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Die von Verbrauchern mit dem Strompreis zu zahlende Umlage für erneuerbare Energien sei der Hauptkostentreiber, sagt Rösler.
Die von Verbrauchern mit dem Strompreis zu zahlende Umlage für erneuerbare Energien sei der Hauptkostentreiber, sagt Rösler.(Foto: picture alliance / dpa)

Erneuerbare Energien: Strompreis soll gebremst werden

Künftig - so Pläne der Bundesregierung - sollen Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien gestrichen werden, wenn der Strom ins Netz eingespeist, aber gar nicht benötigt wird. Auf diesem Weg soll der Anstieg der Strompreise eingedämmt werden - noch vor der Wahl.

Die Bundesregierung will einem Zeitungsbericht zufolge noch vor der Bundestagswahl im Herbst gesetzliche Maßnahmen gegen den Anstieg der Strompreise ergreifen. Im Frühjahr solle im System zur Förderung erneuerbarer Energien eine sogenannte Strompreisbremse eingebaut werden, berichtet die "Rheinische Post" aus Düsseldorf unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach sollten die Vergütungen für Strom aus erneuerbaren Energien gestrichen werden, wenn der Strom in das Netz eingespeist, aber wegen mangelnder Nachfrage nicht benötigt werde.

"Als eine Sofortmaßnahme kann ich mir vorstellen, dass wir die Vergütung für Anlagen streichen, bei denen der Strom nicht eingespeist wird", sagte Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) der Zeitung. Die von Verbrauchern mit dem Strompreis zu zahlende Umlage für erneuerbare Energien sei der Hauptkostentreiber. Eine grundsätzliche Reform des Gesetzes über die erneuerbaren Energien sei aber trotzdem schnellstmöglich nötig, sagte Rösler.

Wie hoch die durchschnittliche Entlastung von Verbrauchern durch den Eingriff in das Gesetz über die erneuerbaren Energien sein könnte, ist der Zeitung zufolge noch unklar. Details werden demnach zwischen dem Bundeswirtschafts- und dem Bundesumweltministerium ausgearbeitet und sollen Ende Januar im Koalitionsausschuss von Union und FDP beraten werden. Beide Häuser streiten immer wieder öffentlich über Neuregelungen im Bereich der erneuerbaren Energien.

Quelle: n-tv.de

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