Politik
Markus Söder strebt an die CSU-Spitze. Horst Seehofer ist skeptisch.
Markus Söder strebt an die CSU-Spitze. Horst Seehofer ist skeptisch.(Foto: picture alliance / dpa)

Doch länger CSU-Chef?: Seehofer will Söder ausbremsen

Bei der CSU brodelt die Gerüchteküche. Einem Bericht zufolge spielt Parteichef Seehofer mit dem Gedanken, die CSU über das Jahr 2017 hinaus zu führen. Das wird als Affront gegen den bayerischen Finanzminister Söder gesehen.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer erwägt, länger Chef der CSU zu bleiben. Er sei entschlossen, den bayerischen Finanzminister Markus Söder als seinen Nachfolger zu verhindern, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf Parteikreise.

Es sei nun denkbar, beim nächsten Parteitag Ende 2016 eine außerplanmäßige Wahl des Vorsitzenden anzusetzen, so das Nachrichtenmagazin. Seehofer könnte sich dann noch einmal für zwei Jahre im Amt bestätigen lassen. Ursprünglich war es Seehofers Plan, sein Amt bei der nächsten regulären Wahl Ende 2017 abzugeben. Dann würde das Gerangel um die Nachfolge aber mitten in den Bundestagswahlkampf fallen.

Seehofer wollte der "Süddeutschen Zeitung" zufolge den früheren Bundeswirtschafts- und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg als Konkurrenten zu Söder zurück in die Politik holen. Doch der 44-Jährige hatte dem CSU-Vorsitzenden einen Korb gegeben. "Die Expansion meines Unternehmens füllt mich gänzlich aus", schrieb Guttenberg, der inzwischen eine Beratungsfirma in den USA führt, in einer E-Mail an das Blatt.

Laut "Spiegel" ist noch keine Entscheidung zu Seehofers Gedankenspielen gefallen. Dies hänge auch von der Flüchtlingskrise ab. Sollte der Streit mit der CDU weiter eskalieren, sei Seehofer entschlossen, bis 2018 Parteichef zu bleiben. Er hat wiederholt Maßnahmen zur Begrenzung der Zuwanderung gefordert und Bundeskanzlerin Angela Merkel immer wieder scharf kritisiert.

Quelle: n-tv.de

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