Füchse ziehen ins Klub-WM-Halbfinale ein
Titelverteidiger Füchse Berlin ist bei der Handball-Klub-WM in Katar ins Halbfinale eingezogen. Bei der offiziellen Vereinsweltmeisterschaft besiegte der Berliner Bundesligist um Olympia-Bronzemedaillengewinner Silvio Heinevetter den Gastgeber Lekwiya SC Doha mit 27:25 (14:12). Im Semifinale treffen die Füchse entweder auf den katarischen Klub Al Sadd oder den Sydney University Handball Club.
Druck auf Winnie Schäfer in Jamaika wächst
Nach der verpassten Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland hat der jamaikanische Verband Konsequenzen angekündigt.
"Ich bin sehr enttäuscht", zitierte die Zeitung "Jamaica Gleaner" Verbandschef Horace Burrell. "Wir können nicht so weiter machen wie bisher."
Ob auch der Posten des deutschen Nationalcoachs Winfried Schäfer zur Disposition steht, wollte er zunächst nicht sagen. Schäfers selbst kündigte an: "Ich bleibe und baue ein neues Team auf."
Schäfer sagte, dass er sich jetzt vor allem auf die Qualifikation für den Karibik-Cup konzentrieren wolle. Sein Vertrag in Jamaika läuft noch bis 2018.
Am vergangenen Freitag hatten die "Reggae Boys" 0:2 gegen Panama verloren und haben damit keine Chance mehr auf die WM-Teilnahme.
Sprint-Europameister bei Unfall schwer verletzt
Der spanische Sprint-Europameister Bruno Hortelano hat sich bei einem Autounfall schwere Handverletzungen zugezogen.
Der 24-Jährige, der noch im Juli bei der Leichtathletik-EM in Amsterdam die Goldmedaille über 200 Meter geholt hatte, sei als Beifahrer in dem Wagen unterwegs gewesen. Am Steuer habe ein Familienmitglied gesessen, berichtete die Zeitung "El Mundo".
Der Unfall hat sich demnach am Morgen auf der Autobahn A6 in der Nähe von Madrid ereignet.
"El Mundo" zitierte seinen Manager mit den Worten, die Verletzungen an der rechten Hand seien "wirklich schwer".
Fifa erlaubt neun Spielern den "Nationenwechsel"
Die noch junge Fußball-Nationalmannschaft des Kosovo bekommt unmittelbar vor dem Anpfiff ihres ersten Pflichtspiels in der WM-Qualifikation prominenten Zuwachs.
Die Fifa erteilte neun "Ausländern" kurzfristig die Erlaubnis, für ihr eigentliches Heimatland zu spielen - darunter der frühere deutsche Junioren-Nationalspieler Fanol Perdedaj (1860 München), Bundesliga-Profi Enis Alushi (1. FC Nürnberg) sowie der Schweizer Ex-Nationalspieler und WM-Teilnehmer Albert Bunjaku (ebenfalls früher 1. FC Nürnberg und 1. FC Kaiserslautern).
Zudem dürfen Bersant Celina, Hekuran Kryeziu, Sinan Bytyçi, Vedat Muric, Erton Fejzullahu und Elbasan Rashani am Abend (20.45 Uhr) in Finnland auflaufen.
Normalerweise verbieten die Fifa-Statuten den Nationenwechsel, im Fall Kosovo wurden aber Ausnahmen genehmigt.
Gabriel-Transfer: Verärgerter FC Barcelona will klagen
Gabriel "Gabigol" Barbosa vom brasilianischen Club FC Santos galt als einer begehrtesten Spieler bei den europäischen Topvereinen. Etwas überraschend landete der Brasilianer nun für 20 Millionen Euro bei Inter Mailand – sehr zum Ärger des FC Barcelona.
Wie Sport1.de unter Berufung auf die Zeitung "Globa Esporte" berichtet, erwägen die Katalanen eine Klage gegen den FC Santos.
Barcelona behauptet demnach, ein Vorverkaufsrecht aus dem Jahr 2013 auf den Rechtsaußen zu haben.
Darmstadt benennt Stadion nach totem Fan
Der SV Darmstadt 98 ehrt seine verstorbene Symbolfigur Jonathan "Johnny" Heimes auf ganz besondere Weise: Das Merck-Stadion am Böllenfalltor wird für ein Jahr seinen Namen tragen.
