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Die F-16-Jets könnten auch nach der Übung in Jordanien bleiben, so die USA.
Die F-16-Jets könnten auch nach der Übung in Jordanien bleiben, so die USA.(Foto: REUTERS)

Kampfjets zu Militärübung nach Jordanien: USA verlegen F-16 in syrisches Nachbarland

Angeblich geht es um eine Militärübung, doch die Verlegung von F-16-Fliegern in den Nahen Osten kann auch eine Vorbereitung für Größeres bedeuten: Russland vermutet, dass eine Flugverbotszone entstehen soll – dass also die USA in den Syrien-Krieg eingreifen. Präsident Obama hatte das bereits angedeutet.

Die USA schicken Patriot-Abwehrraketen und Kampfflugzeuge vom Typ F-16 nach Jordanien. Die Waffen sollen während einer Militärübung vom 9. bis 20. Juni in dem syrischen Nachbarland zum Einsatz kommen, teilen US-Regierungsvertreter mit. Sie könnten aber auch noch länger in Jordanien bleiben.

Die Pläne stießen umgehend auf Kritik aus Russland. Die Regierung in Moskau warf den USA vor, mit den Waffenlieferungen den Bürgerkrieg in Syrien weiter anzuheizen. Russland ist ein Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und beliefert dessen Armee mit Rüstungsgütern.

Russland vermutet, dass die USA mit der jüngsten Entscheidung die Einrichtung einer Flugverbotszone über Syrien vorbereiten könnten. Jordanien unterstützt als Verbündeter der USA die syrischen Rebellen im Kampf gegen Assad.

In dem Bürgerkrieg sind nach UN-Schätzungen mehr als 80.000 Menschen getötet worden. Der Konflikt droht sich auf die Nachbarländer auszudehnen. In der Türkei sind derzeit Bundeswehrsoldaten mit Patriot-Raketen stationiert, um ein Übergreifen der Gewalt zu verhindern.

US-Präsident Barack Obama hatte für den Fall, dass Assad Chemiewaffen einsetzt, Konsequenzen angedroht. Frankreich meldete am Dienstag, das Land habe "keinen Zweifel" mehr daran, dass dies bereits geschehen sei.

Quelle: n-tv.de

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