Politik

Höchster Stand seit 1750: So viel Treibhausgase wie nie

Kohlendioxid, Methan und Stickoxide sind die Gase, die die Erderwärmung bewirken. Je mehr davon in die Atmosphäre gelangen, desto schneller schreitet der Klimawandel voran. Die letzten Messergebnisse der Weltwetterorganisation ergeben absolute Höchstwerte. Die Forscher fürchten, dass der Klimawandel bereits eine Eigendynamik haben könnte.

Auftauender Dauerfrostboden gibt bisher gebundenes Methan frei.
Auftauender Dauerfrostboden gibt bisher gebundenes Methan frei.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Ausstoß von Treibhausgasen hat nach Einschätzung der Weltwetterorganisation (WMO) im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht. "Der jüngste Bericht zeigt, dass die wichtigsten Treibhausgase ihren höchsten Stand seit der vorindustriellen Zeit erreicht haben", sagte der stellvertretende Generalsekretär der WMO, Jeremiah Lengoasa, bei der Vorstellung des Berichts in Genf. Generalsekretär Michel Jarraud sagte, ohne die internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Treibhausgase wären die Werte deutlich höher ausgefallen.

Den aktuellen Zahlen der WMO zufolge waren die Konzentrationen von  Letzte Ausfahrt 2015 und Methangas besonders hoch. Nach einer relativ stabilen Phase zwischen 1999 und 2006 stieg der Methangasausstoß zwischen 2007 und 2009 demnach wieder deutlich an.

Die Weltwetterorganisation zeigte sich zudem besorgt angesichts der fortlaufenden Klimaerwärmung. Die Erwärmung des Planeten könne in den arktischen Regionen zu einem weiteren Anstieg besonders der Methangasemissionen führen, warnte die WMO. Die Organisation betont, dass die Gründe für diesen Anstieg noch nicht vollständig klar sind. Mögliche Ursachen könnten allerdings Emissionen aus natürlichen Quellen sein - etwa das Tauen von Permafrostböden, das Methan freisetzt.

Im mexikanischen Cancún findet vom 29. November bis zum 10. Dezember der UN-Klimagipfel statt. Beim Gipfel Ende vergangenen Jahres in Kopenhagen war es der internationalen Gemeinschaft nicht gelungen, sich auf den Rahmen eines neuen Klimaschutz-Abkommens zu einigen, welches das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll ablösen soll. Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G-20) hatten kürzlich zum Abschluss ihres Gipfels in Seoul erklärt, sie wollten in Cancún ein ausgeglichenes und erfolgreiches Ergebnis erzielen.

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Quelle: n-tv.de

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