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Sonntag, 21. Mai 2017

US-Präsident in Saudi-Arabien: Trump rückt Waffendeals in den Mittelpunkt

Am zweiten Tag seines Saudi-Arabien-Besuchs umgarnt Donald Trump die Scheichs. Der US-Präsident findet viele freundliche Worte und ist sehr daran interessiert, die "wunderschönen" Waffen der USA an den Mann zu bringen.

US-Präsident Donald Trump hat auch am zweiten Tag seines Besuchs in Saudi-Arabien Waffengeschäfte in den Mittelpunkt seiner Treffen mit arabischen Staatsführern gestellt. Zugleich bemühte er sich darum, die Beziehungen zwischen Washington und der arabischen Welt zu stärken.

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Unter anderem nahm der US-Präsident eine Einladung des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi an, das Land am Nil bald zu besuchen. Mit den Golfstaaten unterzeichneten die USA zudem ein Abkommen zur Überwachung der Finanzströme von Terrorgruppen, wie der TV-Sender Al-Arabija meldete.

Vor dem Gespräch mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani, erklärte Trump nach Angaben von mitreisenden Journalisten: "Eine der Sachen, über die wir diskutieren werden, ist der Kauf von jeder Menge wunderschöner militärischer Ausrüstung, weil das niemand macht wie die Vereinigten Staaten." Für die USA bedeute das "Jobs", für die Region "großartige Sicherheit", sagte Trump weiter.

Die USA und Saudi-Arabien hatten bereits am Samstag - dem ersten Tag von Trumps Besuch in Riad - ein gigantisches Waffengeschäft in Höhe von rund 110 Milliarden Dollar (knapp 100 Milliarden Euro) abgeschlossen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren soll Saudi-Arabien sogar Waffen im Wert von etwa 350 Milliarden Dollar aus den USA kaufen.

Trump will Jobs schaffen

Trump geht es dabei nach eigener Aussage um die Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA. US-Außenminister Rex Tillerson bezeichnete den Waffendeal als "eine starke Botschaft an unseren gemeinsamen Feind" Iran. Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran sind Erzrivalen in der Region.

Unter Trumps Vorgänger Barack Obama hatten sich die traditionell engen Beziehungen von Saudi-Arabien und den anderen Golfstaaten zu den USA deutlich abgekühlt. Die arabischen Länder lehnten Obamas Annäherung an den Iran und das Atomabkommen mit Teheran vehement ab. Trump hingegen hat sich mehrfach kritisch zur iranischen Führung geäußert.

Am Sonntag traf Trump zunächst den König des Golfstaats Bahrain, Hamad bin Isa al-Chalifa. Trump sagte dem Monarchen nach Angaben von mitreisenden Journalisten, es habe in der Vergangenheit einige kleine Belastungen bei den bilateralen Beziehungen gegeben, diese gehörten unter der neuen Administration nun der Vergangenheit an. Beim Treffen mit dem ägyptischen Präsidenten Al-Sisi lobte Trump die Sicherheit in Ägypten, die "sehr stark" zu sein scheine.

Al-Sisi rühmte Trump als "einzigartige Persönlichkeit, die in der Lage ist, das Unmögliche zu tun". Ägyptens autokratischer Staatschef und Trump pflegen seit dessen Amtsantritt enge Beziehungen. Nach einem Treffen mit dem Golf-Kooperationsrat (GCC) wird Trump am Nachmittag an einem US-islamischen Gipfel mit Dutzenden Staatschefs teilnehmen, auf dem Trump auch eine mit Spannung erwartete Grundsatzrede zum Islam halten wird. Zugleich will er nach US-Medienberichten die Führer arabischer Staaten aufrufen, sich dem Kampf gegen den Terrorismus anzuschließen sowie dem Einfluss des Irans in der Region entgegenzutreten. Der US-Präsident war in der Vergangenheit wiederholt mit anti-islamischen Äußerungen aufgefallen. Das Treffen in Riad soll deshalb auch als Neustart der Beziehungen zur islamischen Welt dienen.

Quelle: n-tv.de

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