Montag, 11. Oktober 2010
Pro Stuttgart 21: Es spricht so viel dafür!
Das Bahnprojekt Stuttgart 21 bringt viele Vorteile. Eine trennende Schneise verschwindet, ein neues Stadtviertel entsteht. Hinzu kommen mehr Arbeit und Wohlstand. Ein Gastbeitrag von Rudolf Weeber.Für die Stuttgarter: Die trennende, laute Schneise aus Bahngleisen mitten durch die Stadt verschwindet. Fußgänger und Radfahrer können sie heute nur an wenigen Stellen queren. Die bestehenden Innenstadtteile wachsen zukünftig zusammen, mit einem gemeinsamen, stark vergrößerten Schlossgarten in der Mitte. Ein neuer Stadtteil zum Wohnen und Arbeiten im Zentrum der Stadt kommt hinzu, es könnte ein ökologischer Modellstadtteil werden. Bei dem großen Wohnungsengpass in Stuttgart spart das weiteres Zubauen am Stadtrand und viel Verkehr. Drei Kilometer Wohnen am Parkrand entsteht mitten in der Stadt.
Für die Stuttgarter und die Nachbargemeinden auf den Fildern, für Flughafen und Messe: 250.000 Einwohner und 100.000 Arbeitsplätze in diesen Gebieten bekommen einen Anschluss an die Fern- und Regionalzüge. Der Flughafen hat etwa zehn Millionen Fluggäste, die Messe etwa eine Million Besucher im Jahr. Das nützt Bewohnern, Berufstätigen, Reisenden, Handel und Wirtschaft und bringt viel Verkehr auf die Schiene.
Lebensqualität und Zeit für Familie, Freunde und Freizeit
Für die Leute in der Region und in Baden-Württemberg: Hunderttausende Pendler profitieren täglich von den kürzeren Fahrzeiten, weniger Umsteigen und deutlich mehr Zügen, die mit der neuen Verkehrsinfrastruktur möglich werden. Das bringt Lebensqualität und Zeit für Familie, Freunde und Freizeit. Viele Klein- und Mittelstädte in Baden-Württemberg werden besser an Stuttgart und an die Fildern mit Flughafen und Messe angeschlossen – schließlich sind die Menschen beruflich und in der Freizeit sehr mobil und haben viele Kontakte im ganzen Land.
Stuttgart 21 und die Neubaustrecke bringen mehr Arbeit und Wohlstand, nicht nur, weil investiert wird: Baden-Württemberg lebt davon, dass es führende Technologie in die ganze Welt verkauft. Dafür ist eine moderne Verkehrsinfrastruktur nötig. Man sollte schon wissen und nicht gering erachten, woher die Brötchen kommen.
Für Deutschland und Europa: Die Neubaustrecke Wendlingen – Ulm bringt uns schnellere Züge von Stuttgart nach Ulm und München, und wird Teil der attraktiven Bahn-Magistrale Paris – Bratislava. Seit jeher haben die Städte an den großen Verkehrsadern von einer solchen Lage profitiert. Schnelle Zugverbindungen machen so manchen Kurzstreckenflug überflüssig.
Die vermeintliche Alternative K21 ist keine
Stuttgart 21 ist nach langen und gründlichen Untersuchungen und Diskussionen geplant, genehmigt, finanziert und bereits in Bau. Mit großen Mehrheiten haben die Parlamente dafür gestimmt, letzte Woche noch einmal das Parlament der Region Stuttgart mit 80 Prozent Mehrheit. Die vermeintliche Alternative Kopfbahnhof 21 (K21) ist keine. Sie ist in den Parlamenten, im Planfeststellungsverfahren und vor den Gerichten unterlegen. Sie führt den Verkehr mitten durch das dicht besiedelte Neckar- und Filstal.
Die Gemeinden dort haben jetzt schon erbitterten Widerstand angekündigt. Eine Finanzierung ist nicht vorhanden und steht nicht in Aussicht. Flughafen und Messe werden nicht an den Fernverkehr angebunden. Ohne auch nur entfernt die Vorteile von Stuttgart21 zu bekommen, müsste bei K21 auch sehr viel Geld ausgegeben werden, weil die Gleisanlagen marode sind. Mit K21 würden wir uns einen Bärendienst erweisen. Würde man die Arbeiten an Stuttgart 21 jetzt abbrechen, bedeutete dies erst einmal für weit mehr als zehn Jahre Stillstand beim so wichtigen Bahnverkehr in der Region.
Gastautor Rudolf Weeber ist in der Arbeitsgruppe Stuttgart21-ja-bitte aktiv.
Contra Stuttgart 21 - "Es spricht alles dagegen!" Ein Gastbeitrag von Gerhard Pfeifer.
