Wirtschaft

Liveticker zu den Griechenland-Verhandlungen: +++ 23:30 Deutsche Großbanken für Griechen-Kollaps gerüstet +++

Deutsche Großbanken sehen sich für einen möglichen Kollaps des griechischen Finanzsystems gewappnet. "Wir sind sehr gut vorbereitet, weil wir uns seit langem auf eine solche Situation eingestellt haben", sagt ein Sprecher der Commerzbank. Die Deutsche Bank erklärt, sie habe ausreichende Sicherheitsmechanismen, um ihre Geschäftsaktivitäten sowie Kundenservices zu gewährleisten. Zahlreiche Banken haben den Ernstfall einer Staats- oder Bankenpleite in Trockenübungen durchgespielt, wie es in Finanzkreisen heißt. "Wir haben ein genaues Drehbuch für diese Situation", sagt ein führender Risikomanager einer deutschen Großbank zu Reuters.

+++ 22:55 Tsipras: "Geldeinlagen in griechischen Banken sind absolut sicher" +++
Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras appelliert an das Volk. Die "Geldeinlagen in griechischen Banken sind absolut sicher", sagt Tsipras. Gehälter und Renten seien "garantiert". In den kommenden Tagen sei Geduld und Gelassenheit nötig. Die kritische Situation könne überwunden werden.

+++ 22:15 Griechen können maximal 100 Euro abheben +++
Griechenlands Geldinstitute sollen vom Montag an bis zum 6. Juli und damit bis nach der geplanten Volksabstimmung geschlossen bleiben. An den Geldautomaten sollen griechischen Medien zufolge maximal 100 Euro pro Tag abgehoben werden können - zumindest in den ersten Tagen. Unklar ist, ob die Börse in Athen am Montag ebenfalls geschlossen bleibt.

+++ 20:47 Merkel spricht mit Obama über Griechenland-Krise +++ Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama sprechen am Telefon über die Griechenland-Krise. Beide Seiten hielten es für äußerst wichtig, alles zu unternehmen, um einen Weg zu finden, der es Griechenland erlaube, innerhalb der Eurozone Reformen umzusetzen und Wachstum zu erzielen, teilt das Weiße Haus mit. Wirtschaftsexperten beider Länder beobachteten die Situation und stünden in engem Kontakt.

+++ 20:23 Gabriel verspricht Griechenland "humanitäre Hilfe" +++ Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel stellt Griechenland auch für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit Hilfen in Aussicht. Europa werde dann "umfassende humanitäre Hilfe" bereitstellen müssen, sagte der SPD-Chef in Magdeburg. "Wir Europäer werden die Menschen in Griechenland nicht im Stich lassen."

+++ 19:46 Steinmeier: Chancen, Staatspleite abzuwenden, immer geringer +++ Die Chancen auf das Abwenden einer griechischen Staatspleite werden nach Einschätzung von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier immer geringer. "Die Zeit läuft uns davon", sagt er in der ARD. Sollten die griechischen Banken am Montag öffnen, "dann kann es sein, dass der erste Ansturm auf die Geldautomaten, auf die Banken schon dazu führt, dass Griechenland illiquide wird und damit der Pleite entgegen schwimmt". Dies befürchte er trotz der Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), die Notfallhilfe für Griechenland vorerst unverändert aufrecht zu erhalten. Allerdings gibt es inzwischen Berichte, dass die Banken am Montag geschlossen bleiben, um einen Kollaps zu verhindern.

+++ 18:58 Lagarde "enttäuscht" von Zuspitzung der Krise +++ Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, zeigt sich "enttäuscht" über die Zuspitzung der Griechenland-Krise. Zugleich betont sie aber die anhaltende Bereitschaft zur Suche nach einer Lösung. "Die kommenden Tage werden ganz klar wichtig sein", heißt es in einer schriftlichen Erklärung. Lagarde begrüßt "die Erklärungen der Eurogruppe und der Europäischen Zentralbank (EZB), weiterhin alle verfügbaren Instrumente zu nutzen, um die Integrität und Stabilität der Eurozone zu bewahren".

