Politik

Abkommen am Balkan: Serbien und Kosovo einigen sich

Die Präsidentin des Kosovo, Atifete Jahjaga.
Die Präsidentin des Kosovo, Atifete Jahjaga.(Foto: REUTERS)

Serbien und das Kosovo haben erstmals eine Reihe von Abkommen miteinander geschlossen. Die Vereinbarungen beziehen sich unter anderem auf den Reiseverkehr sowie die gegenseitige Anerkennung von Schulabschlüssen, wie die Europäische Union am Samstag mitteilte. "Vor allem die Einigung auf Bewegungsfreiheit ist wichtig", sagte EU-Vermittler Robert Cooper. Beide Seiten vereinbarten zudem, Daten über Geburten, Heiraten und Todesfälle untereinander auszutauschen.

Erstmals seit der Abspaltung des Kosovos von Serbien hatten beide Länder im März wieder Gespräche unter EU-Vermittlung aufgenommen. Die Regierung des Kosovos hoffte, dadurch die angeschlagene Wirtschaft des Landes wieder in Fahrt zu bringen.

Der Kosovo hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt, was die Regierung in Belgrad nicht anerkennt. So behinderte Serbien den Handel der ehemaligen Provinz und stoppte Autos mit Kennzeichen aus dem Kosovo. Für das von fast allen westlichen Staaten anerkannte Land war wegen des Widerstandes aus Serbien bislang auch ein Sitz in vielen wichtigen Wirtschaftsgremien nicht möglich.

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Quelle: n-tv.de

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