Politik
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Geiselnahme in Sydney: +++ n-tv.de beendet Liveticker +++

 

+++ 19:45 Polizei: Drei Tote bei Geiselnahme +++
Nach Angaben der Polizei starben bei der Geiselnahme insgesamt drei Menschen. Auch der Geiselnehmer sei tot. Vier Personen seien verletzt worden.

+++ 18:41 Polizei informiert über Ende der Geiselnahme +++
Die australische Polizei kündigt an, der Presse in Kürze Rede und Antwort zu stehen. Noch immer sind Fragen offen: Ist der Geiselnehmer tot? Gab es weitere Opfer? Konnten die Sprengsätze, die sich in dem Gebäude befunden haben sollen, entschärft werden?

+++ 18:14 Zweites Todesopfer wahrscheinlich Geisel +++
Bei dem zweiten Todesopfer soll es sich um eine weibliche Geisel handeln, die an den Folgen einer Schussverletzung starb. Auch hier gibt es noch keine offizielle Bestätigung.

+++ 17:30 Geiselnehmer offenbar unter den Toten +++
Australische Medien gehen davon aus, dass Man Haron Monis bei der Erstürmung des Cafés getötet wurde. Eine offizielle Bestätigung von Seiten der Polizei steht aber noch aus.

+++ 17:04 Bombenräumkommando betritt Café +++
In voller Montur betreten Sprengstoffexperten das gestürmte Café - sie suchen die zwei Bomben, mit deren Sprengung der Geiselnehmer zuvor gedroht hatte. Im Schlepptau haben die Polizisten einen Sprengstoffroboter.

+++ 16:51 Offenbar zwei Tote nach Stürmung +++ Unbestätigte Berichte sprechen von zwei Toten bei der Erstümung des Cafés, drei Personen sollen schwer verletzt auf dem Weg ins Krankenhaus sein. Indes erklärt die australische Polizei die Geiselnahme offiziell für beendet.

Geiseln flüchten kurz vor der Stürmung aus dem Café und werden von den Sicherheitskräften empfangen.
Geiseln flüchten kurz vor der Stürmung aus dem Café und werden von den Sicherheitskräften empfangen.(Foto: AP)

+++ 16:40 Mindestens zwei Verletzte nach Stürmung +++
Augenzeugen sprechen nach der Stürmung des Cafés von mindestens zwei Verletzten. Ob der Geiselnehmer selbst darunter ist, ist bislang nicht bekannt.

+++ 16:30 Polizei birgt Verletzte aus gestürmtem Café +++
Gut 16 Stunden nach dem Beginn der Geiselnahme stürmen Polizisten das Café - kurz darauf rollen Beamte Tragen mit Verletzten aus dem Gebäude.

+++ 16:15 Stürmt Polizei Café? +++
Unklare Lage in Sydney: Mehreren Berichten zufolge sind weitere Geiseln aus dem Café entkommen. Die Zahl schwankt zwischen drei und sechs. Darüber hinaus gibt es Berichte, denenzufolge die Polizei das Café gestürmt haben soll. Ein Sender spricht von Schüssen und Explosionen.

+++ 16:07 Monis predigt Frieden und nimmt Geiseln +++ Immer mehr Details dringen über die krude Vergangenheit des mutmaßlichen Täters an die Öffentlichkeit. Nach einer früheren Verurteilung präsentierte sich Monis als Friedensaktivist: "Wie ich schon mehrfach betont habe: 'Dieser Stift ist meine Waffe und diese Worte sind meine Kugeln - mit ihnen kämpfe ich gegen Unterdrückung und für den Frieden.'"

+++ 15:32 Täter mit verstörender Vergangenheit +++
Man Haron Monis ist in Australien alles andere als ein Unbekannter: Bereits vor fünf Jahren erlangte der Mann zweifelhafte Berühmtheit, als er den Familien von toten australischen Soldaten Hassbriefe schrieb, in denen er die Gefallenen als "Kindermörder" bezeichnete. Im März dieses Jahres wurde der selbsternannte Experte in "Astrologie, Numerologie und schwarzer Magie" wegen sexueller Nötigung in sieben Fällen angeklagt und zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

+++ 15:15 Geiselnehmer ist offenbar vorbestraft +++
Nach übereinstimmenden australischen Medienberichten bestätigt die Polizei die Identität des Geiselnehmers: Es handelt sich demnach um Man Haron Monis, einen vorbestraften iranischen Flüchtling, der sich in der Vergangenheit bereits wegen des Verfassens von Hassbriefen und wegen sexueller Belästigung verantworten musste.

