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Sonntag, 05. Juli 2015

Ex-Vorsitzender droht mit Austritt: Tumulte um Lucke bei AfD-Parteitag

Die Mitglieder der AfD haben eine Richtungsentscheidung getroffen und Frauke Petry zur alleinigen Vorsitzenden gewählt. Am Tag nach der Wahl kommt es zu tumultartigen Szenen beim Parteitag, als Bernd Lucke droht, die Partei zu verlassen.

Beim Bundesparteitag der Alternative für Deutschland (AfD) ist es zu tumultartigen Szenen gekommen. Parteigründer Bernd Lucke, der am Vortag bei der Wahl zum Vorsitzenden Frauke Petry unterlegen war, drohte im Saal vor einer Gruppe von Mitgliedern und Gästen mit seinem Austritt aus der Partei.

Zugleich betonte er: "Ich werde keinen Schnellschuss machen." Auf das Drängen des stellvertretenden Vorsitzenden Alexander Gauland, der AfD nicht den Rücken zu kehren, reagierte er nicht. "Die Partei hat sich ganz grundsätzlich verändert", sagte Lucke. Im Saal verbreitete sich jedoch das Gerücht, er sei bereits ausgetreten. Daraufhin gab es Gedränge und Gejohle.

Anhänger Bernd Luckes denken indes über einen gemeinschaftlichen Austritt aus der Partei nach. Bei einem informellen Treffen des von Lucke gegründeten Vereins "Weckruf 2015" gingen die Meinungen allerdings noch auseinander. Ein Teil des liberal-konservativen Flügels plädierte für die Gründung einer eigenen Partei.

Indes haben die Mitglieder einen neuen Parteivorstand gewählt, in dem die Vertreter des rechten Flügels dominieren. Neben Frauke Petry und ihrem Stellvertreter Jörg Meuthen wurden der Brandenburger AfD-Chef Alexander Gauland, die Europaparlamentarierin Beatrix von Storch und Albrecht Glaser aus dem Führungstrio der AfD in Hessen zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Quelle: n-tv.de

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