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Die Kölner Polizei hat ihre Präsenz in der Innenstadt rund um den Bahnhof und der Domplatte verstärkt.
Die Kölner Polizei hat ihre Präsenz in der Innenstadt rund um den Bahnhof und der Domplatte verstärkt.(Foto: imago/Ralph Peters)

Sexuelle Nötigung und Diebstahl: Straftäter der Kölner Silvesternacht verhaftet

Der erste Sexualstraftäter der Massenübergriffe in Köln sitzt in Untersuchungshaft. Es handelt sich um einen Algerier, der in einer Asylbewerberunterkunft festgenommen wird. Auch sein Komplize geht der Polizei ins Netz. Bei ihm lautet der Vorwurf lediglich auf Diebstahl.

Nach den massiven Übergriffen auf Frauen in Köln sitzt erstmals ein Tatverdächtiger wegen einer Sexualstraftat in Untersuchungshaft. Dem 26 Jahre alten Algerier werde vorgeworfen, aus einer Gruppe heraus ein Opfer sexuell genötigt und dabei ein Handy gestohlen zu haben, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer.

Der Mann wurde am Wochenende zusammen mit einem weiteren Algerier festgenommen, der einen Handydiebstahl, aber keine Sexualstraftat begangen haben soll. Beide lebten in einer Flüchtlingsunterkunft in Kerpen.

Nach Angaben Bremers handelt es sich bei dem 26-Jährigen um den ersten Beschuldigten aus der Silvesternacht, der wegen einer mutmaßlichen Sexualstraftat in Untersuchungshaft sitzt. Er habe sich aber noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben nun gegen 21 Beschuldigte, von denen 8 in Untersuchungshaft sitzen. Den meisten werden Eigentumsdelikte wie Diebstahl vorgeworfen. Die Zahl der mutmaßlichen Opfer sexueller Übergriffe und Raubstraftaten am Kölner Hauptbahnhof stieg demnach am Wochenende erneut deutlich auf nun 883.

Für die massenhaften sexuellen Übergriffe und Diebstähle in der Kölner Silvesternacht werden insbesondere nordafrikanische Täter verantwortlich gemacht. Von den bislang 883 Opfern liegen den Ermittlern insgesamt 766 Strafanzeigen vor. 497 der Geschädigten zeigten laut Staatsanwaltschaft Sexualdelikte an.

Quelle: n-tv.de

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