Der Geiselnehmer, gefilmt aus den Büroräumen von "7 News".
Der Geiselnehmer, gefilmt aus den Büroräumen von "7 News".(Foto: dpa)

+++ 14:47 Identität des Täters bekannt +++
Die Polizei von Sydney kennt die Identität des Geiselnehmers, will sie aber aus Sicherheitsgründen vorläufig nicht bekanntgeben. Allerdings können die Mitarbeiter des Fernsehsenders "7 News" den 40 bis 50 Jahre alten Mann vom Fenster ihres Büros aus erkennen: Er trägt ein weißes Longsleeve unter einer schwarzen Weste, um seinen Kopf hat er ein Stoffband mit dem Wort "Mohammed" auf Arabisch geschlungen.

+++ 13:51 Polizei stellt sich auf lange Nacht ein +++
Kurz vor Mitternacht Ortszeit stellt sich die australische Polizei offenbar noch auf eine längere Dauer der Geiselnahme ein. Sie sei darauf eingestellt, auch in der Nacht mit dem Geiselnehmer zu verhandeln.

+++ 13:11 Gemeinsame Gebete in einer Moschee +++
Ein Imam, ein Rabbi und ein Priester beten in der Lakemba-Moschee gemeinsam für die Geiseln. Die Moschee ist eine der größten in Australien.

 

+++ 12:50 Islamexperte: "Es gibt immer mehr Einzeltäter" +++
Der Islamexperte Michael Lüders sieht "immer mehr Einzeltäter", die in verschiedenen Orten der Welt versuchten, ein Zeichen zu setzen. Einige desorientierte Muslime glaubten, sie könnten so ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit erlangen, sagt Lüders bei n-tv. "Das was jetzt in Sydney geschieht, kann jederzeit auch in Deutschland geschehen."

+++ 12:43 Ortmann: "Wir sind Ziel dieses islamistischen Terrors +++
Terrorismusexperte Michael Ortmann erwartet, dass es in Zukunft auch in Deutschland Anschläge geben wird: "Wir werden damit leben müssen", sagt er bei n-tv. "Wir sind Ziel dieses islamistischen Terrorismus und es wird auch noch eine Weile so bleiben."

+++ 12:21 Polizei mit Nachsichtgeräten +++
In Sydney ist es bereits dunkel, die Lichter im Lindt-Café sind aus. Wie "Channel 9" meldet, ist die Polizei mit Nachtsichtgeräten vor Ort.

+++ 12:05 Sender: Keine Kinder unter den Geiseln +++
Laut dem australischen "Channel 7" befinden sich unter den Geiseln keine Kinder. Reporter Chris Reason berichtet, er habe beobachten können, dass den Geiseln von Angestellten des Cafés Essen gebracht wurde.

Video

+++ 11:23 "Wasser auf die Mühlen von Abbott" +++
Islamexperte Michael Lüders sieht in der Geiselnahme nicht "die Handschrift einer professionellen Terrororganisation". Dazu sei das Verhalten des Täters zu ungewöhnlich, sagt Lüders bei n-tv. Er vermutet, dass die Geiselnahme nun "Wasser auf die Mühlen" von Premierminister Abbott sei, der bereits bekannt sei für seine harte Linie gegen den Terror. "Man darf davon ausgehen, dass die ohnehin schon scharfen Terrorgesetze weiter verschärft werden", so Lüders.

+++ 11:07 Twitter startet Kampagne gegen Islamophobie +++
Im Zuge der Geiselnahme kommt es zu antiislamischen Kommentaren in sozialen Netzwerken. Twitter versucht nun mit der Kampagne #illridewithyou dem entgegenzuwirken und Australier aufzufordern, Muslime auf dem Weg zur Arbeit mitzunehmen, damit sie sicher sind.

