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Angela Merkel in Jubelstimmung: Ihre Partei setzt zum ungeahnten Höhenflug an.
Angela Merkel in Jubelstimmung: Ihre Partei setzt zum ungeahnten Höhenflug an.(Foto: picture alliance / dpa)

Umfragewert wie zuletzt 2006: Union klettert auf Rekordhoch

CDU-Chefin Merkel sowie ihr CSU-Kollege Seehofer blicken gelassen dem Jahresausklang entgegen: Die Union gewinnt bei der neuen Forsa-Sonntagsfrage überraschend massiv hinzu und erreicht schon lange nicht mehr gekannte Höhen. Sorgen bereitet den Regierungsparteien allerdings noch immer die FDP, die wieder unter die 5-Prozenthürde rutscht.

Wenn die Unions-Führung auf das neue Jahr anstößt, wird sie auch einen Toast aussprechen auf die neueste Forsa-Sonntagsfrage im Auftrag von RTL und "Stern". Die bescheinigt CDU und CSU nämlich den höchsten Wert seit über sechs Jahren. Wenn Bundestagswahlen unmittelbar bevorstünden, würden ganze 41 Prozent der Wähler den Konservativen ihre Stimme geben. Das sind 3 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Zuletzt erreichte die Union ein solches Ergebnis im März 2006. Lange, lange ist das her, erst drei Monate später sollte die Fußball-WM 2006 im eigenen Land beginnen.

Der Wähler blickt also ziemlich versöhnlich auf das Jahr 2012 zurück und gönnt der führenden Regierungspartei einen Jahresausklang mit guten Gefühlen. Weniger euphorisch dürfte dagegen die Stimmung beim derzeitigen kleineren Koalitionspartner, der FDP, sein. Die Liberalen landen in der Sonntagsfrage - nach einem kurzen Hoch in der Vorwoche - mit 4 Prozent wieder unterhalb der 5-Prozent-Hürde.

Keines der erwünschten Bündnisse klappt

Weiter abwärts geht es auch für die Grünen. Den sensationellen Werten nach der Urwahl der Spitzenkandidaten folgt der Negativtrend. In dieser Woche gibt es ein Minus von 1 Prozentpunkt, die Partei landet bei aber immer noch respektablen 13 Prozent und wäre damit drittstärkste Kraft im Bundestag. Die zweitgrößte Fraktion blieben die Sozialdemokraten, die bei 27 Prozent verharren. Ebenfalls unverändert ist der Wert der Linkspartei, sie kommt auf 8 Prozent. In einer tiefen Krise befinden sich weiter die Piraten. Mit erneut nur 3 Prozent Zustimmung droht die junge Partei bald wieder in der Rubrik "Sonstige" zu verschwinden.

Angesichts der von der FDP unterschrittenen 5-Prozent-Hürde sind Koalitionsrechenspiele für die Liberalen müßig. Denn dank der Stärke der CDU liegt Schwarz-Gelb zwar bei addierten 45 Prozent. Doch das hilft nichts, wenn die Liberalen den Einzug in den Bundestag verpassen. Auch SPD und Grüne müssten, um eine stabile Alternative darzustellen, noch etwas zulegen. Mit zusammen 40 Prozent wären sie auf Duldung der Linken angewiesen. Die einzigen soliden Bündnisse wären solche, die von den Lagern ausgeschlossen worden sind: Schwarz-Grün mit satten 54 Prozent und eine Neuauflage der Großen Koalition.

Quelle: n-tv.de

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