Politik
US-Präsident Trump übt immer wieder Kritik an der Arbeit der Geheimdienste.
US-Präsident Trump übt immer wieder Kritik an der Arbeit der Geheimdienste.(Foto: imago/UPI Photo)
Donnerstag, 09. März 2017

Nach Wikileaks-Enthüllungen: Trump: CIA-Systeme sind "überholt"

US-Präsident Trump pflegt nicht gerade ein herzliches Verhältnis zu den US-Geheimdiensten. Die Veröffentlichung Tausender CIA-Dokumente gibt ihm nun neue Munition: Die Technologien der Behörde seien veraltet, lässt er seinen Sprecher ausrichten.

Die Wikileaks-Enthüllungen über die Spähmethoden der CIA zeigen nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump, dass die Technologie des Geheimdienstes nicht hinreichend gegen derartige Informationslecks geschützt ist. Der Präsident meine, dass diese Systeme "überholt" seien und erneuert werden müssten, damit solche Informationen nicht mehr an die Öffentlichkeit durchsickern könnten, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, in Washington.

Zuvor hatte Wikileaks-Gründer Julian Assange der CIA eine "zerstörerische Inkompetenz" vorgeworfen. Zu den jüngsten Enthüllungen der Plattform, wonach der Geheimdienst per Hackerangriffen auf Smartphones, Fernseher und andere Geräte spioniert, sprach Assange in London von einem beispiellosen Fall: "Das ist ein historischer Akt von zerstörerischer Inkompetenz, so ein Arsenal geschaffen zu haben und dann alles an einem Ort gespeichert zu haben". Der Gründer der Enthüllungsplattform kündigte an, dass Wikileaks gemeinsam mit Technologiekonzernen Lösungen finden wolle.

Die CIA erhob ihrerseits den Vorwurf, dass die Veröffentlichung ihres Cyberspionage-Arsenals das Leben von US-Bürgern in Gefahr bringe. Derartige Enthüllungen "bringen nicht nur US-Personal und Einsätze in Gefahr, sondern statten unsere Gegner auch mit Werkzeugen und Informationen aus, um uns zu schaden", sagte CIA-Sprecherin Heather Horniak.

China protestiert gegen USA

Wikileaks hatte am Dienstag 8761 Dokumente veröffentlicht, die aus dem CIA-Zentrum für Cyberaufklärung in Langley bei Washington stammen und über die Computer- und Internetspionage des US-Geheimdiensts Auskunft geben sollen. Aus den Dokumenten geht laut Wikileaks hervor, dass die US-Regierungshacker unter anderem iPhones von Apple, Geräte mit dem Android-System von Google, Software von Microsoft und sogar Samsung-Fernseher zum Abhören nutzen.

China forderte nach Bekanntwerden der Dokumente von den USA ein Ende ihrer Hackerangriffe. China sei "besorgt" über die jüngsten Wikileaks-Enthüllungen und lehne "jede Form von Cyberattacken ab", sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums in Peking. Die USA sollten "das Abhören von Telefonaten, ihre Videoüberwachung, Spionage und Cyberattacken gegen China und andere Länder stoppen".

Quelle: n-tv.de

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