+++ 10:51 Experte: Täter wohl "einsamer Wolf" +++
Der Terrorismusexperte Adam Dolnik geht davon aus, dass es sich bei dem Geiselnehmer um einen "einsamen Wolf" handelt. Dieser scheine schlecht ausgebildet zu sein und wenig Verbindungen zu organisierten Terrorgruppen zu haben. Dolnik lehrt als Professor an der Universität Wollongong und berät die Polizei bei Verhandlungen mit Geiselnehmern. Er vermutet, dass die Polizei bei der derzeitigen Geiselnahme nun auf Zeit setzt.

+++ 10:24 Polizeichef: Sicherheit der Geiseln hat oberste Priorität +++
Der Polizeichef von New South Wales, Andrew Scipione, betont, dass es oberste Priorität der Polizei sei, die Geiseln sicher zu befreien. Er hoffe sehr, dass die Geiselnahme friedfertig ausgehe. Bislang sei offenbar keiner der Gefangenen verletzt. Details will Scipione derzeit nicht nennen. Zugleich bedankt er sich für die Unterstützung der Bevölkerung und bittet jeden, der Informationen hat, die nationale Sicherheitshotline anzurufen.

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+++ 10:11 Terrorismusexperte: "Eine Art Trittbrettfahrerschaft" +++
Der Terrorismusexperte Michael Ortmann vermutet hinter der Geiselnahme in Sydney "eine Art Trittbrettfahrerschaft". Extremisten könnten sich dafür rächen, dass Australien Teil der Allianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat sei und auch Luftangriffe fliege, sagt Ortmann bei n-tv. Das reiche für viele aus, um mit einer Politik "der 1000 Nadelstiche" gegen Australien vorzugehen.

+++ 9.50 Abbott lobt die Polizei +++
Premierminister Abbott erklärt, die Australier könnten "stolz sein" auf die Art und Weise, wie sich die Polizei und die Einwohner von Sydney während der Geiselnahme verhielten.  Angeblich befinden sich noch 13 Menschen in der Hand des Geiselnehmers.

+++ 9:33 Muslime verurteilen Geiselnahme +++
Die australische muslimische Gemeinde wendet sich mit scharfen Worten gegen die Geiselnahme. "Unsere Gedanken sind bei den Geiseln und ihren Angehörigen", heißt es in einer Stellungnahme. "Wir beten für ihre Sicherheit und hoffen, dass die Geiselnahme schnell und friedlich beendet wird." Zugleich verurteilt die Gemeinde "in die Irre geführte Einzelpersonen, die niemanden außer sich selbst repräsentieren". "Solche Aktionen werden im Islam verurteilt", teilt der Großmufti Australiens Ibrahim Abu Mohamed mit. Der Vorsitzende der libanesischen Muslime, Samier Dandan, sagt im Rundfunk: "Wenn die muslimische Gemeinde irgendetwas tun kann - wir sind bereit."

+++ 9:14 Täter fordert IS-Flagge +++
Geiseln melden sich telefonisch bei australischen Fernsehsendern und übermitteln die Forderungen des Geiselnehmers. Demnach verlangt er, dass ihm die Flagge der Terrorgruppe Islamischer Staat gebracht werde. Außerdem will er mit Premierminister Abbott sprechen. Dem Fernsehsender "Ten" sagt er zudem, dass er vier Bomben deponiert habe - zwei im Café, zwei an anderer Stelle im Geschäftsviertel von Sydney.

+++ 8:41 Forderungen des Geiselnehmers gepostet +++
Einige Geiseln posten Polizeiangaben zufolge Forderungen des Täters in Online-Netzwerken.

Bilderserie

+++ 8:24 Uber erhöht Tarife drastisch +++
Das Fahrdienstunternehmen Uber erhöht nach der Geiselnahme in Sydney seine Preise in der Metropole drastisch. Kunden berichten, für Fahrten aus der Innenstadt zum Flughafen, die normalerweise 60 Australische Dollar (40 Euro) kosten, hätten die Uber-Fahrer plötzlich 185 Dollar (122 Euro) verlangt. Twitter-Nutzer bezeichneten es als "Schande" und "armselig", dass Uber aus der Geiselnahme Kapital schlagen wollte. Erst mit dem aufziehenden Shitstorm rudert das Unternehmen zurück: Plötzlich bietet es an, Menschen aus dem Stadtzentrum "kostenlos sicher nach Hause zu bringen".

