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Warten auf den "Storch": Nicht alle Paare sind gewollt kinderlos.(Foto: picture alliance / dpa)
Dienstag, 14. Februar 20122012-02-14 14:47:35
von Manfred Bleskin
Der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz ist bekannt für seine Sprunghaftigkeit. Nach der Schnapsidee mit dem Verkauf griechischer Inseln zur Überwindung der Finanzkrise und einem höheren Kassenbeitrag für Dicke, lässt der 36-Jährige jetzt einen neuen Versuchsballon in die Luft. Eine Luftnummer.Es ist nicht das erste Mal, dass der sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz mit einem aberwitzigen Vorschlag an die Öffentlichkeit tritt. Erst empfahl er Griechenland zur Überwindung der Schuldenkrise, ein paar Inseln zu verkaufen. Dann sollten Übergewichtige einen höheren Beitrag in die Krankenkasse einzahlen, weil sie deren Etat mehr belasteten als Twiggy & Co. Und jetzt die Idee, Kinderlose mit einer Art Soli stärker zur Kasse zu bitten als Familien mit Kindern.
Der Hinweis, Menschen ohne Kinder profitierten von den Zahlungen der Familien mit Kindern, stimmt. Doch wie Fettleibigkeit bei dem folgenlos gebliebenen Vorstoß mit den Dicken krankheitsbedingt sein kann, so kann eben auch Kinderlosigkeit medizinische Ursachen haben. Wie will der Mann, der sich "Volljurist" nennt, herausfinden, woran es bei dem Einen oder der Anderen liegt? Durch Zwangsuntersuchungen? Da sei dem Volksvertreter die Lektüre des Grundgesetzes anempfohlen.
Als es darum ging, den Arbeitgeberanteil an der gesetzlichen Krankenversicherung bei 7,3 Prozent festzuschreiben, hat der junge Wilde brav dafür gestimmt. Die Kostensteigerung im Gesundheitswesen einseitig den Arbeitnehmern aufzubürden, hält Wanderwitz mithin für gerecht. Es ist gut, dass Bundesfamilienministerin Kristina Schröder, die wie Wanderwitz zur Gruppe der Jungen CDU/CSU-Abgeordneten zählt, den Vorschlag zurückgewiesen hat. Sie sollte standhaft bleiben, denn in der eigenen wie in der bayerischen Schwesterpartei gibt es Stimmen, die Wanderwitz unterstützen.
Wenn demographische Pyramiden standfest gemacht werden sollen, dann durch finanzielle Anreize für Menschen mit Kindern, auch und gerade für Alleinerziehende, die sich mit Ach und Krach gegen den Absturz in Hartz IV wehren und schlussendlich häufig genug durchs soziale Netz fallen. Warum eigentlich werden Beamte und Abgeordnete nicht in die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen einbezogen. Hier können Reserven mobilisiert werden, gegen welche die Wanderwitzschen Kinderlosensteuern Peanuts sind. Und schließlich: Warum eigentlich steigen die Kosten für die Gesundheit von Jahr zu Jahr? Alle Regulierungsansätze blieben halbherzig. Sehr wahrscheinlich werden die Verantwortlichen wie im Fall der Finanzkrise erst dann aufwachen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Hier könnten Milliarden eingespart werden.
Es bleibt zu hoffen, dass Wanderwitz als Mitglied der Deutsch-Portugiesischen Parlamentarier-Gruppe der Regierung in Lissabon nach der Herabstufung der Bonität des Landes durch Moody’s nicht rät, die Kapverdischen Inseln zu verhökern. Die ehemalige portugiesische Kolonie ist nämlich seit 1975 unabhängig.
Manfred Bleskin kommentiert seit 1993 das politische Geschehen für n-tv. Er war zudem Gastgeber und Moderator verschiedener Sendungen. Seit 2008 ist er Redaktionsmitglied in unserem Hauptstadtstudio in Berlin.
Quelle: n-tv.de
Ich finde die Grundidee nicht aberwitzig... Auch wenn jemand Kinder kriegen möchte, aber nicht kann hat er die Kosten der Erziehung nicht zu tragen... Man könnte auch stattdessen den Steuervorteil bei Eheleuten an Nachwuchs binden... Somit wäre keine neue Steuer nötig...
Ich finde die Idee sehr gut da dann mit diesem Geld Therapieplätze in geschlossenen Anstalten für hirnlose Politiker finanziert werden könnten
Bin selbst mittlerweile Urgroßvater,zwar mit 65 ein relativ junger, aber was heute an politischer KLASSE heran wächst,sich Volljurist VOLLPFOSTENnennt und mit 25 Jahren ohne eine eigene Leistungsbilanz zum Wohle der Gesellschaft,irgend ein Geschwafel von sich gibt lässt mich mit Blick in die Zukunft schaudern.
Dieser 25-jährige Herr Wanderwitz sollte erst mal selbst was auf die Beine stellen! Wie wäre es, wenn alle Politiker die gleichen Sozialleistungen abzuführen haben wie Otto-Normalverbraucher, der Pensionsanspruch erst nach 15 besteht und die Pensionen auf Normalmass gesenkt werden. Dann wären die Herren an der Basis und Geld kommt auch noch in die Kassen.
Schöner Kommentar Herr Bleskin! Lese sehr gerne mehr von Ihnen. Leider hat n-tv für Kommetare ja auch so ein paar Wanderwitze in den eigenen Reihen...
Dann will ich aber auch, dass Alkoholkonsumenten, Hundehalter, Rentner, Fallschirmspringer, Bunjeejumper, Skifahrer, Sportwagenbesitzer und Jogger eine Extraabgabe entrichten müssen .... wenn man mal so drüber nachdenkt, wäre es nicht einfacher, ALLE mit einer Extra-Abgabe zu belasten ? Irgendeinen Makel hat doch jeder ausgenommen Abgeordnete und Volljuristen
Völlig hirnrissig der Wanderwitz. Viele Kinder -hohe Belastung der Kassen während des Aufwachsens, hoher Zuwachs späterer Arbeitsloser. Keine Kinder -keine Belastung der Kassen durch selbige, keine späteren Arbeitslose. Also muss das Pferd umgekehrt aufgezäumt werden. Viele Kinder = höhere Beträge zur Arbeitslosenversicherung veranschlagen und durch häufige Kinderkrankeiten hohe Kassenbelastung, also auch hier höhere Beiträge für Kinderreiche. Und dann bitteschön zukünftig Schulbücher nicht mehr vom Staat bezahlen lassen. Das gab es zu meiner Schulzeit auch nicht. Auch wird mit Kindergeld gegenüber früher rumgeaast - wieder kürzen. Gab es zu meiner Kinderzeit auch nicht....und und und - Ja und wieso wurde überhaupt die gleichhohe Beteiligung bei den Krankenkassenbeiträgen zwischen AG und AN abgeschafft und der AN zahlt höheren Anteil...dazu muss er auch laufend mehr zahlen für ärztliche Versorgung und erhält immer weniger Leistung. Keine Brillenzulagen mehr, kein Sterbegeld mehr, 10 EUR-Quartalszahlungen, Medikamentenzuzahlung immer höher, obwohl man zweitklassige Medikamente akzeptieren muss...und und und...bittet doch erst mal die Beamten um Mitbezahlung...und vor allem ändert das Pensionssystem für politsch kurzfristig Tätige. Der Anspruch auf Pension muss ans Rentensystem angepaßt werden und nicht nach vier Jahren Blindflug in der Politik schon Anspruch auf Pensionen bzw. Renten erwerben wofür Otto Normalverbraucher 40 Jahre ARBEITEN muss...und..und...Man schau sich doch nur mal Noch-Bundespräsident Wulff an...kassiert von jetzt auf ewig EUR 200.000,00 im Jahr für Lustreisen und dafür, daß ein zugeteilter Personalstamm ihm alle Arbeit abnimmt, außer fertige Manuskripte vorzulesen und sich kostenloser Verköstigung allerorten hinzugeben...nee, nee...armes Deutschland...wohin wird Merkel und Konsorten dich noch führen?
Klientelpolitik und Reformunfähigkeit sind ein weit verbreitetes Übel heutzutage. Das hilft uns aber nicht weiter, Herr Bleskin. Es wäre nur gerecht, wenn Kinderlose aus welchen Grund auch immer genauso belastet werden würden, wie Familien mit Kindern. Das eingenommene Geld können wir ja dann für die folgenden Punkte einsetzen: - ungewollt Kinderlose mit Kinderwunsch zu unterstützen, - Berufstätige mit Kindern steuerlich entlasten. Schließlich brauchen wir vor allem Kinder von Leistungsträgern! Sie sollen mal sehen, wie dann der Kinderwunsch bei vielen wächst! Völlig daneben ist es natürlich, das eingenommene Geld zweckentfremdet einzusetzen soll ja schon vorgekommen sein...;- . Und warum sollen Fettleibige und Raucher nicht höhere Krankenkassenbeiträge bezahlen? Ich habe bis jetzt noch keinen kennengelernt, der zum Essen oder Rauchen gezwungen wurde. Aus den höheren Beiträgen könnte man ja dann für die krankhafte Fettleibigkeit Therapiemöglichkeiten anbieten! Aber es ist eine krankhafte Welt: Nicht der Nichtraucher wird geschützt, sondern das Recht des Rauchers wird höher als die Gesundheit des Nichtrauchers bewertet. Solche Spaßeinlagen sorgen für Resignation der vernünftig denkenden Menschen. Sehen Sie sich nur mal die Wahlbeteiligungen an, das spricht Bände....
keine Kinder = erheblich weniger Ausgaben = viel mehr verfügbares Einkommen für den persönlichen Lebensstandard. Was soll daran aberwitzig sein wenn man von Menschen einen Solidarbetrag einhebt wenn sie die finanziellen Belastungen, die der Nachwuchs mit sich bringt, nicht tragen müssen? Aus meiner Sicht wäre das nicht nur fair sondern längst überfällig! Das Argument, dass sich viele die Kinderlosigkeit nicht ausgesucht haben, geht klar am Thema vorbei. Das mag ein persönlicher Schicksalsschlag sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass diesen Menschen 100 ihres Einkommens für den persönlichen Bedarf bleibt.
Ich finde den Vorschlag auch wenn er natürlich nicht eintrifft gar nicht schlecht. Bewußte Kinderlosigkeit muss finanziell bestraft werden. Die medizinische Indikation muss eben sensibel gehandelt werden. Darüber aber sollen sich die Gelehrten die Köpfe zerberechen. Zuletzt sei gesagt, dass der Verzicht auf Freiheit -und so ist das mit Kindern- trotz aller Freude honriert werden muss. Ehrlich gesagt komm ich mir ein wenig -salopp ausgedrückt- verarscht vor wenn ich für meine Kinder 2 und 4 Jahre 19 Mwst. bezahle während kinderlose Hundebesitzer 7 Mwst auf Hundefutter berappen müssen. Nur als Beispiel. Eltern und das ist eben mal Fakt werden in diesem Staat schamlos abgezockt. Ich erinnere: Nahrung, Kleider, Kindergartengebühr, Schulkosten Ausbildugskosten ganz zu schweigen vom Lohnausfall und zu guterletzt die schlaflosen Nächte, die man als Vater/Mutter von 0 bis 20 Jahre mitmachen muss. Letztlich unbezahlbar.
Ich kann mich dem Gedankengang meines Vorposters überhaupt nicht anschließen. Selbst der Grundgedanke ist witzlos! Aber anstatt die unpopulären Themen anzugehen, an denen man sich politisch die Finger verbrennt, tritt Herr Wanderwitz die in der Vervassung verankterten Grundgesetze mit Füssen! Wer soll bitteschön kontrollieren, ob jemand Kinder hat/haben kann bei all den Alleinerziehenden im Land? Wie hoch muss die Abgabe sein damit der Prüffapparat zur Feststellung der Kinderlosigkeit diese nicht zur Nullnummer macht? Muss ich dann im Internet nach bereitwilligen Alleinerziehenden suchen, damit ich nicht die Keine-Kinder-Strafe zahlen muss? Das ganze Thema ist würdelos und ich hoffe, dass mir bei tatsächlicher Gesetzesvorlage die Verfassungsrichter dahingehend Recht geben! Ein anderer Ansatz wäre doch Extrasteuer für Verhütungsmittel anzusetzen, doch halt: da käme dann wieder das kritische Thema AIDS auf den Tisch. Wenn ich mich ernsthaft dafür rechtfertigen müsste kinderlos, ungesund oder anderes zu sein, frage ich mich wirklich wie weit unsere Gesellschaft seit dem schrecklichen dritten Reich gekommen ist. Gehts noch?
In diesem Zusammenhang hört man jetzt bestimmt wieder das Argument der doppelten Bestrafung. Es ist aber keine Strafe keine Kinder zu haben, sondern - gewolltes oder ungewolltes - persönliches Schicksal. Meine zwei Kinder sind auch keine Belohnung für irgendetwas, sondern persönliches Glück - und was für eins ! Aber es ist nunmal so, daß die Pechvögel später die Kinder der Glückspilze in unseren auf dem Umlageverfahren basierenden Sozialsystemen nutzen. Angesichts deren Zukunft stellt sich gar nicht die Frage, ob wir uns einen vermeintlichen Mitleidsbonus leisten können. Mit weiteren finanziellen Anreizen wird man der Kinderlosigkeit ganz bestimmt nicht beikommen.
Der Mann macht seinem Namen alle Ehre. - Ich wäre gerne bereit, meinen Anteil zu geben, um Herrn Wanderwitz ein Starter-Set von Märklin zu spendieren. Damit könnte er dann mal einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen.
Mich würde interessieren was hinter den polemischen Äußerungen der Berichterstatter steckt. Man liest von Zwangsvermehrungssteuer, ZwangsuntersuchungDiskriminierung etc. Ich frage mich ob diese Worte so auch von Herrn Wanderwitz verwendet wurden oder nur dazu dienen sollen die breite Öffentlichkeit zu polarisieren. Eins sollte klar sein. Die Deutschen haben zu wenig Kinder. Die Politik muss handeln. Ob durch finanzielle Anreize, ob durch Anerkennung der Kindererziehung durch erhöhte Rentenbeiträge heutzutage werden Eltern welche ihren Erziehungsauftrag daheim wahr nehmen diskriminiert! sollte diskutiert werden. Kurz und gut ich bin kein Freund von Polemik. Sie verfälscht, manipuliert und verhindert eine fruchtbare Diskussion. Wer weiß vllt wird sie auch in diesem Forum berechnend eingesetzt??
Das gesamte System der Gesundheitsvorsorge ist zum Beraubungssystem verkommen. Die Ursache: Vor fast fünf Jahrzehnten wurde mit der selbstbegünstigenden Entscheidung des Verf-Gerichtes zur Vereinbarkeit von Amt und Mandat die Demokratie und der Rechtsstaat ermordet. Alle Probleme, von denen wir täglich lesen, können nur mit einer Demokratie-Bewegung gelöst werden. Frage: Warum ermittelt der Verf.-Schutz nicht gegen jene, die für weniger Demokratie wagen eintreten. Auch so, die gehören ja zu den C-Parteien.
