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Nah am Abgrund müssen Touristen besonders vorsichtig sein - die neue Kampagne der Tourismusbehörde soll für mehr Sicherheit werben.
Nah am Abgrund müssen Touristen besonders vorsichtig sein - die neue Kampagne der Tourismusbehörde soll für mehr Sicherheit werben.(Foto: imago/blickwinkel)
Freitag, 27. Mai 2016

Achtung, riskante Fotos!: Selfie-Unfälle: Wie Norwegen Touristen warnt

Touristen-Selfies können lebensgefährlich sein, deswegen startet Norwegen eine große Kampagne. Sie soll die Urlauber davor warnen, waghalsige Stunts auf einem Berg zu machen, nur um das perfekte Selbstporträt zu erbeuten.

Weltweit kommt es immer wieder zu Unfällen, weil Touristen sich vor Abhängen oder Gewässern mit dem Smartphone fotografieren und nicht auf ihre Umgebung achten. Im Jahr 2015 sind weltweit 28 Touristen ums Leben gekommen, als sie versuchten, ein Erinnerungs-Selfie zu machen.

Auch die einzigartige Bergwelt in Norwegen verleitet schon mal den einen oder anderen Besucher aus dem Ausland dazu, sich gefährlich nah an den Abhang zu stellen, nur um ein Selfie zu machen. Für 200 Facebook-Likes riskieren manche sogar ihr Leben. Norwegen will seine Besucher aus aller Welt nun mit einer Social Media-Kampage unter dem Namen #BeSafie warnen.

Die Suche nach dem ultimativen Motiv als Hintergrund für ein Foto mit sich selbst verführt nicht selten zur eigenen körperlichen Überschätzung bei gleichzeitiger Unterschätzung der Naturkräfte.

Fotoshooting ohne Risiko

In vielen Hütten des norwegischen Bergwandervereins DNT, aber auch in mehreren Hotels in Oslo können Norwegenurlauber sichere Selfies aufnehmen: Wand- und Bodeninstallationen mit Motiven der norwegischen Natur bieten die Möglichkeit zum Fotoshooting auf sicherem Grund. Sie sind neben den neun norwegischen Bergregeln platziert, die in Norwegen von Kindesbeinen an zum Standardwissen gehören. Die Fotos können dann auf der Kampagnen-Seite im Internet gepostet werden.

"Es ist ganz sicher nicht gefährlich, Tourist in Norwegen zu sein. Die meisten Unfälle, die bei Aktivitäten in der Natur passieren, sind dem Leichtsinn und der Unkenntnis im Umgang mit der Natur geschuldet", so ein Sprecher der norwegischen Tourismusbehörde.

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Quelle: n-tv.de

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