Marco Reus trainiert wieder
Das hören die Fans von Borussia Dortmund sicherlich gerne: Nationalspieler Marco Reus ist nach fünfmonatiger Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Allerdings absolvierte er nur Teile der Einheit und arbeitete dann wieder individuell.
Reus hatte wegen einer Schambeinentzündung auch die EM in Frankreich verpasst. Sein letztes Spiel für den BVB hat er im Pokalfinale im Mai gegen Bayern München bestritten.
Real Madrid bekommt einen High-Tech-Tempel
Ein Fußball-Tempel wird renoviert. Das Estadio Santiago Bernabéu von Real Madrid wird im kommenden Jahr mit 400 Millionen Euro umgebaut und soll ein modernes High-Tech-Stadion werden. Das in den 1940er Jahren erbaute Stadion werde ein völlig neues Gesicht samt LED-Außenfassade bekommen, erklärten Real-Präsident Florentino Pérez und Bürgermeisterin Manuela Carmena bei der Präsentation.
Unter anderem sind ein 360-Grad-Videoblock, überdachte Sitze, ein Schiebedach und tausende LED-Leuchten geplant, die eine Seite des Außenbereiches an Spieltagen in eine Mega-Leinwand verwandeln. Das derzeitige Fassungsvermögen von gut 81. 000 Zuschauern soll beibehalten werden. Die Neueröffnung ist für 2019 geplant.
Angelique Kerber im Achtelfinale von Hongkong
Fünf Tage nach ihrem Achtelfinal-Aus in Peking hat die Weltranglisten-Erste Angelique Kerber beim WTA-Turnier in Hongkong das Achtelfinale erreicht. Die 28 Jahre alte Tennisspielerin aus Kiel gewann gegen die Weltranglisten-97. Maria Sakkari aus Griechenland 6:4, 6:4. Im Kampf um den Einzug in das Viertelfinale trifft die Australian-Open- und US-Open-Siegerin jetzt auf die Amerikanerin Louisa Chirico.
Rooney will trotz Formtiefs zur WM 2018
Der englische Fußball-Nationalspieler Wayne Rooney hat einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen. Das sagte der 30 Jahre alte Stürmer am Abend, nachdem Interimstrainer Gareth Southgate entschieden hatte, Rooney im heutigen WM-Qualifikationsspiel in Slowenien auf die Bank zu setzen. "Ich verstehe und respektiere die Entscheidung des Trainers", sagte Rooney, der ankündigte, um seinen Platz im Team kämpfen zu wollen.
"Ich glaube, ich habe noch viel zu bieten. Und ich habe klargemacht, dass ich auf jeden Fall bis zur WM in Russland spielen will. Ich ändere jetzt nicht auf einmal meine Meinung." Rooney ist momentan außer Form und stand auch bei seinem Verein Manchester United zuletzt nicht in der Startelf. England-Trainer Southgate betonte allerdings, die Entscheidung, den Stürmer auch bei den "Three Lions" auf die Bank zu setzen, hätte nichts mit Rooneys Leistung zu tun, sondern habe allein sportliche Gründe.
Kahn foppt Medien und startet eigene Firma
Keine Rückkehr zum FC Bayern, nicht einmal ein Job beim Karlsruher SC, dafür eine virale PR-Aktion für sein Unternehmen "Goalplay": Oliver Kahns groß angekündigte "neue große Aufgabe" und "Rückkehr zu den Wurzeln" hat sich als Werbe-Gag entpuppt. Seit Tagen hatte Kahn via Twitter Spekulationen um ein Engagement im Profi-Fußball angeheizt, unter anderem, weil er sich vor dem Logo und im Outfit seines Ex-Klubs Bayern München zeigte.
Kahn aber geht es darum, mit seiner Firma "Goalplay" das Torwart-Spiel revolutionieren. "Wenn man sieht, wie Manuel Neuer die Torwartposition interpretiert, ist jedem klar, dass der Torspieler heutzutage nicht mehr nur im Strafraum steht", sagte Kahn in einem Video: "Deshalb ist er kein Torhüter mehr, sondern ein Torspieler. Wir nennen ihn Goalplayer." Zu den Leistungen seiner Firma gehören sowohl physisches Training mit dem Einsatz High-Speed-Kameras als auch die mentale Stärkung des Spielers. Auch Torwarthandschuhe verkauft das Unternehmen.
Alaba in Österreich als "peinlich" geschmäht
Bayern Münchens David Alaba steht in seiner Heimat Österreich in der Kritik. Nach der 2:3-Auswärtsniederlage des ÖFB-Nationalteams in der WM-Qualifikation gegen Serbien titelte die Kronen Zeitung: "Lieber David Alaba, das ist peinliches Gestolpere!" Weiter hieß es, Alaba agiere "einfallslos, ineffizient und offensiv schwächelnd bis schwach".
Trainer Marcel Koller setzt den 24-Jährigen in der Nationalmannschaft im Mittelfeld ein, bei den Bayern spielt Alaba als linker Verteidiger. Er habe "jedes Recht, ja, sogar die Pflicht", schrieb die Kronen Zeitung, "dem sturen Herrn Koller auszurichten: 'Wenn ich nicht links verteidigen darf, fahr ich wieder ham nach München!'" Koller verteidigte seine Entscheidung: " Die Bayern haben auf dieser Position drei, vier Weltklassespieler, das ist bei der Nationalmannschaft nicht so."
