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Die Luftschläge der USA galten in den vergangenen Tagen vor allem möglichen Chemiewaffen-Depots. (Archivbild)
Die Luftschläge der USA galten in den vergangenen Tagen vor allem möglichen Chemiewaffen-Depots. (Archivbild)(Foto: REUTERS)

Senfgas in Artilleriegeschossen: US-Soldaten nehmen IS-Giftgasexperten fest

Im Irak gelingt dem US-Militär die Festnahme eines bedeutenden Chemiewaffenexperten des Islamischen Staates. Er spricht in Befragungen darüber, wie die Dschihadisten mit Senfgas kämpfen. Der Terrorist gehörte bereits zu Saddam Husseins Waffenexperten.

US-Spezialkräfte haben im Irak einen ranghohen Chemiewaffen-Experten des Islamischen Staates festgenommen. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf offizielle Vertreter des Verteidigungsministeriums, nannte jedoch keine Namen. Der Mann sei im vergangenen Monat bei einer Razzia festgenommen worden und sitze im nordirakischen Erbil in US-Haft.

In Verhören soll der Dschihadist namens Sleiman Daoud al-Afari nach Angaben der Zeitung darüber gesprochen haben, wie der IS Senfgas in Pulverform in Artilleriegeschosse geladen hat. Die Konzentration sei aber nicht hoch genug gewesen, um Menschen zu töten - wohl aber, um sie zu verletzen und zu verstümmeln. Al-Afari gilt als bedeutender IS-Kämpfer und soll unter Saddam Hussein bereits an chemischen Waffen gearbeitet haben.

Senfgas-Depots im Visier

Derweil hat die US-Luftwaffe in den vergangenen Tagen mehrere Chemiewaffen-Depots der Extremistenmiliz im Nordirak angegriffen. Ziel sei, die Kapazitäten des IS zu verringern, Senfgas einzusetzen, berichtete der Sender CNN. Ob die Angriffe erfolgreich waren, ist aber noch nicht klar.

Im einem südlich der Stadt Kirkuk gelegenen Dorf schlugen nach Angaben des Provinzgouverneurs am Dienstagabend mehrere mit giftigen Substanzen" gefüllte Raketen ein. Mehr als 40 Bewohner hätten Erstickungsanfälle und Hautreizungen erlitten. Tote habe es nicht gegeben. Die Raketen seien aus Gebieten unter Kontrolle des IS abgefeuert worden.

Quelle: n-tv.de

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