+++ 7:47 Weitere Geiseln entkommen +++
Weiteren Geiseln gelingt die Flucht aus dem Café in Sydney. Bei ihnen handelt es sich um zwei Frauen. Es ist unklar, ob sie fliehen konnten oder freigelassen wurden. Eine der insgesamt fünf freigekommenen Geiseln wird in einem Krankenhaus behandelt.

+++ 6:26 Polizei in Kontakt mit Geiselnehmer +++
Eine Polizeisprecherin sagt vor Journalisten, bislang sei niemand verletzt worden. Die Polizei stehe mit dem bewaffneten Geiselnehmer in Kontakt, noch sei das Motiv des Mannes aber unklar.

+++ 5:59 Drei Männern gelingt Flucht +++
Mehrere Geiseln kommen offenbar aus dem abgeriegelten Café in Sydney frei. Live-Aufnahmen des australischen Fernsehsenders Channel 7 zeigen, wie drei Männer aus dem Café im zentralen Geschäftsviertel rennen. Zugleich ist zu sehen, wie die bewaffnete Polizei auf die Tür des Lokals vorrückt.

+++ 4:55 Geiselnehmer handelt allein +++
Bei dem Drahtzieher der Geiselnahme in einem Café in der australischen Metropole Sydney handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen einzelnen Bewaffneten. Der Mann habe eine "unbekannte Anzahl von Geiseln" in seiner Gewalt, sagt der Polizeichef des Staates New South Wales, Andrew Scipione. Bislang sei es noch nicht gelungen, Kontakt zu dem Geiselnehmer aufzunehmen, fügt er hinzu. Die Polizei tue aber alles dafür, um die Geiselnahme friedlich zu beenden.

+++ 3:08 Abott: Anzeichen für politisches Motiv +++
Australiens Ministerpräsident Abbott sieht Anzeichen für ein politisches Motiv hinter der Geiselnahme in einem Café in Sydney. Der genaue Hintergrund sei zwar noch unklar, sagt Abbott in einer kurzen Ansprache in Canberra. Es gebe aber Hinweise, dass es sich um eine politische Tat handele. Der Regierungschef ruft die Australier zur Ruhe auf. Auch wenn er die Sorgen der Bevölkerung verstehen könne, sollten alle normal zur Arbeit gehen.

+++ 2:20 Fernsehsender zeigen Geiselnehmer +++
Fernsehsender zeigen Aufnahmen eines Geiselnehmers, der vermutlich mehr als ein Dutzend Menschen in einem Café in Sydney festhält. Auf dem Video ist ein Mann mittleren Alters mit grauem Bart und einem Kopftuch zu sehen, auf dem offenbar arabische Schriftzeichen stehen. Der Mann trägt einen schwarzen Rucksack.

+++ 2:00 Oper evakuiert +++
In Sydney wird örtlichen Medienberichten zufolge das Opernhaus evakuiert. Eine Sprecherin der Polizei des Bundesstaats New South Wales sagt dazu, derzeit laufe wegen eines "Vorfalls" ein Einsatz in dem berühmten Gebäude.

+++ 1:56 Abbott sehr besorgt +++
Australiens Ministerpräsident Abbott bezeichnet die mutmaßliche Geiselnahme in einem Café in Sydney als "sehr besorgniserregend". "Alle Australier können versichert sein, dass Polizei und Sicherheitskräfte gut ausgebildet und ausgestattet sind, um darauf zu reagieren", erklärt Abbott. Der nationale Sicherheitsrat sei bereits zusammengetreten.

+++ 1:17 Islamistische Flagge hochgehalten +++
Nach Angaben von Augenzeugen wird an dem Fenster des Cafés, in dem sich die Geiselnahme befindet, eine schwarze islamische Flagge hochgehalten. Offenbar halten sich rund 20 Menschen in dem Café auf. Die Polizei bestätigt lediglich, dass derzeit ein Einsatz laufe, äußert sich aber nicht zu Einzelheiten.

+++0:58 Geiselnahme in Café in Sydney +++
In einem Café im Zentrum der australischen Metropole Sydney gibt es am Morgen eine Geiselnahme. Der Platz im Geschäftsviertel der Stadt, an dem sich das Café befindet, wird weiträumig abgesperrt.

Quelle: n-tv.de

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