Als Nicht-Baden-Württemberger stehe ich diesem diesem S 21 neutral gegenüber, aber nach der Lektüre der Pro/Contra Beiträge entsteht der Eindruck, dass Gerhard Pfeifer Contra die besseren Argumente auf seiner Seite hat
mögen das viele Deutsche lesen! Er spricht mir aus der Seele! Danke für diesen Bericht!
Dem ist nichts hinzuzufügen! Vielen Dank für den ehrlichen und kompetenten Beitrag! Wer kann dies nun den politischen Entscheidungsträgern klarmachen? Bei denen scheint das immer noch nicht angekommen zu sein! oder zu verfilzt? Ein Schelm,......
Sehr geehrter Herr Weber, Ihre Argumente klingen zwar schön, ist jedoch m.E. sehr schwammig. Von den neu entstehenden Wohnflächen werden aufgrund der Lage nur die Besserverdienenden profitieren. Die Anbindung von Flughafen und Messe ist sicherlich sinnvoll, könnte aber auch kostengünstiger mit einer einfachen S-Bahn-Anbindung realisiert werden. Das Arbeitsplatz-Argument, das immer gerne herangezogen wird, zählt nicht. Mit dem Argument könnte man nämlich alle Baumaßnahmen auf dieser Welt rechtfertigen - so unsinnig sie auch sein mögen. Letztlich steht jedoch ein schlagendes Argument Ihre Ausführungen gegenüber: Die Kosten! Sie stehen in keinem vertretbaren Verhältnis zum erhofften Nutzen. Zudem ist zweifelhaft, ob die bestehenden Parlamentsbeschlüsse überhaupt noch rechtmäßig sind, da sie nach heutigem Kenntnisstand auf einer völlig falschen Grundlage erfolgt sind. Kein schwäbischer Häuslebauer würde es akzeptieren, wenn ihm sein Bauunternehmen bei Beginn der Bauarbeiten eine vorläufige Endabrechnung präsentiert, die teilweise schon doppelt so hoch ist wie der ursprüngliche Kostenvoranschlag! Aber die Bürger in Stuttgart, Baden-Württemberg, ja in ganz Deutschland sollen diese Kröte schlucken. Das ist einfach nicht akzeptabel.
Hoch interessant, wie hier hier mit Weglassung und Falschinterpretation argumentiert wird. Ich sehe S 21 auch kritisch, aber die Argumentation hier ist schlicht Blödsinn! 282 Bäume werden gefällt- und 5000 !!! werden gepflanzt! Hallo! Und der Schlossgarten wird vergrößert, da finden letztendlich mehr Tiere und Pflanzen ein Auskommen als in den erwähnten Böschungen. Apropos: In Stuttgart werden jährlich 800 Bäume gefällt! Wo ist da der Protest?? Und dass man die Infrastruktur reduzieren kann ist doch ein Vorteil! Bei einem Durchgangsbahnhof sind keine 16 Gleise und kein Abstellbahnhof erforderlich- den es übrigens in Untertürkheim geben soll. Und die Umsteigezeiten bei einem 16-Gleis-Bf sollen kleiner sein als bei 8 Gleisen??? Und was das Geld angeht : klar waren die Beträge geschönt- aber wo war bitte der Protest gegen 400 Milliarden für die Banken und 100 Milliarden für Griechenland??? Ich finde es schade, dass man sich nicht die Mühe macht, sich mit dem Projekt zu beschäftigen, sondern einfach dagegen ist, um dagegen zu sein.... Man bremstd en Fortschritt überall: in Karlsruhe Stadtbahn, auf der Rheinstrecke und auch das Filstal will sich wehren gegen den Ausbau!
Mich würde interessieren, wie oft die Befürworter von S21 schon mit dem Zug nach Bratislava gefahren sind.
Wenn Sie es schaffen das die Bad Canstatter und den Untertürkheimern die am meisten von K21 betroffen sein werden als Zukunft zu verkaufen, dann Herr Pfeifer sind Sie richtig gut. Wenn diesen Leuten nämlich dann bewusst wird was mit K21 wirklich auf sie zu kommt, werden Sie die nächste Protestwelle in Stuttgart erleben.
Dazu kann man folgendes bemerken. Durch eine K21 Alternative sind ca. 350 bis zu 200 Jahre alte Platanen der Felix-Mendelsson-Bartholdy-Allee gefährdet sowie die Sportplätze und das Vereinsheim des SV Obertürkheim. Desweiteren werden die Bewohner des Neckartals und Leinfelden-Echterdingen durch zusätzlichen/erhöhten Bahnverkehr zusätzlich belastet. Folgt man den Zahlen des K21-Aktionsbündnisses und den Berechnungen von Vieregg Rössler die das S21 Gegnergutachten erstellt haben! so ergeben sich Kosten für die Alternative K21 von rund 7 Mrd. Euro plus Ausstiegskosten.
