Politik
Montag, 16. Mai 2011

Keine Kandidatur gegen Obama: Trump zieht zurück

US-Präsident Obama hat eine Sorge weniger, wenn man so will. Denn Donald Trump, der mit großen Worten seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen angekündigt hatte, will nun doch nicht mehr. Er wolle die Welt der Wirtschaft noch nicht verlassen, sagt Trump.

Dann vielleicht beim nächsten Mal.
Dann vielleicht beim nächsten Mal.(Foto: REUTERS)

Der New Yorker Immobilienmogul Donald Trump tritt nicht bei der kommenden US-Präsidentenwahl an. Das gab der Milliardär in einer Erklärung bekannt. Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen, aber er sei als leidenschaftlicher Geschäftsmann noch nicht bereit, die Welt der Wirtschaft zu verlassen, um Politiker zu werden.

Trump hatte sich in den vergangenen Wochen als möglicher republikanischer Kandidat für die Wahl im November 2012 ins Gespräch gebracht. Der 64-Jährige war dabei vor allem in den Medien auf große Resonanz gestoßen und konnte sich in Umfragen teilweise auf die vorderen Plätze schieben.

Quote durch Kandidatur?

Für Aufregung hatte der Baulöwe gesorgt, weil er die seit Jahren kursierenden "Geburtsgerüchte" um Präsident Barack Obama erneut kräftig angefacht hatte. Sie besagen, dass Obama nicht in den USA geboren worden sei und somit kein Recht auf das Amt habe. Die erneute öffentliche Diskussion führte dazu, dass das Weiße Haus schließlich 4.8.1961, 19.24 Uhr, Honolulu .

Kritiker hatten Trump vorgeworfen, überhaupt keine politischen Ambitionen zu haben. Sein Ziel sei es lediglich gewesen, seine NBC-Reality-Fernsehsendung "The Apprentice" gute Quoten zu verschaffen und seine Marke zu stärken.

Huckabee tritt nicht an

Am Wochenende hatte bereits der Republikaner Mike Huckabee erklärt, bei der Wahl im November 2012 nicht gegen Obama antreten zu wollen. Der frühere Baptistenprediger ist ein Idol der religiösen Rechten, die ihn für seine klare Linie bei Reizthemen wie Homo-Ehe und Abtreibung schätzt. Bei den Vorwahlen 2008 war der Buchautor und Moderator des TV-Senders Fox News hinter John McCain auf Platz zwei gelandet.

Bislang haben der ehemalige Chef des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, und der Ex-Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, offiziell ihren Hut in den Ring geworfen. Mit dem Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, hat ein weiteres politisches Schwergewicht der Republikaner zumindest die Weichen für eine Kandidatur gestellt: Er gründete ein Komitee, das die Chancen seiner Bewerbung ausloten soll, verkündete aber noch nicht abschließend, ob er tatsächlich antreten wird.

Quelle: n-tv.de

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