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"Volle Unterstützung" mit Material und Technik: Mit Kipprotor-Hubschraubern wie der V-22 "Osprey" könnte die US-Marine bei Bedarf rasch größere Kommandotrupps von hoher See ins Hinterland verlegen.
"Volle Unterstützung" mit Material und Technik: Mit Kipprotor-Hubschraubern wie der V-22 "Osprey" könnte die US-Marine bei Bedarf rasch größere Kommandotrupps von hoher See ins Hinterland verlegen.(Foto: REUTERS)

Spezialeinheiten im Meer vor Sotschi: USA bieten Moskau Hilfe an

Die Vorbereitungen auf die Olympischen Winterspiele treten in die heiße Phase ein: Im Fall eines Terrorangriffs auf russischem Boden wollen die Vereinigten Staaten nicht einfach nur zusehen. Ungefragt bringt sich das US-Militär im Schwarzen Meer in Position.

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Das Pentagon hat der russischen Regierung "volle Unterstützung" bei den Sicherheitsvorkehrungen für die Olympischen Winterspiele in Sotschi angeboten. US-Kommandeure in der Region seien dabei, Vorbereitungen für den Fall zu treffen, dass Hilfe angefordert werde, teilte Ministeriumssprecher John Kirby in einer knappen Erklärung mit.

Aus dem Arsenal der US-Streitkräfte befinden sich nach Angaben Kirbys mehrere spezielle Einheiten in Reichweite: Es stünden Luft- und Marinekapazitäten, darunter zwei Schiffe im Schwarzen Meer, "für alle Eventualitäten" zur Verfügung, erklärte Kirby, der innerhalb der US-Marine den Rang eines Konteradmirals innehält. Um welche Kräfte es sich dabei handelt, wollte Kirby nicht näher erläutern.

Russische Sicherheitskräfte im Nahverkehr von Sotschi: Was muss geschehen, damit Putin die Amerikaner um Hilfe bittet?
Russische Sicherheitskräfte im Nahverkehr von Sotschi: Was muss geschehen, damit Putin die Amerikaner um Hilfe bittet?(Foto: REUTERS)

Denkbar wären etwa Transporthubschrauber, Überwachungsdrohnen, zusätzliche Sprengstoffspürhunde oder speziell ausgebildete Kommandotruppen zur Geiselbefreiung. Die Einheiten lägen "zur Unterstützung der russischen Regierung und in Konsultation mit dieser" jederzeit zum Abruf bereit, hieß es aus Washington lediglich.

Konkrete Hilfsanfragen aus Moskau gibt es allerdings nicht, stellte das US-Verteidigungsministerium klar. Derzeit lägen keine diesbezüglichen Anforderungen vor, betonte Kirby. Die Wintersportverbände der USA entsenden ein größeres Kontingent an Athleten, Trainern und Funktionären zu den Spielen. Die Verlegung militärischen Eingreiftruppen in die Region ist offenbar Teil umfangreicher eigener Sicherheitsvorkehrungen, mit denen die USA möglichen Zwischenfällen zuvorkommen will.

Die Spiele mögen beginnen

Die US-Regierung reagiert dabei offenbar auf die verschärfte Bedrohungslage. Drei Wochen nach den Terroranschlägen in Wolgograd hatten sich russische Islamisten zu der Tat bekannt. Zugleich riefen sie zu Attentaten während der Spiele im Februar in Sotschi auf. Bei zwei Selbstmordanschlägen in Wolgograd rund 700 Kilometer nordöstlich von Sotschi waren Ende Dezember 34 Menschen getötet worden.

Die Winterspiele beginnen am 7. Februar in dem russischen Badeort am Schwarzen Meer. Zuletzt war die Furcht vor Angriffen während des Sportereignisses wieder gestiegen. Bereits im vergangenen Sommer hatte der islamistische Rebellenführer Doku Umarow damit gedroht, die Olympischen Spiele "mit allen Mitteln" zu verhindern. Diese Drohung erhielt durch die Anschläge in Wolgograd neue Brisanz.

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Quelle: n-tv.de

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