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Björn Höcke war einer der Redner auf der Demo.
Björn Höcke war einer der Redner auf der Demo.(Foto: picture alliance / dpa)

"Erfurt soll schön deutsch bleiben": Tausende folgen AfD-Protestaufruf

Die rechtskonservative AfD mobilisiert in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt 5000 Menschen, um gegen Flüchtlinge zu protestieren. Landeschef Höcke richtet dabei eine Forderung an den SPD-Chef.

Rund 5000 Menschen haben am Abend in Erfurt gegen die Flüchtlingspolitik der Landesregierung sowie der Bundesregierung protestiert. Zu dem Protest hatte erneut die rechtskonservative AfD aufgerufen. Vor einer Woche hatten sich mehr als 1000 Menschen beteiligt. "Erfurt ist schön deutsch und Erfurt soll schön deutsch bleiben", sagte AfD-Landeschef Björn Höcke laut MDR. Zugleich habe er Vize-Kanzler Sigmar Gabriel aufgefordert, sich mit ihm in einem Rede-Duell zu messen.

Ursprünglich sollte der Protestzug auf dem Platz vor der Staatskanzlei der rot-rot-grünen Regierung enden. Weil dort jedoch nicht ausreichend Platz gewesen wäre, habe die Partei einer Verlegung auf den Anger - einer der größeren Plätze im Zentrum der Landeshauptstadt - zugestimmt, sagte ein Polizeisprecherin.

An vier Gegendemonstrationen nahmen nach Angaben der Polizei rund 520 Menschen teil. Größere Zusammenstöße habe es nicht gegeben. Allerdings sei ein Teilnehmer der AfD-Veranstaltung verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Es werde wegen Körperverletzung ermittelt. 

In Leipzig zogen am Abend mehrere hundert Anhänger des Anti-Islam-Bündnisses Legida durch die Innenstadt. Begleitet wurde der Aufzug von Protesten mehrerer hundert Gegendemonstranten. An verschiedenen Stellen der Route gab es Sitzblockaden. Die Polizei leitete die Demonstranten daran vorbei. Zu Zusammenstößen kam es bis zum Ende der Veranstaltung nach ersten Erkenntnissen nicht.

Quelle: n-tv.de

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