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Ein Geigerzähler misst in Tokio die radioaktive Strahlung. (Archivbild vom 4.4.2011)
Ein Geigerzähler misst in Tokio die radioaktive Strahlung. (Archivbild vom 4.4.2011)(Foto: picture alliance / dpa)
Dienstag, 08. November 2011

Reisen ins Katastrophengebiet : Japan lockt mit kostenlosen Visa

Japan kämpft seit dem Erdbeben und dem Tsunami mit sinkenden Touristenzahlen - ganz besonders und vorallem in der Region um Fukushima. Nun sollen kostenlose Visa Urlauber anlocken. Die Ausnahmeregelung gilt für fünf Jahre.

Japan will mit kostenlosen Visa für Ausländer, die in das vom Erdbeben und dem Tsunami beschädigte Gebiet reisen wollen, den Tourismus wieder ankurbeln. Die Ausnahmeregelung gelte fünf Jahre lang für Visaanfragen ab dem 15. November 2011, teilte das japanische Außenministerium in Tokio mit. Das kostenlose Visum werde für Reisen in die nordöstlichen Provinzen Miyagi, Iwate und Fukushima vergeben.

So sieht es jetzt in der Katastrophenregion aus: der Küstenort Toyoma in der Präfektur Fukushima.
So sieht es jetzt in der Katastrophenregion aus: der Küstenort Toyoma in der Präfektur Fukushima.(Foto: picture alliance / dpa)

Bislang vergibt Japan kostenlose Visa für kurze Aufenthalte zu Geschäftszwecken oder für Touristen aus rund 60 Ländern. Staatsangehörige einiger Länder wie China, Russland oder den Philippinen können nach Japan aber nur mit einem kostenpflichtigen Visum einreisen, für das bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssen. Um von dem neuen Angebot Gebrauch machen zu können, müssen die Antragsteller aus diesen Ländern eine Übernachtungsreservierung oder die Beförderung in die Region nachweisen.

Die Zahl der Japan-Touristen ist seit dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März bis Ende September um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken. Dadurch werden die wirtschaftlichen Probleme in dem asiatischen Land verstärkt, das bereits unter der Verteuerung seiner Währung Yen leidet.

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Quelle: n-tv.de

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