+++ 18:29 Tsipras beruft Dringlichkeitssitzung des Kabinetts ein +++ Der griechische Premier Alexis Tsipras beruft in Athen für 20 Uhr Ortszeit (19 Uhr deutscher Zeit) eine Dringlichkeitssitzung seines Kabinetts ein. Worum genau es gehen soll, wurde nicht mitgeteilt.

+++ 18:02 Tschechischer Premier: Mehr Flüchtlinge nach Grexit +++ Ein Bankrott Griechenlands würde nach Ansicht des tschechischen Ministerpräsidenten Bohuslav Sobotka zu einem drastischen Anwachsen der Flüchtlingsströme aus dem Mittelmeerraum führen. Darauf müsse man vorbereitet sein, sagt der Sozialdemokrat im Sender CT.

+++ 16:38 EU-Kommissionschef Juncker veröffentlicht Vorschläge aus der Nacht +++ EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat den jüngsten Verhandlungsvorschlag, der vergangene Nacht  diskutiert werden sollte, veröffentlicht. Die Veröffentlichung soll für Transparenz sorgen und griechischen Bürgern als Entscheidungshilfe dienen. Sie sollen kommenden Sonntag über die Reformvorschläge der Geldgeber abstimmen. Laut EU-Kommission sind zukünftige Finanzierungsbedürfnisse Griechenlands sowie die Nachhaltigkeit der griechischen Schulden berücksichtigt. Das Papier beinhalte auch ein EU-Paket für Jobs und Wachstum, heißt es in einer Pressemitteilung. Die EU habe die Vorschläge nicht präsentieren können, weil Griechenland die Verhandlungen vorzeitig abgebrochen habe.

+++ 16:26 Journalisten warten vor Finanzministerium auf Varoufakis +++ Medienvertreter aus aller Welt warten vor dem Finanzministerium in Athen auf Finanzminister Yanis Varoufakis. Banker sollen im Gebäude über Verkehrskapitalkontrollen beraten. Varoufakis selbst wird in der Zentralbank vermutet, berichtet unser Mann vor Ort, Jan Gänger. 

+++ 16:07 Grüne fordern EU-Sondergipfel +++ Nach der Entscheidung der Euro-Finanzminister gegen eine Verlängerung des Griechenland-Hilfsprogramms haben die Grünen einen Sondergipfel der EU gefordert. "Bundeskanzlerin Angela Merkel und alle anderen Staats- und Regierungschefs der EU müssen jetzt eine tragfähige politische Einigung mit Griechenland finden", erklärten die Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter. Sie forderten "alle Seiten" auf, "sich einen Ruck zu geben, um noch eine Einigung im letzten Moment zu ermöglichen". Das Referendum in Griechenland am nächsten Sonntag könne "noch einen Wendepunkt in den Verhandlungen" bringen: Die griechische Bevölkerung habe dann die Gelegenheit, "das Nein ihrer Regierung zu korrigieren".

(Foto: Twitter/Jan Gaenger)

+++ 15:47 Griechen stehen vor Geldautomaten Schlange +++ "Bankwalk statt Bankrun": Den ganzen Tag bilden sich vor den Geldautomaten Schlangen, auch am Nachmittag. "Sicher ist sicher", sagt einer der Wartenden n-tv.de-Redakteur Jan Gänger. "Die Politiker sind verrückt - die griechischen und die europäischen."

+++ 14:53 TUI: Urlauber können bei Grexit nicht kostenlos stornieren +++ Ein Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone hätte nach Angaben von Deutschlands größtem Reiseanbieter TUI zunächst keine Konsequenzen für deutsche Pauschal-Urlauber. "Wir sehen keine Auswirkungen auf die Reisenden", sagte eine Sprecherin dem "Tagesspiegel". Flüge, Hotels und Transfers seien bezahlt, "die Preise gelten weiter - auch bei einem Grexit". Selbst wenn der Euro keine Gültigkeit mehr habe, könnten Urlauber mit Kreditkarte oder EC-Karte zahlen, sagte die Sprecherin. Eine kostenlose Stornierung oder Umbuchung sei daher nicht möglich.