Diesere Herr sagt nicht die Wahrheit: Auch bei K21 sollen Flughafen, Messe und die Neubaustrecke nach Ulm an den Bahnhof angebunden werden. Wieviel Glaubwürdigkeit seinen restlichen, recht schwammigen, Argumenten beigemessen werden sollte kann man ja daraus ableiten. Wie rufen die Demonstranten in Stuttgart immer? Lügenpack
BUND = Blöd Unberechenbar Naiv und Dumm! Das Interview von diesem verbohrten Umweltaktivisten sagt alles. Offenkundig leidet Herr Pfeifer unter dem gleichnamigen Drüsenfieber. Wie kann man nur soviel Stuss von sich geben? K 21 statt S 21 - klingt alles sooo einfach. K 21 kostet also keinen Cent? Und was ist, wenn die Bürger der betroffenen Gemeinden auf die Barrikaden gehen? Soll es dann noch eine Volksabstimmung geben?
Ausgeschlafen? Was nützt es einen teuren Durchgangs- bahnhof zu schaffen, wenn sich wirtschaftlich gar nichts ändert? Im Gegenteil, sie roden aus scheinbarem Profit Bäume ab - der Neckar ist nicht weit weg. Schon mal darüber nachgedacht, was es kostet - Hochwasserschäden zu beseitigen? Aber darüber denken sie, Gruber und Anhang wohl erst nach, wenn der Gruber nicht mehr bei der Bahn ist, und das Hochwasser da ist. Ich weiß, daß dieses Thema anno 1997 schon diskutiert wurde - fragen sie mal Basismitarbeiter der DB...Von wegen mehr Arbeitsplätze....austräum...
Ich bin gegen Stuttgart 21. Mir geht es darum, dass wir Bürger zum Schluß die Zeche zahlen dürfen für ein Projekt, daß heute schon viel zu teuer ist und dessen Nutzen in keinerlei akzeptabler Relation zu den Kosten steht. Wie sagt Herr Grube? Er habe doch ein Baurecht! Meinetwegen! Aber dann hat er auch die verdammte Pflicht, keinen Euro mehr auszugeben als heute bewilligt. Und das ist schon viel zu viel. Und er darf nicht hinterher mit fadenscheinigen Begründungen wie: Wenn es nicht mal die Fachleute vorhersehen konnten! den Bürgern weitere Kosten aufdrücken. Denn eines sagt einem schon der gesunde Menschenverstand und die langjährige Erfahrung mit Bauten dieser Art. Für das genehmigte Geld ist Stuttgart 21 bei weitem nicht zu bauen. Die Fa. Alpine bekommt wahrscheinlich den Zuschlag für den Bau der Tunnel auf ein Angebot in Höhe von 800 Millionen Euro. Das ist 200 Millionen billiger als das nächstbeste Angebot. Wie blöde muß man eigentlich sein um zu glauben, die könnten es für 200 Millionen weniger. Die müssen die gleiche Menge Dreck mit den gleichen Maschinen wegschaffen, wie alle anderen Anbieter auch und die müssen auch die gleiche Menge Beton verbauen. Warum sollen die das 20 Prozent billiger können? Das wird am Ende deutlich mehr kosten als angeboten, weil natürlich Fehler in der Ausschreibung waren die werden bewußt reingemacht, um das Bauwerk in der Diskussionsphase günstiger erscheinen zu lassen und natürlich jede Menge unvorhersehbare Probleme aufgetaucht sind und auch jede Menge nachträglicher Änderungen, etc. Allen Befürwortern, speziell aber den Herren Grube, Schuster, Oettinger und Mappus sollte die Rente bis auf den Hartz IV Satz gekürzt werden, bevor auch nur ein weiterer Euro aus dem Staatssäckel genommen wird, um die Kostenüberschreitung bei diesem Bauwerk zu bezahlen.
Es spricht so viel dafür? Aber noch mehr dagegen!
Auf die Frage, wer der S21 Befürworter jemals nach Bratislava gefahren sei, muss ich anmerken, dass ich als Pendler mehrmals monatlich auf dem Weg von Mannheim nach München an dem alten und hässlichen Bahnhof samt seiner Gleisanlagen in Stuttgart vorbeikomme. Ich würde mich sehrwohl über eine Fahrzeitverkürzung freuen und es auch sehr begrüßen, wenn ich unter einer Stunde von Mannheim am Stuttgarter Flughafen oder an der Messe wäre und das ganz ohne umsteigen und bequem im komfortablen ICE und nicht in einer überfüllten S-Bahn. Zudem würden als kleiner Nebeneffekt die hässlichen Gleisanlagen verschwinden, was dem Image der Stadt und der Region als modern, sauber und ordentlich unterstreichen würde. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass die Protestler einfach zu viel Zeit und Geld haben sich stunden- und tagelang wegen ein paar Bäumen auf die Straße zu stellen. Müssten die Damen und Herren alle hart arbeiten, würde die Anzahl der Protestler rapide sinken.