Der wohl bekannteste Fan der Lilien hatte im März diesen Jahres mit nur 26 Jahren den Kampf gegen den Krebs verloren.
Der Hauptsponsor verzichtet für ein Jahr zu Ehren der "DUMUSSTKÄMPFEN"-Initiative auf sein Namensrecht.
Uefa will die Reichen noch reicher machen
Die Reichen werden immer Reicher: Die Uefa will in den kommenden Jahren Milliarden scheffeln – und ausgerechnet die Elite der internationalen Topclubs soll davon profitieren.
Laut "kicker" plant die Uefa ab der Saison 2018/2019 mit Einnahmen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro – der neue, komplizierte Verteilschlüssel soll den Wettbewerb allerdings noch weiter verzerren.
Es werde eine "signifikante Steigerung" der Prämien geben, kündigte Wettbewerbsdirektor Marchetti bereits Ende August in Monaco an.
Im neuen Verteilersystem sollen beispielsweise die Titelgewinne in der Club-Historie berücksichtigt werden.
Zugespitzt formuliert: Wer immer schon gewonnen hat, wird wohl auch weiterhin gewinnen.
Serie-A-Club Palermo versinkt im Chaos
Nach nur zwei Spieltagen in der neuen Saison herrscht beim Serie-A-Club US Palermo schon Chaos.
Der für seinen Verschleiß an Trainern bekannte Vereinspräsident Maurizio Zamparini bekräftigte seine Absicht, den italienischen Fußball-Erstligisten zu verkaufen.
Das Angebot einer Investorengruppe werde so schnell wie möglich geprüft und bei einer positiven Bewertung sollten die Verhandlungen beginnen, erklärte er in einer Mitteilung.
Der Unternehmer, der in fast 15 Jahren in Palermo mehr als 30 Trainer entlassen hat, hatte bereits zuvor angekündigt, sich aus dem Fußball zurückziehen zu wollen.
Auch in der neuen Saison steht bei Palermo Medienberichten zufolge schon wieder ein Trainerwechsel an. Coach Davide Ballardini will demnach nach nur einem Punkt aus zwei Partien zurücktreten, sein Nachfolger soll Roberto De Zerbi werden.
Ancelotti prangert Macht der Spielerberater an
Carlo Ancelotti ist einer der erfolgreichsten Vereinstrainer im Fußball. In seiner langen Karriere hat der 57-Jährige viele Erfahrungen gemacht- unter anderem, dass professionelle Spielerberater zu viel Einfluss haben.
"Viele Klubs haben ihnen sehr viel Macht gegeben", sagte der Bayern-Trainer in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt".
"Es kann manchmal hilfreich sein, sich klarzumachen dass die Menschen vor allem deshalb Geld für Stadionkarten ausgeben oder sich vor den Fernseher setzen, weil sie die Spieler sehen wollen", erklärte Ancelotti.
Der Italiener stellte klar: "Das Wichtigste im Fußball sind die Spieler - nicht die Berater und auch nicht die Trainer."
Aufgrund seiner Erfahrungen machte Ancelotti deutlich, dass er nicht mit Spielerberatern sprechen möchte. "Für mich sind sie nicht Teil meines Geschäfts. Ich habe einen direkten Draht zu meinen Spielern", sagte der ehemalige Fußballprofi. Umgekehrt hoffe er, dass seine Spieler "direkt zu mir kommen, wenn es Probleme gibt - und nicht ihren Berater schicken".
Lehmann giftet gegen Götze
Für Borussia Dortmund hat Mario Götze noch keine Pflichtspielminute absolviert – und auch im DFB-Trikot kam der ehemalige Bayern-Spieler nicht wirklich zur Geltung. Wie weit Selbst- und Fremdeinschätzung auseinanderliegen können, zeigt nun die Einschätzung von RTL-Experte Jens Lehmann.
Götze selbst sah sich nach der Partie in einer "guten Verfassung".
Das sah Lehmann anders: "Ich kann nach dem heutigen Spiel verstehen, warum Götze in Dortmund bisher noch nicht gespielt hat", so der ehemalige Nationalkeeper.
"Er ist ein sympathischer Kerl, aber sollte langsam hinterfragen, in welchen Bereichen er sich noch verbessern kann".
