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Digitaler Krieg: USA bauen Cyberarmee aus

Das Militär der Vereinigten Staaten will sich für den digitalen Krieg rüsten. Die Cyber-Command-Einheit soll um 4000 Mitarbeiter wachsen. Dabei soll eine Reihe neuer Abteilungen entstehen – einige für die Verteidigung, andere für den Angriff.

Die USA agieren schon heute in Kriegen nicht mehr nur mit Boden- und Lufttruppen. Anschläge auf die digitale Infrastruktur eines Landes oder einer Organisation gehören längst zum militärischen Repertoire.
Die USA agieren schon heute in Kriegen nicht mehr nur mit Boden- und Lufttruppen. Anschläge auf die digitale Infrastruktur eines Landes oder einer Organisation gehören längst zum militärischen Repertoire.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Das US-Militär will sein Spezialkommando für digitale Kriegsführung nach Medienberichten deutlich aufrüsten. Die Cyber-Command-Einheit für die Abwehr von Hackerangriffen und eigene Computerattacken solle um 4000 Mitarbeiter wachsen und damit fünfmal so groß sein wie bisher, berichteten die "New York Times" und die "Washington Post" übereinstimmend. Der Aufbau, der noch nicht offiziell beschlossen sei, solle über die kommenden Jahre erfolgen. Das Cyber Command hatte Ende 2010 seine Arbeit aufgenommen.

Um effizienter als bisher arbeiten zu können, soll der Bereich in drei Abteilungen unterteilt werden. Die "nationalen Einsatztruppen" sollen die Infrastruktur der USA beschützen, indem Angriffe auf die Computersysteme etwa von Stromversorgern verhindert werden. Die "Kampfeinheit" des Spezialkommandos hingegen soll dem US-Militär helfen, eigene Attacken auf digitale Netze im Ausland zu starten. Die "Cyber-Schutztruppe" schließlich soll das Pentagon selbst vor Hackerattacken behüten.

Quelle: n-tv.de

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