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Frischer Kaviar gefällig? Schaffner in einem Abteil eines Luxuswagens der russischen Eisenbahn. (Archivbild)
Frischer Kaviar gefällig? Schaffner in einem Abteil eines Luxuswagens der russischen Eisenbahn. (Archivbild)(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Neuer Paris-Berlin-Moskau-Express: Zug verbindet Ost- mit Westeuropa

Von Paris über Berlin nach Moskau in 38 Stunden und 30 Minuten: Ab dem 12. Dezember verbindet ein neuer Schnellzug die Hauptstädte von Frankreich, Deutschland und Russland. An das Zugpersonal werden von den der Russischen Eisenbahnen besondere Anforderungen gestellt - alle haben studiert und sprechen Fremdsprachen.

Der neue Zug von Paris über Berlin nach Moskau legt die 3177 Kilometer lange Strecke zunächst dreimal pro Woche zurück, wie Rail Europe Continentale in Köln erklärt. Vom 28. Mai bis zum 7. Oktober wird die Verbindung, die es in den 1990er-Jahren schon einmal gab, fünfmal pro Woche angeboten.

Reisende müssen sich vor der Fahrt ein Transitvisum für Weißrussland besorgen. Bei Buchungen über ein Reisebüro übernehme dieses die Organisation, erklärt Rail Europe. Eine Fahrkarte für die gesamte Strecke kostet 336 Euro in der zweiten Klasse und 470 Euro in der ersten Klasse. Für eine Fahrt von Paris nach Moskau im Luxusabteil mit eigenem Bad werden 1075 Euro fällig.

Nur eine Nacht im Zug

In Paris hält der Zug im Gare de l'Est.
In Paris hält der Zug im Gare de l'Est.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Fahrplan ist so gestaltet, dass nur eine Nacht im Zug anfällt. Die Züge verlassen Moskau um 8.51 Uhr und erreichen Paris am folgenden Tag um 20.31 Uhr. In die umgekehrte Richtung geht es um 8.28 Uhr in Paris los, die Ankunft in Moskau ist wegen der Zeitverschiebung erst um 1.30 Uhr am übernächsten Tag. Die Fahrt dauert insgesamt 38 Stunden und 30 Minuten. Auf Teilstrecken soll der Zug auf 200 Kilometer je Stunde beschleunigen.

In Deutschland hält der Zug außer in Berlin (Hauptbahnhof) auch in Hannover und Frankfurt am Main. Alle Schaffner sollen mindestens eine Fremdsprache beherrschen und haben nach Angaben der RZD (Russische Eisenbahnen) alle einen Studienabschluss. Bei der Schulung für den Paris-Express hätten sie zudem Unterricht in Englisch, Deutsch und Französisch erhalten.

Laut RZD ist der neue Zug nach der sehr erfolgreichen Verbindung von Moskau nach Nizza der zweite "transkontinentale Zug" der RZD in Europa.

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Quelle: n-tv.de