+++ 14:38 Varoufakis dementiert: Keine Kapitalkontrollen +++ Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hat nach Darstellung seines Ministeriums nie erklärt, dass die Regierung Kapitalverkehrskontrollen vorbereitet. Solche Maßnahmen seien mit einer Währungsunion nicht vereinbar. Die BBC hatte zuvor gemeldet, die griechische Regierung erwäge die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen. In der Nacht zu Montag werde auch darüber beraten, die Banken am Montag geschlossen zu halten. BBC-Redakteur Nick Sutton hatte dies vor Ausstrahlung eines Interviews per Twitter verbreitet.

+++ 14:26 EZB setzt Nothilfen für griechische Banken fort +++ Die Europäische Zentralbank hält die Notkredite für griechische Banken auf dem aktuellen Stand von rund 90 Milliarden Euro. Das teilte die Notenbank nach Beratungen des EZB-Rates in Frankfurt mit.

+++ 13:58 Kauder: EZB sollte Konsequenzen ziehen +++ Unionsfraktionschef Volker Kauder wirft der griechischen Regierung vor, ihr Land ins Chaos. "Das Ganze trägt doch absurde Züge", sagt der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. "Tsipras und Co. wollen die Bürger über das Verhandlungsangebot der Euro-Staaten abstimmen lassen, das seit Samstag gar nicht mehr auf dem Tisch liegt", meinte Kauder weiter. Sollten sich die Griechen bei der Volksabstimmung am 5. Juli ihrer eigenen Regierung widersetzen, müsste es Neuwahlen geben. An die Adresse der EZB gerichtet sagte Kauder, die Notenbank solle Konsequenzen ziehen und zumindest die bisherige Unterstützung der griechischen Banken einstellen.

Yanis Varoufakis diskutiert mit griechischen Parlamentariern.
Yanis Varoufakis diskutiert mit griechischen Parlamentariern.(Foto: dpa)

+++ 13:31 Varoufakis: Merkel hat es in der Hand +++ Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis sieht die EU und speziell Kanzlerin Angela Merkel bei der Lösung der Griechenlandkrise in der Pflicht. Der "Bild"-Zeitung sagte er: "Die Regierungschefs der EU müssen handeln. Sie (Merkel) als die Vertreterin des wichtigsten Landes hält den Schlüssel in der Hand. Ich hoffe, sie nutzt ihn." Varoufakis betonte, Athen sei für ein neues Angebot seiner Gläubiger offen, das dann in dem vom Parlament beschlossenen Referendum am kommenden Sonntag (5.7.) zur Abstimmung vorgelegt werden könnte. Seine Regierung könnte im Fall neuer Vorschläge ihre ablehnende Haltung zu den bisherigen Forderungen der Gläubiger auch wieder zurücknehmen.

+++ 13:08 Linke fordert Regierungserklärung Merkels +++ Die Linke fordert eine Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu der Entwicklung in der Griechenlandkrise. Die Fraktion bereite einen entsprechenden Antrag vor, teilte eine Fraktionssprecherin in Berlin mit. Fraktionschef Gregor Gysi sagte: "Die Bundeskanzlerin ist dabei, einen schwerwiegenden Fehler zu begehen, wenn sie ihren Crashkurs weiter fortsetzt." Die deutsche Bevölkerung hafte im Falle einer Staatspleite Griechenlands mit 84 Milliarden Euro. "Wann wird unsere Bevölkerung gefragt, ob die verheerende Politik der Institutionen fortgesetzt wird, oder ob man einen anderen Weg geht?"

+++ 12:55 G7 wollen im Laufe des Tages beraten +++ Nicht nur der EZB-Rat wird sich im Laufe des heutigen tages mit der Lage in Griechenland befassen. Auch die wichtigsten Industriestaaten (G7) schalten sich heute noch zu einer Telefonkonferenz zusammen. Das sagte ein Vertreter der Eurozone dem "Handelsblatt". Das Gespräch solle auf Deputy-Ebene, also zwischen den Staatssekretären, stattfinden. Es solle vor allem dazu dienen, die nicht-europäischen Regierungen über die Entwicklungen in der Griechenland-Krise zu informieren.