Und der saß richtig: "Ich habe das Gefühl, er ruht sich darauf aus, Deutschland zum WM-Titel geschossen zu haben."
Boateng muss Comeback nach hinten verschieben
Schlechte Nachrichten für Jérôme Boateng: Der Fußballer des Jahres muss sein Comeback nach der Muskelverletzung bei der EM-Endrunde verschieben.
"Ich bin auf einem guten Weg, werde aber die kommende Woche wohl noch komplett Lauf- und Aufbautraining betreiben", sagte der 28 Jahre alte Innenverteidiger dem "kicker".
Auf die Frage, ob er noch im September wieder spielen könne, sagte Boateng: "Klar, auf jeden Fall."
Im DFB-Pokal bei Carl Zeiss Jena und zum Bundesliga-Auftakt gegen Werder Bremen war Boateng nach seinem Muskelbündelriss noch nicht zum Einsatz gekommen. Am Freitag gastiert der Titelverteidiger bei Schalke 04. Auch da wird der Weltmeister noch nicht mitwirken können.
Beckenbauer am Herzen operiert
Vorweg: Bei der Herz-Operation von Franz Beckenbauer handelt es sich nicht etwa um einen akuten Notfall, wie beispielsweise vor vier Monaten bei Günter Netzer. Vielmehr lief die Planung der OP bereits seit Wochen, das berichtet die "Bild". Ein Zusammenhang mit den aktuellen Ermittlungen der Schweizer Bundespolizei ist damit absolut ausgeschlossen.
Nach "Bild"-Informationen wurde dem "Kaiser" mindestens ein Bypass gelegt.
Beckenbauer soll sich dazu am Freitag in eine süddeutsche Klinik begeben haben.
Im Normalfall bleibt der Patient nach einem solchen Eingriff sieben bis zehn Tage in Reha – dort würde Franz Beckenbauer dann seinen 71. Geburtstag am 11. September feiern.
Viertärmstes Land der Welt wird Erstliga-Sponsor
Der Tschad, das viertärmste Land der Welt, ist seit kurzem der Hauptsponsor des französischen Fußball-Erstligisten FC Metz - in der Hoffnung, damit mehr Touristen ins Land zu locken. Das stößt zunehmend auf Kritik. "Ist das nicht rausgeschmissenes Geld?", fragt nicht nur die Zeitung "Le Progrès".
Sportminister Betel Miarom wies zwar Berichte zurück, wonach das Sponsoring rund 12 Millionen Euro koste. Er nannte aber keine andere Summe.
Die Ende August vorgestellten Trikots des Lothringer Klubs ziert nun die Aufschrift "Tschad, Oase der Sahel-Zone". Der Tschad sieht in dem Sponsoring einen Weg, den Tourismus in dem auch von der islamistischen Terrororganisation Boko Haram heimgesuchten Land anzukurbeln. Der Regierung zufolge wird das Sponsoring von tschadischen Unternehmen finanziert. Beobachter bezweifeln das.
Im Tschad stirbt der Weltbank zufolge etwa jedes siebte Kind vor Erreichen des fünften Lebensjahrs, eine der höchsten Quoten weltweit. Die Lebenserwartung liegt demnach bei 51 Jahren (Deutschland: 81).
Das wird heute wichtig
Guten Morgen, liebe Leser!
Vielleicht haben Sie es gestern auch gesehen – die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat die Auftakthürde der WM-Qualifikation erfolgreich gemeistert und ist mit einem 3:0-Sieg über Norwegen gestartet.
Heute abend stehen weitere Partien auf dem Programm: Italien, Spanien und Österreich greifen ins Geschehen ein; wir erwarten zudem mit Spannung die Partie Kroatien gegen die Türkei.
Bei den US Open in New York stehen diverse hochklassige Tennismatches an: Der junge Österreicher Dominic Thiem bekommt es mit Olympia-Finalist Juan Martin del Potro zu tun, zudem bestreitet Titelverteidigerin Serena Williams ihr Viertrundenmatch.
Für den Spanier Rafael Nadal ist das Turnier dagegen beendet: In einer intensiven Partie über mehr als vier Stunden unterliegt der zweimalige Turniersieger gegen den erst 22-jährigen Franzosen Lucas Pouille. Becker-Schützling Djokovic hat dagegen keine Mühe und steht bereits im Viertelfinale.