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Keine Annäherung: Verdi ruft erneut zu Streiks auf - auch am Flughafen Frankfurt.
Keine Annäherung: Verdi ruft erneut zu Streiks auf - auch am Flughafen Frankfurt.(Foto: picture alliance / dpa)

Neue Streikwoche: Verdi bestreikt Flughafen Frankfurt

In der Tarifrunde für die Beschäftigten von Bund und Kommunen beginnt auch die neue Woche mit Arbeitsniederlegungen. Betroffen wird vor allem der Nahverkehr in etlicher Bundesländern sein. Am Donnerstag steht denn Deutschlands größter Airport im Fokus.

Reisende müssen sich am Flughafen Frankfurt erneut auf Behinderungen einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat die vom Tarifstreit betroffenen Beschäftigten am Flughafen für Donnerstag aufgerufen, ihre Arbeit ruhen zu lassen. "Es ist davon auszugehen, dass es an diesem Tag zu erheblichen Verzögerungen beim Flugverkehr kommen wird", teilte Verdi mit. Die nun zu Arbeitsniedelegungen aufgeforderten beschäftigten arbeiten etwa am Flughafen etwa bei der Feuerwehr oder auch beim Flughafenbetreiber Fraport.

Die Gewerkschaft will mit den Arbeitsniederlegungen den Druck auf die Arbeitgeber im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes bei den Kommunen und beim Bund noch einmal erhöhen. Bei den Tarifverhandlungen sei man noch nicht weitergekommen und in zentralen Fragen lägen die Beteiligten weit auseinander, sagte Jürgen Bothner, Landesbezirksleiter von Verdi in Hessen. "Die Reaktion der Gewerkschaft kann nicht anders sein."

Ein Sprecher des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport appellierte an die Gewerkschaft, Tarifauseinandersetzungen nicht auf dem Rücken der Passagiere auszutragen. Bereits in den vergangenen Tagen hatten vielerorts Beschäftigte unter anderem in Kindertagesstätten, der Müllabfuhr und bei Bussen und Bahnen gestreikt.

Erst Ende Februar hatte ein Warnstreik der Sicherheitsbediensteten den Airport praktisch lahmgelegt.

Verhandlungen bislang ohne konkretes Ergebnis

Bereits für Dienstag ruft Verdi die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu einer zentralen Demonstration in Hannover auf. Trotz Annäherung in einigen Punkten war die zweite Tarifrunde am Freitag ohne Ergebnisse zu Ende gegangen.

Die Gewerkschaften fordern für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen eine Erhöhung der Gehälter um einen Sockelbetrag von 100 Euro und dann zusätzlich um weitere 3,5 Prozent. Nach wie vor heftig umstritten ist der Sockelbetrag. Die Arbeitgeber diskutieren über eine "soziale Komponente", haben aber noch kein konkretes Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde soll am 31. März beginnen.

Nach Verdi-Angaben beginnt die neue Warnstreik-Runde am Montag zunächst in Brandenburg und Teilen Baden-Württembergs. Ab Dienstag folgen Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Die anderen Länder schließen sich dann an. Betroffen wird vor allem der Nahverkehr sein.

Quelle: n-tv.de

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