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Der Druck auf die zwischenzeitlich überlasteten Flüchtlingsunterkünfte ist in den vergangenen Wochen stark gesunken.
Der Druck auf die zwischenzeitlich überlasteten Flüchtlingsunterkünfte ist in den vergangenen Wochen stark gesunken.(Foto: picture alliance / dpa)
Montag, 04. April 2016

Nur 5200 neue Flüchtlinge im März: Viele Erstaufnahmeeinrichtungen stehen leer

Bundesweit stehen 348.000 Plätze bereit, auf die ankommende Asylsuchende verteilt werden können. Nachdem die Balkanroute seit einiger Zeit weitgehend dicht ist, kommen allerdings deutlich weniger Flüchtlinge nach Deutschland.

Angesichts des Rückgangs der Flüchtlingszahlen stehen einem Zeitungsbericht zufolge bundesweit viele Erstaufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende weitgehend leer. Derzeit seien von den bundesweit gut 348.000 Plätzen in der Erstaufnahme nur rund 157.000 Plätze belegt, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine eigene Umfrage in allen 16 Bundesländern.

Im März kamen nach einer Aufstellung der Bundespolizei rund 5200 Flüchtlinge nach Deutschland. Hauptgrund für die im Vergleich zu den Vormonaten deutlich geringere Zahl ist, dass die sogenannte Balkanroute nach Grenzschließungen seit einiger Zeit weitgehend dicht ist. Über die Balkanroute kamen seit dem vergangenen Jahr von Griechenland aus hunderttausende Menschen, die meisten von ihnen hatten als Ziel Deutschland.

Ab Montag wird der umstrittene Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei umgesetzt. Die ersten 500 Flüchtlinge sollen vom griechischen Lesbos in die türkische Hafenstadt Dikili abgeschoben werden. Dem Abkommen zufolge sollen alle ab dem 20. März in Griechenland eingetroffenen Flüchtlinge zwangsabgeschoben werden, die kein Asyl in Griechenland beantragen oder deren Anträge abgelehnt wurden.

Zum Abkommen mit Ankara gehört auch, dass die EU für jeden zurückgeschickten Syrer einen anderen Syrer aus der Türkei auf legalem Wege aufnimmt. In Hannover sollen dabei am Montag die ersten 35 Flüchtlinge ankommen, die im niedersächsischen Friedland vorerst eine neue Bleibe finden werden.

Quelle: n-tv.de

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