3000 ausgewachsene Bäume auf diesem winzigen Areal zu pflanzen ist alleine rechnerisch genauso unmöglich, wie einen S21-Befürworter beim Bahnfahren zu treffen. Die Bäume müssten so eng nebeneinander stehen, dass man das nicht mehr Park nennen könnte. Jeden Meter n Baum...halt. Man nimmt Stuttgart, was es zu Stuttgart macht. Was es von anderen Städten unterscheidet. Und was es so einzigartig macht: Einen Park mitten in der Stadt.
Die Contra Argumente sind sehr schwammig um nicht zu sagen, die negativ Punkte werden schön umgangen. K21 geht voll zu Lasten der Anwohner. 2-gleisiger Ausbau der Gäubahn, 2 neue Gleise durch den Park ! oder neu alternativ ein Tunnel durch den Park - was bei S21 anscheinend nicht sein darf - und Zitat aus dem Buch S21 - Das Milliardengrab: Am Neckar sollen neben einem Ausbau des Bahnhofs in Cannstatt ebenfalls eine neue Trasse gebaut werden mit Brückenkonstuktionen, OHNE Lärmschutz, denn das wäre nicht notwendig. Die ICE sollen durch den Flughafen OHNE Halt, da 14Züge pro Gleis zu eng ist. Und am Ende fahren diese 14 Züge alle quer durch Leinfelden-Echterdingen. Letztendlich wird bei K21 auch mit 3,7Mrd. geschätzt....ohne Verbesserung.... wenn dann bitte korrekte Fakten....
Der Artikel von Herrn Pfeifer ist voller Halbwahrheiten, Polemik und purem Unfug. Ich empfehle allen, die hier vorschnell ein Urteil abgeben sich selbst ein Urteil zu bilden, statt einfach etwas nachzuplappern. Nach eingehender Recherche bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich wohl mindestens einige Semester Verkehrswissenschaften studieren müsste, um eine realistische Kosten-Nutzen-Abwägung zu S21 tätigen zu können. Recht schnell fällt jedoch bei einer gewissenhaften Laien-Recherche auf, dass das K21-Projekt in der Form welche Herr Pfeifer vertritt weit mehr und offensichtlichere Probleme mit sich bringt als S21. Recht informativ diesbezüglich ist bspw. der folgene Artikel: content.stuttgarter-nachrichten.de/.../080415_StN_Forum_S21_Publikationsfassung.pdf
Um die ganze Geschichte zu vereinfachen: Stuttgart ist wegen seiner topografischen Lage prädestiniert für einen Kopfbahnhof! Der Durchgangsbahnhof mit seinen 8 Gleisen und der Enge der Bahnsteige bringt keinen Vorteil. Selbst wenn Zeitvorteile im Durchgangsverkehr zu erzielen wären wären! rechtfertigen diese auf keinen Fall die hohen Kosten, die Risiken und die 15 Jahre schwersten Beeinträchtigungen für die Bürger!! Es handelt sich hier nur um eine gigantische Geldverschwendung zugunsten einiger Baulöwen und Spekulanten. Das alles wissen auch die Befürworter! Deshalb auch im wesentlichen Argumente wie Ideen verwirklichen, Menschen zusammenführen, Zukunftsfähig machen und das Neue Herz Europas Es geht um viel Geld - so oder so und nicht um eine Verbesserung im Bahnverkehr!
Stuttgart 21 - alle Macht den Demonstranten? Nein! Die Macht liegt bei den demokratisch gewählten Volksvertretern und nicht bei den Demonstranten. Das im Grundgesetz verankerte Recht zur Demonstration ist das Recht zur freien Meinungsäußerung und nicht das Recht zur APO. Es ist unverständlich, wie sich jetzt Menschen über demokratisch herbei geführten Beschlüssen empören. Noch unverständlicher ist es, wie sich einige Parteien und deren Politiker in Szene setzen und emotionale Stimmung gegen ein demokratisch legitimiertes Vorhaben initiieren. Haben diese Politiker über 15 Jahre in den Parlamenten geschlafen, als die Debatten „Pro und Kontra zu dem Projekt Stuttgart 21“ erfolgten oder ist das schon Wahlkampf für die anstehende Landtagswahl in BW? Sollte S21 wegen den Demos gestoppt werden, dann ist es zukünftig unmöglich Bauvorhaben in Deutschland durchzuführen. Letzt endlich gibt es bei jedem Bauvorhaben für und wider.