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UN-Vermittler Staffan de Mistura nimmt bei den Gesprächen eine verbesserte Atmosphäre wahr.
UN-Vermittler Staffan de Mistura nimmt bei den Gesprächen eine verbesserte Atmosphäre wahr.(Foto: dpa)

Syrien-Gespräche in Genf: UN blickt optimistisch auf Verhandlung

Bei den Syrienverhandlungen in der Schweiz deuten sich Fortschritte an: Die Opposition ist zu direkten Gesprächen mit der Regierung bereit. Und auch der zuständige UN-Vermittler meint, die Situation habe sich zum Positiven gewandelt.

Bei den Syriengesprächen in Genf gibt es trotz großer Differenzen Grund zum Optimismus. Das sagte UN-Vermittler Staffan de Mistura. Nach einem Treffen mit der Oppositionsdelegation sagte er: Er habe den Eindruck, dass sich die Atomsphäre im Vergleich zu früheren Gesprächsrunden verändert habe. Der angekündigte Teilabzug Russlands wird als neuer Hoffnungsschimmer gewertet.

Außerdem sprächen die USA und Russland miteinander und seien im UN-Sicherheitsrat vereint. "All das hat einen neuen Impuls gegeben", sagte de Mistura. Es gebe nun einen Mechanismus, den es zuvor nicht gegeben habe.

Auch die syrische Opposition blickt mit neuem Optimismus auf die Verhandlungen. Sie kann grundsätzlich direkten Gesprächen mit der Regierung vorstellen. "Wir sind bereit, in einer nächsten Etappe an direkten Verhandlungen mit dem Regime teilzunehmen, wie dies bei den Genf-II-Gesprächen der Fall war", sagte ein Sprecher des Hohen Verhandlungskomitees, Salem al-Meslet.

Derzeit nur indirekte Verhandlungen

Bei den Genf-II-Verhandlungen hatten beide Delegationen an einem Tisch gesessen. Die Verhandlungen verliefen allerdings auch damals nur über einen Vermittler und waren nach mehreren Wochen ergebnislos beendet worden.

Derzeit gibt es nur indirekte Verhandlungen, bei denen der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura abwechselnd mit den Delegationen der Regierung und der Opposition spricht. Nach dem Willen de Misturas soll die aktuelle Gesprächsrunde bis zum 24. März laufen, anschließend sollen im Abstand von jeweils einigen Tagen zwei weitere Gesprächsrunden folgen. Am Ende soll ein klarer Fahrplan stehen, um bis zum Sommer einen politischen Übergang in Syrien einzuleiten und im kommenden Jahr Neuwahlen abzuhalten.

Weitere Gespräche über die Zukunft Syriens soll es in der kommenden Woche auch in Moskau geben. US-Außenminister John Kerry reist dann zu einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Bei den Gesprächen mit Putin und dessen Außenminister Sergej Lawrow wolle er die Möglichkeiten für eine politische Lösung des Syrien-Konflikts ausloten, sagte Kerry am Dienstag.

Quelle: n-tv.de

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