland gebe es eine Alternative im Osten: "in der eurasischen Region, in China".

Im Ringen um eine Lösung im Syrien-Konflikt sprach sich Schröder für Gespräche auch mit Baschar al-Assad aus. Am syrischen Machthaber müsse zumindest für eine Übergangszeit von mehreren Jahren festgehalten werden.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen