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Die Deutschen sind ein reiselustiges Volk.
Die Deutschen sind ein reiselustiges Volk.(Foto: dpa)

61 Milliarden Euro im Ausland gelassen: Deutsche noch Reiseweltmeister

Wir sind Weltmeister: Kein Volk geht so oft auf Reisen wie die Deutschen. Außerdem lassen sie dabei am meisten Geld in der Fremde. Beliebtestes Übersee-Ziel sind nach wie vor die USA.

Die Deutschen bleiben vorerst doch noch Reiseweltmeister. Das legen zumindest zwei Studien nahe, auf die der Deutsche Reiseverband (DRV) in Berlin hingewiesen hat. Demnach geht kein Volk der Erde so häufig auf Reisen wie die Deutschen, die zudem noch am meisten Geld in der Fremde lassen. Die auf repräsentativen Umfragen beruhende Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reise (FUR) weist für 2011 rund 93,6 Millionen Auslandsreisen aus, von denen gut die Hälfte (47,8 Millionen) länger als vier Tage dauerten. Dafür haben die Reisenden laut Reisedevisenbilanz der Bundesbank rund 61 Milliarden Euro ausgegeben.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt das Marktforschungsinstitutes IPK International für den Deutschen Reisemonitor. Ohne Kinder zählten sie 72,7 Millionen Auslandsreisen mit mindestens einer Übernachtung. In Medienberichten hatte es laut DRV geheißen, die Anzahl wäre auf 39 Millionen gesunken und damit seien erstmals die Chinesen Reiseweltmeister, bezogen auf die Anzahl der Auslandsreisen. Im Europavergleich folgt nach Deutschland auf Rang 2 Großbritannien mit 57,0 Millionen Auslandsreisen, Frankreich mit 31,0 Millionen, Russland mit 24,0 Millionen und die Niederlande mit 23,0 Millionen Auslandsreisen.

Beliebtestes Übersee-Ziel bleiben die USA, wie das Visit USA Committee Germany (VUSA) in Mainz mitteilte. Demnach besuchten im vergangenen Jahr gut 1,8 Millionen Bundesbürger die Vereinigten Staaten. Das waren 5,7 Prozent mehr als 2010. Besonders beliebt waren die Sommermonate und der Frühherbst. Die Bundesrepublik ist nach Großbritannien und Japan der wichtigste Überseemarkt für die US-amerikanische Tourismusindustrie.

Quelle: n-tv.de