Politik

Immer mehr betreute Kinder: Westen holt langsam auf

Noch immer werden in Westdeutschland nur halb so viele Kinder betreut wie im Osten. Die Fortschritte beim Ausbau der Kita-Plätze kommen mit kleinen Schritten voran, das Statistische Bundesamt spricht von einem zusätzlichen Bedarf von 220.000 Plätzen.

Immer mehr Kinder verbringen einen Teil des Tages in einer Betreuungseinrichtung.
Immer mehr Kinder verbringen einen Teil des Tages in einer Betreuungseinrichtung.(Foto: dpa)

Bei der Betreuung von Kleinkindern hat der Westen im Vergleich zu Ostdeutschland leicht aufgeholt, es fehlen aber immer noch Hunderttausende Plätze. Im März 2012 besuchten in Westdeutschland 22,3 Prozent der Kinder unter drei Jahren ein Angebot zur Tagesbetreuung. Im Vorjahr waren es noch 19,8 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Nach Schätzungen der Behörde von Anfang November fehlen noch 220.000 Kita-Plätze für Kinder unter drei Jahren, damit die Kommunen zum 1. August 2013 die Garantie für das Betreuungsangebot von ein- und zweijährigen Kindern einlösen können.

Im Vergleich zu den alten Bundesländern ist die Betreuungsquote im Osten mehr als doppelt so hoch. Sie lag 2012 bei 49 Prozent im Gegensatz zu 47,3 Prozent im Vorjahr.

Bundesweit wurden zum Stichtag 27,6 Prozent aller Kinder unter drei Jahre, insgesamt mehr als 550.000, in einer Kindertageseinrichtung oder von Tageseltern betreut. Bei den Zweijährigen ist der Anteil mit 51,1 Prozent deutlich höher als bei Einjährigen (28,4) oder noch jüngeren Kindern (2,8).

Bei den Flächenländern in Westdeutschland hat Rheinland-Pfalz mit 27,0 Prozent die höchste und Nordrhein-Westfalen (18,1) die niedrigste Quote. Im Osten gibt es keinen Landkreis mit einer Betreuungsquote von unter 40 Prozent. Das Land mit der höchsten Quote ist Sachsen-Anhalt mit 63,3 Prozent.

Quelle: n-tv.de

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