Freitag, 03. September 2010
Neue Schau in Dresden: Gemäldegalerie zeigt Vermeer
Herbstzeit - Städtereisezeit: Nun gibt es einen Grund mehr, der Kunststadt Dresden einen Besuch abzustatten. Die Gemäldegalerie Alte Meister porträtiert in den nächsten Wochen den Delfter Barockmaler Johannes Vermeer. Die Ausstellung "Der frühe Vermeer" vereint erstmals alle seine erhaltenen frühen Gemälde.
Besucher vor den Vermeer-Bildern "Diana und ihre Gefährtinnen" von 1654 (l) und "Christus bei Maria und Martha" von 1655.
(Foto: dpa)
Die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister zeigt ab heute bis zum 28. November 2010 den Delfter Barockmaler Johannes Vermeer (1632- 1675). Die Ausstellung "Der frühe Vermeer" vereint zum ersten Mal alle seine erhaltenen frühen Gemälde an einem Ort, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit. Vermeer zählt neben Rembrandt und Frans Hals zu den bedeutendsten holländischen Künstlern des 17. Jahrhunderts, sein Frühwerk aber ist bisher wenig beachtet. Die Galerie gehöre zu den wenigen Sammlungen, in denen zwei Frühwerke von Vermeers Entwicklung zeugten.
Neben dem "Brieflesenden Mädchen am offenen Fenster" (1659) und "Bei der Kupplerin" (1656) sind "Diana und ihre Gefährtinnen" (um 1653/54) aus dem Mauritshuis Den Haag und "Christus bei Maria und Martha" (um 1654/55) aus der National Gallery of Scotland Edinburgh zu sehen. Die drei Werke waren schon in Den Haag gemeinsam zu sehen und gehen später nach Edinburgh. Daneben geben Arbeiten italienischer und holländischer Künstler - allesamt Leihgaben - einen tiefen Einblick in Vermeers frühe Phase der Bildentwicklung, sagte Kuratorin Uta Neidhardt.
Originalgetreue und maßstabsgerechte Nachbauten
Die Figurine des "Brieflesenden Mädchens am offenen Fenster" in einem maßstabgerechten Nachbau des Gemäldes wird nochmal gerichtet.
(Foto: dpa)
Highlight der Schau ist das Zimmer aus Vermeers berühmtem Bild "Brieflesendes Mädchen". Das Motiv des Kunstwerks wurde originalgetreu und maßstabsgerecht nachgebaut. Jeder Betrachter könne anhand dieses Interieurs nachsinnen, wie Kunst entstehe, wie "wirklich" die abgebildete Realität sei.
Ein Delfter Zimmer mit kunstgewerblichen Objekten und weitere 20 Gemälde von Delfter Malern und Zeitgenossen Vermeers aus dem Bestand der Dresdner Galerie zeugen von dessen künstlerischem Umfeld.
dpa
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