Reise
Die Lage am Oslofjord bietet entspannten Kurzurlaub.
Die Lage am Oslofjord bietet entspannten Kurzurlaub.(Foto: Sonja Gurris)
Dienstag, 28. März 2017

Kurzurlaubsziel für den Frühling: So wird der Oslo-Trip zur Relax-Auszeit

Von Sonja Gurris, Oslo

Oslo bietet charmante Restaurants, chillige Parks, viel Kultur und Top-Architektur. Städtereisende können das alles in der Hauptstadt Norwegens ganz entspannt erleben. Da sind auch die hohen Preise schnell nebensächlich.

Oslo? Wirklich? Ist das nicht ziemlich teuer? Ja, diese Reaktion auf eine geplante Städtereise nach Oslo ist verbreitet. Tatsächlich ist ein Trip in die Hauptstadt Norwegens teurer als ein Wochenende in eine Großstadt in südlicheren Gefilden.

Allerdings bezaubert die Stadt mit einem einzigartigen Flair. Allein der Hafen Aker Brygge mit einem unvergleichlichen Blick auf den Oslofjord setzt sofort Glückshormone frei. Viele Restaurants und Cafés laden direkt zum Verweilen ein. Doch das sollte der Kurzurlauber vielleicht nicht in den ersten zwei Stunden des Besuches machen, denn es warten viele tolle Sightseeing-Hotspots in wenigen Gehminuten.

Die Stadt der kurzen Wege

Die Osloer genießen das Wetter.
Die Osloer genießen das Wetter.(Foto: Sonja Gurris)

Viele Highlights in Oslo sind von diesem Ort bereits in Sichtweite. Die Wege sind kurz. Ganz gemütlich kann man beispielsweise vom Astrup-Fearnley-Museum an der Strandpromenade entlangspazieren, einen Abstecher zur Akershus-Festung machen und sich weiter auf den Weg zum architektonischen Highlight, dem hochmodernen Opernhaus machen. Allein dafür könnte man insgesamt einen Tag nutzen, man kann es aber auch in ein paar Stunden schaffen, wenn man nicht in jedem Museum haltmachen muss.

Auch wer keine Konzertkarten kauft, kann sich zumindest die Lobby des Opernhauses anschauen. Der lichtdurchflutete Eingang begeistert auf den ersten Blick. Bei gutem Wetter empfiehlt sich auch eine kleine Pause auf den Treppen davor oder ein Aufstieg auf das Dach. Wer diese Hotspots gesehen hat, kann sich ganz entspannt nach Grünerløkka aufmachen.

Grünerløkka: Hipster, Food Market und der In-Bezirk

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Jede Großstadt hat sein eigenes In-Viertel - Grünerløkka ist der Hipsterbezirk Oslos. Essen, trinken, chillen, ein Besuch in Designerläden - der Stadtteil bietet all das und strahlt bei Sonnenschein Gemütlichkeit aus. Hier sitzen Studenten und Familien in den Straßencafés, genießen die friedliche Atmosphäre und feiern das Leben. Entlang des Flusses Akerselva kann man wunderbar spazieren und das Flair des Szeneviertels genießen.

In der Markthalle kann man lokale und internationale Spezialitäten schlemmen. Klein, aber fein ist die Halle, die am Samstagnachmittag proppevoll ist. Nach dem gemütlichen Teil kann die Kurzreise auch mal etwas sportlich werden. Na klar - die Rede ist von Oslos großer Skitradition am Holmenkollen.

Holmenkollen - nicht nur etwas für Wintersport-Fans

Der Holmenkollen ist das Mekka des Skispringens.
Der Holmenkollen ist das Mekka des Skispringens.(Foto: Sonja Gurris)

Ein einmaliger Blick auf den Oslofjord erwartet Urlauber, die den Hausberg Oslos, den Holmenkollen, erklimmen. Er gibt nicht nur der weltberühmten Skisprungschanze ihren Namen, sondern kennzeichnet ein weitläufiges Wintersport- und Wanderparadies. Nach kaum 20 Minuten mit der S-Bahn geht es von der Innenstadt hinauf auf den 371 Meter hohen Berg. Aus dieser Perspektive präsentiert sich Oslo von seiner schönsten Seite. Atemberaubend ist der Rundumblick vom Anlaufturm der Skisprungschanze.. 

Touristen sollten da nicht herunterspringen, aber der Besuch des Sprungturms muss drin sein. Für die Fahrt nach oben gibt es einen Aufzug, der sich im Skismuseum befindet. Auch rund um die Schanze gibt es tolle Möglichkeiten, die Natur zu erkunden und sich zu erholen. Das bietet einen schönen Kontrast zum Leben in der Stadt - und wirkt nicht wie ein Teil einer europäischen Haupstadt.

Museums-Paradies

Das Fram-Museum ist ein echtes Highlight.
Das Fram-Museum ist ein echtes Highlight.(Foto: Sonja Gurris)

Wer dann noch Lust und Kraft hat, ein paar Kultur-Highlights zu sehen, der ist in Oslo genau richtig. Hier finden sich viele unterschiedliche Museen - ob für politische Geschichte (Nobel Friedenszentrum, Norwegisches Widerstandsmuseum), Polarforschung (Fram-Museum), Wikinger oder für moderne Kunst. Besonders das Fram-Museum auf der "Museumsinsel" Bygdoynes ist absolut sehenswert und wird auch als das beste Museum Norwegens bezeichnet. Hier ist man den früheren Polarforschern auf der Spur. Das sollte sich kein Oslo-Besucher entgehen lassen. Auch das Wikingermuseum ist in diesem Stadtteil zu finden.

Oslo-Pass lohnt sich oft

Wer für eine Oslo-Reise viele Aktivitäten plant, der sollte darüber nachdenken, ob ein "Oslo Pass" für ihn sinnvoll ist. Die Touristenkarte bietet nach einmaligen Kauf freien Eintritt in 30 Museen und bietet viele Aktivitäten und die kostenfreie Nutzung des Nahverkehrs.

Wer mehrere Museen besuchen will, kann unter Umständen Geld sparen, denn die meisten Ausstellungen kosten um die 100 norwegischen Kronen Eintritt (etwa 11 Euro). Die Preise für den Oslo Pass hängen vom Zeitfenster ab. Erwachsene zahlen für 24 Stunden 395 Kronen (etwa 43 Euro) , für zwei Tage 595 (etwa 64 Euro)  und für drei Tage 745 Kronen (etwa 80 Euro) . Kinder zahlen weniger: 210, 295 oder 379 Kronen. Es gibt zudem einen Seniorentarif. 

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Quelle: n-tv.de

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