Das gesamte System der Gesundheitsvorsorge ist zum Beraubungssystem verkommen. Die Ursache: Vor fast fünf Jahrzehnten wurde mit der selbstbegünstigenden Entscheidung des Verf-Gerichtes zur Vereinbarkeit von Amt und Mandat die Demokratie und der Rechtsstaat ermordet. Alle Probleme, von denen wir täglich lesen, können nur mit einer Demokratie-Bewegung gelöst werden. Frage: Warum ermittelt der Verf.-Schutz nicht gegen jene, die für weniger Demokratie wagen eintreten. Auch so, die gehören ja zu den C-Parteien.
Im GKV-System sind jetzt schon Kinder und Ehegatten kostenlos mitversichert - mitfinanziert durch Kinderlose. In der privaten KV gibt es diese kostenlose Familienversicherung nicht, da wird für jeden Versicherten ein eigener Beitrag erhoben. Zudem gilt in der GKV die Beitragsbemessungsgrenze, die bei ca. 3.700 EUR mtl liegt. So kommen selbst Spitzenverdiener mit 12.000 EUR Monatsbrutto die sich durchaus oft freiwillig in der GKV versichern in den Genuss der kostenfreien Familienversicherung für die Ehefrau, die es nicht nötig hat, arbeiten zu gehen. Ein Doppelverdienerehepaar mit insgesamt 4.000 EUR Monatsbrutto zahlt so mehr Beiträge zur GKV, als das Ehepaar mit einem Verdiener, das dreimal soviel verdient. Hier könnte ein man über einen Zuschlag nachdenken, z.B. über eine Erhöhung der Bemessungsgrenze auf den Arbeitnehmeranteil für Gutverdiener mit kostenfrei versicherten Familienangehörigen.
Auch ich finde grundsätzliche Gedanken in diese Richtung nicht abwegig. Nur würde ich das in der Rente widerspiegeln, z.B. pro Kind 500 Euro Rente mehr, denn kinderlose, unabhängig ob gewollt oder nicht, haben wesentlich bessere Aussichten und Möglichkeiten sich privat mehr zurückzulegen. Außerdem ist das Rentensystem ein Generationenvertrag der bei ausbleibenden Kindern nicht funtioniert. Aber solche Ideen haben Politiker sicher nicht, denn Rentner sind nunmal die treuesten CDU Wähler....
Spitzen Idee! Ich bin zusätzlich dafür, Geringverdienern eine Sonderabgabe aufzubrummen, schließlich zahlen die absolut betrachtet viel zu wenig Einkommenssteuer!
Wanderwitz... Das sagt doch alles ...
Die Idee von den jungen Abgeordneten der Union ist gut. Da brauchen wir keinen aberwitzigen Kommentar von Herrn Bleskin dazu. Nur sollte das Geld angespart werden für spätere Rentenzahlungen/Sozialkosten. Die Kinderlosen tragen ja derzeit für die Zukunft nicht so viel bei da die Rente per Generationenvertrag heute bezahlt wird, wogegen die Kinder der heutigen Eltern später wohl nicht nur ihren Eltern gegenüber solidarisch sein sollen... Auch der Inselverkauf der Griechen sollte ernsthaft diskutiert werden. Jeder andere zahlungsunfähige Schuldner muß doch auch sein Hab und Gut veräußern. Mir fielen paar für die Vewrwaltung geeignete Staaten ein, was der dortigen Bevölkerung auch nutzen würde.
Ich finde es sehr bedenklich das solche Politiker auch noch von Vaterstaat dafür bezahlt werden, das sie ihre Zeit dafür missbrauchen so ein Gedankengut in die Welt zu lassen.
