Politik
Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan haben sich per Telefon verständigt.
Donald Trump und Recep Tayyip Erdogan haben sich per Telefon verständigt.(Foto: dpa)
Mittwoch, 08. Februar 2017

Staatschefs versichern Partnerschaft: Trump telefoniert mit Erdogan

Das Verhältnis zwischen Trump und seinem türkischen Amtskollegen scheint gut: In einem Telefonat tauschen die beiden Freundlichkeiten aus. Doch Erdogan hat auch Erwartungen an den US-Präsidenten

US-Präsident Donald Trump und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan haben sich in einem Telefonat der engen Partnerschaft beider Länder versichert. Nach Angaben des Weißen Hauses haben sie über die langen, engen Beziehungen ihrer Staaten gesprochen. Außerdem hätten sie die Absicht geteilt, Terrorismus in jeder Form bekämpfen zu wollen.

Die türkische Staatsagentur Anadolu berichtete, beide hätten zudem vereinbart, dass der neue CIA-Chef, Mike Pompeo, am Donnerstag die Türkei besuche. Es ist seine erste Auslandsreise im neuen Amt. Laut Anadolu verlief das Gespräch in einer "ausgesprochen positiven und aufrichtigen Atmosphäre". Erdogan habe Trump Erfolg in seiner Amtszeit gewünscht.

Er habe allerdings auch zum Ausdruck gebracht, dass er von den USA Unterstützung im Kampf gegen die Gülen-Bewegung erwarte, die Erdogan für den Putschversuch im vergangenen Jahr verantwortlich macht. Der Anführer der Bewegung, der islamische Prediger Fethullah Gülen, lebt im US-Bundesstaat Pennsylvania. Die Türkei fordert seine Auslieferung.

Unterstützung als Nato-Alliierter

Trump begrüßte nach Angaben des Weißen Hauses den türkischen Beitrag im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Auch die türkische Armee geht seit vergangenen August gegen den IS in Syrien vor. Er versicherte der Türkei außerdem die Unterstützung der USA als strategischer Partner und Nato-Alliierter.

Erdogan betonte laut Anadolu, dass die Türkei gegen die Unterstützung der USA für die Kurdenmilizen der YPG sei, die sich mit arabischen Einheiten zu den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) zusammenschlossen haben und in Syrien gegen den IS kämpfen. Die YPG ist der türkischen Führung ein Dorn im Auge, weil sie enge Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei haben.

Quelle: n-tv.de

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