Österreich liegt in der WM-Qualifikations-Gruppe D nach drei Spieltagen mit nur vier Punkten auf dem vierten Rang. (SID)
Pizarros Verletzungspech nimmt kein Ende
Die Verletzungspause von Werder Bremens Torjäger Claudio Pizarro geht weiter. Im Reha-Training zwickte es den 38-Jährigen nun im rechten, bislang nicht lädierten Bein. "Er hat etwas in der anderen Wade gespürt. Was es genau ist, das müssen wir noch abwarten", sagte Trainer Alexander Nouri der Kreiszeitung Syke: "Wir müssen sehen, wie es weitergeht."
Pizarro wollte in dieser Woche erstmals seit Monaten wieder mit der Mannschaft trainieren. Seit Anfang August plagen ihn muskuläre Probleme in der Hüfte und im Rücken, die auch in die Beine ausstrahlen. In der neuen Saison ist der Peruaner noch nicht für seinen Klub aufgelaufen. Sportchef Frank Baumann war zuletzt noch von einem baldigen Comeback ausgegangen. "Ich rechne auf alle Fälle damit, dass es vor dem November sein wird", hatte Baumann gesagt.
Cacau hängt Profikarriere an den Nagel
Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Cacau hat seine Profikarriere für beendet erklärt. Der 35 Jahre alte Angreifer, der über 300 Bundesligaspiele für den 1. FC Nürnberg und den VfB Stuttgart absolvierte, will sich künftig einem Sportmanagement-Studium in Nürnberg widmen. Zuletzt war Cacau für die zweite Mannschaft der Stuttgarter aktiv gewesen.
"Der Entschluss fiel auch deshalb, weil zuletzt bei den Angeboten nichts wirklich Interessantes dabei war. Es kamen Anfragen aus unteren Ligen und dem Ausland. Aber beides kam für mich nicht in Frage", sagte Cacau, 2007 deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart, der Bild.
Von seiner beruflichen Zukunft hat der 23-malige Nationalspieler und WM-Dritte von 2010 konkrete Vorstellungen. "In der Zukunft traue ich mir schon eine verantwortungsvolle Aufgabe in der Bundesliga zu", sagte der gebürtige Brasilianer. Zunächst wolle er im In- und Ausland bei einigen Vereinen im Management hospitieren. Gleichzeitig will sich Cacau bei sozialen Projekten des Deutschen Fußball-Bundes engagieren.
Oliver Kahn kehrt zum FC Bayern zurück
Oliver Kahn wird einem Medienbericht zufolge neuer Markenbotschafter des FC Bayern München. Der ehemalige Nationaltorhüter ist nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung als Bayern-Werbebotschafter vor allem für den asiatischen Markt geeignet. Der deutsche Fußball-Meister hat seit Kurzem im chinesischen Shanghai ein eigenes Büro.
Bereits am vergangenen Donnerstag hatte der 47-jährige Kahn Gerüchte über einen neuen Job geschürt, als er bei Facebook vor einem Wappen des FC Bayern ankündigte, in fünf Tagen Großes zu verkünden. Am Montag postete Kahn dann: "Morgen kehre ich zu meinen Wurzeln zurück." Oliver Kahn begann seine Karriere beim Karlsruher SC. Von dort wechselte er 1994 zum FC Bayern, wo er bis 2008 spielte. Dreimal wurde Kahn zum Welttorhüter des Jahres gekürt.
* Diese Meldung hat sich als falsch herausgestellt. Kahn startet anstatt einer Bayern-Rückkehr mit seiner Firma "Goalplayer" durch. Mehr dazu in der Meldung von 12:40 Uhr.
Labbadia spricht von "emotionalem" HSV-Ende
Fußball-Trainer Bruno Labbadia hat das Ende seiner Amtszeit beim Bundesligisten Hamburger SV sehr emotional erlebt. "Der Abschied war sehr intensiv und hat mich selbst bewegt", sagte Labbadia der "Bild". Zwei Tage nach seiner Beurlaubung hatte sich Labbadia zusammen mit seinen Co-Trainern Eddy Sözer und Bernhard Trares nicht nur vom Bundesliga-Team sondern auch vom kompletten Betreuerstab verabschiedet. "Die Mannschaft um die Mannschaft war eine der besten mit der ich je zusammengearbeitet habe."
Labbadia, der den HSV im Vorjahr vor dem erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga gerettet hatte, war beim HSV nach dem fünften Spieltag mit nur einem Punktgewinn beurlaubt worden. "In sechs Monaten oder in einem Jahr hätte man im Rückblick wohl von einer einfachen Delle gesprochen. Es ist normal, dass man immer wieder Täler durchlaufen muss", sagte der Coach.
"Es war eine wahnsinnige Zeit, leider war sie zu kurz. Wir sind von einer längeren Phase ausgegangen, aber ich will die Zeit nicht missen." Ein Comeback auf der Trainerbank ist nicht ausgeschlossen. "Ich kann es nicht sagen. Aber ich merke, dass ich viel Power in mir habe."