Einer der schlechtesten Kommentare von Bleskin. Früher sollte Journalismus mal sachlich sein, auch gegen die öffentliche Meinung. Stattdessen wird durch den Kommentar versucht Wut zu schüren. Bleskin sollte in Rente gehen. Grundsätzlich ist auch der Unterschied zwischen höheren Steuern für Kinderlose oder Hilfen für Familien nicht gegeben. Denn familienfreundliche Aktionen tragen über Steuern auch alle, aber kinderlose profitieren nicht davon. Und das Kindergeld nennt auch niemand einen Angriff auf die Selstbestimmung. Eine zusätzliche Steuer würde dagegen den Menschen eher bewusst machen, dass keine Kinder zu haben nicht nur bedeutet, sein Leben frei gestalten zu können, sondern dass man dadurch auf Kosten derer im Alter lebt die Kinder haben. Mütter mit Kindern haben dabei einerseits selbst weniger Chancen auf dem Arbeitsmarkt, deshalb geringeres oder kein eigenes Einkommen, dementsprechend keine oder weniger Rente, während Doppelverdiener ihr Leben geniessen können. Und schliesslich: Man sollte die Diskussion um dei Sozialsysteme die Junge Leute brauchen trotzdem ein stück weit davon trennen, das der Staat kinderfreundlicher sein soll. Was ist es für Kinderfreundlichkeit wenn Kinder nur aus finanziellen Erwägungen gewollt sind, weil sonst der LAden auseinander fliegt? Das ist mir viel zu zynisch die Liebe zu Kindern und die staatlichen Zwänge stillschweigend gleichzusetzen.
Sehr geehrter Herr Bleskin, so einen Schwachsinnn wie Ihren Zwischenruf habe ich noch nie gelesen. Ich halte zwar die Wanderwitz‘ aberwitzige Ideen auch nicht für gut, aber Ihre Bemerkungen über die Bebachteiligung von Familien mit Kindern in Deutschland ist wirklich von der besonderen Art. Ersparen Sie sich in Zukunft solche zwischenrufe
Diese dicklichen Jungen Union-Fuzzis, die mit 20 schon so aussehen wie ihre Väter mit 50 und dabei so denken wie ihre Großväter mit 80, versuchen inzwischen offenbar alles, um endlich selbst mal zum Stich zu kommen. Jetzt wollen sie nach der Herdprämie auch noch eine Karnickelprämie bzw. eine Enthaltsamkeitsteuer einführen. Hat Herr Wanderwitz eigentlich mal seine Frau oder Freundin gefragt, was sie von der Idee hält? Schließlich müsste sie die Kinder ja für seine Steuervorteil austragen. Was haben diese Konservativen eigentlich immer für eine Angst, dass die Deutschen aussterben könnten? Haben wir auf der Welt nicht ein viel größeres Problem mit der Überbevölkerung? Und kann man gerade auf uns Deutsche nicht auch gut verzichten? Immerhin haben wir schon zwei Weltkriege angefangen... Nein, Herr Wanderwitz denkt in die völlig falsche Richtung. Wir brauchen keine Pimperprämie sondern eher das genaue Gegenteil. Weniger Kinder bedeutet weniger Kosten für Kindergärten, Schule und Universitäten. Der Immobilienmarkt würde sich entspannen, die Zahl der Staus würde abnehmen, die Umweltbelastungen zurückgehen, der Klimawandel könnte endlich gestoppt werden. Im Übrigen scheint der engagierte Hinterbänkler zu übersehen, dass im deutschen Steuerrecht Unverheiratete und Kinderlose ohnehin bereits schlechter gestellt sind. Bei so wenig Weitsicht und sozialer Kompetenz sollte man eigentlich hoffen, dass sich Menschen wie Herr Wanderwitz nicht so häufig vermehren. Dafür würde ich auch eine Prämie zahlen!
Es sind ja nicht nur die Kosten für die Aufzucht der Kinder, die Kinderlose nicht zu tragen haben. Je nach Einkommen und die Grenze ist sehr, sehr niedrig müssen sich Eltern unter Umständen auch noch ein kleines Vermögen für die Studiumsfinanzierung ihrer Kinder vom Munde absparen. Und davon sehen sie persönlich keinen Pfennig wieder, obwohl der einzige Nutznießer eines teuren Studiums das Kind selbst und die gesamte Gesellschaft sind. Auch aus diesem Grund ist Herrn Wanderwitzens Vorschlag nur zuzustimmen. Hier muss endlich für Chancengleichheit gesorgt werden - und zwar für die Eltern!
