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Israelische Soldaten beschießen palästinensische Demonstranten in der Westbank mit Tränengas.
Israelische Soldaten beschießen palästinensische Demonstranten in der Westbank mit Tränengas.(Foto: AP)

Mehr Diplomatie statt Militär: USA erteilen Israel Nachhilfe

Die USA sind schon lange besorgt wegen der Lage im Nahen Osten. Nun aber findet US-Verteidigungsminister Panetta ungewöhnlich scharfe Worte für Israel und fordert es auf, seine Beziehungen zu seinen Nachbarn zu "reparieren". Israel müsse "an den verdammten Tisch" zurückkehren und wieder mit den Palästinensern verhandeln.

Verteidigungsminister Leon Panetta hat Washingtons engen Verbündeten Israel in ungewöhnlich deutlichen Worten zu besserer Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten in Nahost aufgerufen. Sicherheit sei zwar von einem starken Militär abhängig, aber "ebenso von starker Diplomatie", sagte Panetta bei einer Diskussion im Saban-Center für Nahost-Politik, wie die "New York Times" berichtet.

"Und leider haben wir im vergangenen Jahr beobachtet, wie Israel zunehmend von seinen traditionellen Sicherheitspartnern in der Region isoliert wird, während die Suche nach einer einvernehmlichen Friedenslösung für Nahost praktisch zum Stillstand gekommen ist." Das Land müsse daher seine Beziehungen zu Israel tauscht wieder Gefangene und der Israel bringt Gazaflottille auf "reparieren".

Panetta fordert von Israel mehr Anstrengungen im Nahostkonflikt.
Panetta fordert von Israel mehr Anstrengungen im Nahostkonflikt.(Foto: dpa)

Zwar sei Israel nicht allein für diese Isolierung verantwortlich, doch müsse Israel seine Partnerschaften in Nahost wiederherstellen und auch die historischen Auseinandersetzungen mit den USA sind "zutiefst enttäuscht" klären. "Letzten Endes kann der Traum eines sicheren, fortschrittlichen Jüdischen und Demokratischen Israels nur durch zwei Staaten, die friedlich beisammen leben, erreicht werden", sagte er. Erster Schritt Israels sollte nunmehr sein, "an den verdammten Tisch zurückzukehren", mahnte Panetta die Wiederaufnahme der Friedensgespräche für Nahost an.

Im Fall von Ägypten sei es besser, die "Kommunikation und Kooperation" mit den Behörden auszubauen, statt sich von ihnen zu entfernen. Der arabische Frühling sei durchaus auch eine Chance für Israel, zu einer sicheren Position in der Region zurückzufinden.

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Quelle: n-tv.de

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