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Freitag, 11. August 2017

US-Präsident in Angriffsmodus: Trump rät Kim, "sehr, sehr nervös" zu werden

Während sich sein Verteidigungsminister nach der verbalen Eskalation im Nordkorea-Konflikt um Entspannung bemüht, schickt US-Präsident Trump weitere Drohungen in Richtung Pjöngjang. In Deutschland wächst die Sorge, "dass ungewollt etwas außer Kontrolle gerät".

US-Präsident Donald Trump legt in der Krise mit Nordkorea nach - und kontert die Angriffswarnung auf die Insel Guam mit einer neuen Drohung. "Nordkorea sollte sich lieber zusammenreißen, sonst wird es Ärger kriegen wie nur wenige Staaten zuvor", sagte Trump in Bedminster im US-Bundesstaat New Jersey. Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, wenn es über einen Angriff auf die USA auch nur nachdenke. US-Verteidigungsminister James Mattis betonte hingegen, er setze in erster Linie auf Diplomatie.

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Seine erste Botschaft an die Regierung in Pjöngjang sei "vielleicht nicht hart genug" gewesen, sagte Trump auf seiner Golfanlage in Bedminster. Er warnte das Regime von Kim Jong Un davor, "auch nur daran zu denken", die USA oder ihre Verbündeten anzugreifen. Es würden ihnen "Dinge zustoßen, die sie niemals für möglich gehalten haben". Gleichzeitig betonte er, die USA seien weiterhin offen für Verhandlungen.

Kritik an seinen Drohungen wies der Präsident zurück. Es sei "an der Zeit, dass jemand für die Menschen in diesem Land eintritt und auch für die Menschen in anderen Ländern". Trump hatte am Dienstag gesagt, er werde im Atomstreit mit Nordkorea mit "Feuer und Wut" auf Provokationen reagieren. Daraufhin drohte das weitgehend isolierte Land mit dem Raketenbeschuss von Zielen im Umfeld von Guam. Auf der Insel im Westpazifik sind rund 6000 US-Soldaten stationiert.

Mattis setzt weiter auf Entspannung

Die verbale Eskalation des Konflikts rief international Besorgnis hervor. CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen warnte davor, "dass ungewollt etwas außer Kontrolle gerät". Die Situation sei inzwischen so gefährlich, dass "man nicht mit dem Feuer spielen darf", sagte er der "Passauer Neuen Presse".

Im Gegensatz zu Trump ist US-Verteidigungsminister Mattis nach wie vor um eine Entschärfung der Auseinandersetzung bemüht. Ein Krieg mit Nordkorea wäre "katastrophal", sagte der Pentagon-Chef. Er setze weiter auf Diplomatie. Es seien bereits "diplomatische Ergebnisse" zu sehen und diesen Weg wolle er fortsetzen. Welche Ergebnisse er meinte, ließ Mattis offen.

Trump richtet neuen Appel an China

Womöglich bezog er sich auf die Entscheidung des UN-Sicherheitsrats, der am Wochenende die Sanktionen gegen Nordkorea verschärft hatte, um das Regime in Pjöngjang im Streit um sein Raketenprogramm zum Einlenken zu bewegen. Auch Nordkoreas wichtigster Verbündeter China unterstützte die neue Sanktionsrunde.

Dessen ungeachtet rief Trump Peking erneut dazu auf, den Druck auf Nordkorea weiter zu erhöhen. "Ich denke, China kann sehr viel mehr tun", so der US-Präsident. Er hatte China bereits mehrfach vorgeworfen, zu wenig zur Lösung des Konflikts beizutragen.

Quelle: n-tv.de

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