So neu ist die Idee von Herrn Wanderwitz garnicht. Der Vordenker des sogenannten Generationenvertrages, Herr Wilfrid Schreiber, hatte diese Idee bereits 1957! Sie ist Teil seines Entwurfes und wer sich diesen einmal genauer durchliest wird feststellen, das Ihm bereits damals einige unserer heutigen Probleme klar waren. Fair ist das heutige System spätestens für unsere Kinder jedenfalls nichtmehr.
Anstatt die Idee mit z.T. polemischen Argumenten zu untergraben, sollte man sich ernsthaft damit auseinandersetzen. Leider habe ich bisher kein einziges sachliches Gegenargument lesen können.
Wanderwitz, allein der Name scheint Programm zu sein. Doch dafür kann er ja nichts. Doch reiht sich dieses Bübchen in die Reihe, von Mißfelder, auch CDU, ein. Sie machen sich einen Namen mit Wanderwitzen und haben tatsächlich in der CDU ihre Chancen. Klare Sache für mich zu verhindern, von denen regiert zu werden.
Interessant finde ich, wie viele ohne Kenntnis der Sachlage tatsächlich glauben, das der Wander-Witz wahr ist. Ich zahle ohne Ehegattensplitting, ohne Kinderfreibeträge, ohne Kindergeld und ähnliche Zuschüsse jährlich über 50.000 € Steuern, zahle damit durchschnittlich den Lebensunterhalt für einen vierköpfigen Hartz4 Haushalt. Das ist Fakt! Wenn ich höre, dass wir Kinderlosen angeblich das Geld für uns behalten, während es die Eltern für die Kinder ausgeben müssen, ist dies einfach sachlich falsch und billige Polemik. Im direkten Vergleich mit meinem Bruder zahle ich 2.000 € im Monat mehr bei gleichem Einkommen. Das sind 24.000 € im Jahr. Auf 18 Jahre gerechnet: 432.000 €! Also, das Geld für Kinder gebe ich auch aus, nur nicht für die Eigenen, sondern für Fremde! Aber wie schlimm ist es um die Demokratie bestellt, wenn Politiker sogenannter Volksparteien Strafzahlungen für andere fordern, die nicht den eigenen Lebensentwurf leben? Der Demokrat des Wander Witz wollte ja auch schon Dicke bestrafen. Das scheint sein Ding zu sein: Strafen, bis alle genau so leben, wie es dem Herrn gefällt. Hoffentlich kommt der nicht wieder in den Bundestag, dann muss er mal anfangen, zu arbeiten.
Wenn das stimmt, bleiben Fragen? Ab welchem Alter wird die Steuer fällig? Frauen ab 12 Jahre, weil sie noch keine Kinder haben? Alle ab 18 ohne Kind. Kann man als Mann Frauen aus vergangenen Beziehungen verklagen, wenn diese damals noch keine Kinder wollten? Oder alle ab den Wechseljahren? Da hier aber schon wieder der soziale Abstieg droht, kann das auch gleich der Staat übernehmen. Ich denke Herr Wanderwitz versucht sich neben Filtertüte und Teebeutel als sächsischer Markenartikel zu profilieren.
Zu den wirkungsvollsten, aber auch bösartigsten Methoden totalitärer Politik gehört es, die Menschen GEGENeinander aufzuhetzen.Früher mal Autofahrer gegen Nicht-Autofahrer; noch früher -faule- Juden gegen -fleißige- Arier; Raucher gegen Nicht-Raucher; Gesunde gegen Kranke; ihrer Arbeitsmöglichkeit Beraubte gegen Noch-Arbeitsplatz-Besitzer; einfache=anständige Menschen gegen nichteinfache-unanständige Menschen. Lasst uns aufhören diese gefährliche Spiel mitzumachen.
