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Der Terrorverdacht in Gießen hat sich nicht bestätigt.
Der Terrorverdacht in Gießen hat sich nicht bestätigt.(Foto: dpa)

Festnahmen in Deutschland: Verdacht gegen Männer erhärtet sich nicht

Die Bundesanwaltschaft gibt vorerst Entwarnung. Die beiden in Gießen und Düsseldorf festgenommenen Männer liefern keine Spur zu den Attentätern in Brüssel. Bei einer verdächtigen SMS könnte es sich um einen Übersetzungsfehler gehandelt haben.

Nach den Terroranschlägen in Brüssel waren auch in Deutschland zwei Verdächtige verhaftet worden. Doch der Verdacht gegen die in Gießen und Düsseldorf festgenommenen Männer hat sich nicht erhärtet. Es gebe bislang keinerlei belastbare Hinweise, dass die beiden Männer etwas mit den Anschlägen in Brüssel zu tun haben, heißt es von der Bundesanwaltschaft.

Dies gelte insbesondere für den Beschuldigten in Gießen. Grundsätzlich stehe die Bundesanwaltschaft in engem Austausch mit den Brüsseler Behörden. Bei einer Routinekontrolle auf dem Bahnhof in Gießen war der Polizei am Mittwochabend ein 28-jähriger Marokkaner aufgefallen, für den nach Medienberichten eine Einreisesperre für den Schengen-Raum bestand. Er wurde wegen Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz inhaftiert.

Bei einer genaueren Überprüfung fand die Polizei nach Informationen von ARD und "Spiegel" auf dem Telefon des Mannes zwei verdächtige SMS vom Tag der Brüsseler Anschläge. Der "Spiegel" berichtete, eine davon habe den Namen von Khalid El Bakraoui enthalten, einem der Brüsseler Attentäter. Die Sender RBB und SWR berichteten nun unter Berufung auf Sicherheitskreise, nach Ermittlungen belgischer Behörden handele es sich um eine Verwechselung. Der Mann habe einen Bekannten, dessen Name fast identisch sei mit dem des mutmaßlichen Selbstmordattentäters in der Brüsseler U-Bahn, Khalid El Bakraoui.

Auch eine zweite SMS, die der Mann wenige Minuten vor dem Attentat in Brüssel erhalten habe und die wegen der Buchstaben "FIN" als mögliche Abschieds-SMS gedeutet worden sei, entpuppte sich als harmlos. In Sicherheitskreisen heißt es dazu nun, man gehe davon aus, dass das Wort "Wo" gemeint sei, transkribiert aus dem Arabischen.

Bei einem zweiten, am Donnerstagnachmittag von einem Spezialeinsatzkommando im Raum Düsseldorf festgenommenen Mann handelte es sich laut "Spiegel" um einen Mann namens Samir E. aus der salafistischen Szene. Die Polizei hat bei der Durchsuchung seiner Düsseldorfer Wohnung aber nichts Verdächtiges entdecken können. "Es wurde nichts gefunden, was auch nur annähernd Bezüge zu Sprengstoff, Zündern oder Ähnlichem hat", sagte der Sprecher des Landeskriminalamts NRW, Frank Scheulen.

Quelle: n-tv.de

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