Vielleicht sollte man mal dem Nachwuchs der CDU und einigen Leuten hier unser Steuersysem erklären. Da werden über den Kinderfreibetrag bereits jetzt Kinderlose durchaus höher besteuert. Zudem gibt es Kindergeld und andere Vergünstigungen. Ob das momentan fair ist, kann man diskutieren. Wozu aber gleich eine neue Steuer fordern, unser Steuersystem noch komplizierter machen und den Verwaltungsapperat weiter aufblähen? Das ist entweder Populismus oder simple Ahnungslosigkeit.
Ich habe drei Kinder. Und ich würde niemals einen meiner Jungs eintauschen, für nichts in der Welt. Klar, ohne Kinder hätte ich mehr Geld für andere Dinge. So finanziere ich Kinderzimmer statt Penthouse-Wohnung, Familienkutsche statt offenem Zweisitzer, und demnächst Studium statt Südseekreuzfahrt. Meine kinderlosen KollegInnen freuen sich auf Penthouse-Wohnungen, Sportflitzer und Kreuzfahrt. Ich freue mich dafür jetzt schon auf Enkelkinder. Meine Kinder sind spannender, aufregender, lustiger und erfüllender als alles andere. Und ich habe vorher gewusst, dass Kinder teuer sind. Aber Gott sei Dank verdiene ich genug um uns allen 5 ein angenehmes Leben zu finanzieren. Meine Kinder waren und sind für mich nicht gleichbedeutend mit sozialem Abstieg. Aber das ist leider nicht für alle so. Und das ist die Riesen-Sauerei in unserem Land. Wir sind eines der reichsten Länder der Welt, aber Kinder sind ein Armutsrisiko. Der Staat, also wir alle, sollten pro Kind pro Monat 600 € bezahlen. Ab 16 bis zum Ende der Ausbildung dann gestuft mehr. Betreuungseinrichtungen müssten ganztägig und kostenfrei sein. Das wären pro Kind bis zum Ende des Studiums ungefähr Kosten von 200 000 €. Dieses Kind wird danach bis zur Rente 40 Jahre lang Steuern zahlen. Vereinfacht gerechnet lohnt sich das also bereits ab einer jährlichen Steuerzahlung durch jedes Kind von 5000 €. Die vom Kind darüber hinaus erbrachte Arbeits- und Wirtschaftsleistung ist da noch gar nicht eingerechnet. Mit so einer Regelung braucht man die Kinderlosen nicht zu bestrafen. Lasst uns einfach die Kinder die da sind so finanzieren, dass die Eltern kein Armutsrisiko haben. Dann wird es auch wieder mehr Kinder geben. Ein Staat der Kinder nicht finanziert, ist dumm. Und da wir alle zusammen der Staat sind, sind wir alle dumm...
...können wir das dann bitte mit den ungefähr 25.000 € für die Kinderwunschbehandlungen verrechnen, die ich zahlen musste, weil diese Kosten nicht von der GKV getragen wurden? Ds war schon Strafzoll genug für eine unfreiwillig Kinderlose! Wanderwitz - Nomen est Omen!
Ich nehme als Beispiel den Kommenetar von Hans Diekmann Die Politiker müssen, sollten usw. erstmal dies und das tun. Es liegt an uns Steurzahlern, was sich Politiker und Beamte leisten und goennen dürfen. Solange die Steuerzahler stillhalten und über politische Satire lachen, statt zu weinen, solange wird sich daran auch nichts aendern.Solange wir d auch ein Herr Bundespraesident auf seinem Stuhl kleben und sich heimlich ins faeustchen lachen und die naechste Party planen. Viele Politiker sind nicht dumm, sie wissen aber wer dumm ist - und das ist das Volk! Solange der Knüppel im Sack bleibt, solange haben die Politiker beim feiern keine Schmerzen.