+++ 12:47 IFW-Chefin Lagarde: Immer noch Zeit, den Kurs zu ändern +++ Die griechische Regierung hat nach Worten von IWF-Chefin Christine Lagarde noch immer Zeit, den Kurs zu ändern und die Vorschläge der anderen Euro-Länder zu akzeptieren. Lagarde sagt der BBC, das Referendum basiere zwar auf Bedingungen, die nicht mehr gültig seien, weil das aktuelle Hilfsprogramm auslaufe. Sollten die Griechen aber mit einem überwältigenden Votum für einen Verbleib im Euro und eine Stabilisierung der heimischen Wirtschaft stimmen, wären die Gläubiger zu weiteren Anstrengungen bereit.

+++ 12:32 EZB-Rat berät über Notfallhilfen +++ Der Rat der Europäischen Zentralbank berät Insidern zufolge im Moment in einer Telefonkonferenz, ob den griechischen Geldinstituten weiter ELA-Nothilfen gewährt werden sollen.

+++ 12:13 Niederlande raten Touristen, Bargeld mitzunehmen +++ Das niederländische Außenministerium rät bei einer Griechenland-Reise zu erhöhter Aufmerksamkeit. "Bereiten Sie Ihren Aufenthalt besonders gut vor, und achten Sie auf Veränderungen der Situation", schreibt das Ministerium auf seiner Homepage. Urlauber sollten auf jeden Fall genügend Bargeld mitnehmen. Sollte der Zahlungsverkehr durch die finanzielle Unruhe behindert werden, könne in Griechenland vielleicht nicht mehr mit Karte bezahlt oder Geld aus den Automaten gezogen werden, warnt das Ministerium.

+++ 10:52 Frankreichs Premier Valls: EZB wird Banken wohl nicht fallenlassen +++ Der französische Premierminister Manuel Valls bezweifelt nach eigenen Worten, dass die Europäische Zentralbank die Unterstützung der griechischen Geldinstitute stoppen wird.

+++ 10:11 Steinmeier sieht griechische Bürger "in Geiselhaft" +++ Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier versteht nicht, "wie eine gewählte griechische Regierung seinem Volk empfiehlt, den europäischen Vorschlag abzulehnen". Steinmeier wirft der Regierung in Athen vor, ihre Bürger "in Geiselhaft" zu nehmen, "um Europa weitere Konzessionen abzutrotzen".

+++ 09:56 Österreichs Finanzminister: Grexit fast unausweichlich +++ Nach Aussage von Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling ist ein Grexit nun fast unausweichlich. Zunächst müsse Griechenland aber ein Ausscheiden aus der EU beantragen, die anderen Länder müssten dem zustimmen, sagt Schelling.

Der Vizekanzler bleibt lieber in Deutschland.
Der Vizekanzler bleibt lieber in Deutschland.(Foto: dpa)

+++ 09:22 Gabriel reist nicht nach Israel +++ Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagt wegen der Griechenland-Krise eine Reise nach Israel ab. Für den SPD-Chef fliegt nun seine Staatssekretärin Brigitte Zypries. Gabriel wollte bis Montagabend in Israel bleiben.

+++ 08:30 EZB erörtert Griechenland-Krise +++ Jetzt ist es amtlich: Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt heute zu einer Krisensitzung zu Griechenland zusammen. Ohne weitere Finanzhilfen droht dem griechischen Bankensystem der Kollaps, da die Bankkunden aus Sorge vor dem Bankrott des Landes seit Tagen massiv Geld von ihren Konten abheben. Die EZB hatte in den vergangenen Wochen immer wieder die Nothilfe für die griechischen Banken erhöht, um einen Engpass zu vermeiden.

+++ 07:15 Abgeordneter erwartet Bundestagssitzung im Sommer +++ In der Griechenland-Krise steht nach Ansicht des Vorsitzenden des Europaausschusses des Bundestages, Gunter Krichbaum, akut ein deutscher Hilfsanteil "von rund 80 Milliarden Euro im Feuer". So hoch liege das finanzielle Ausfallrisiko für die deutsche Staatskasse nach derzeitigem Stand, sagt der CDU-Politiker der "Leipziger Volkszeitung". Darin enthalten seien Verpflichtungen aus den verschiedenen Rettungsschirmen, inklusive des Anteils an den Leistungen der Europäischen Zentralbank (EZB). Wegen der Krise rechnet Krichbaum mit Sondersitzungen des Bundestages während der parlamentarischen Sommerpause.

+++ 06:02 Steinmeier ist fassungslos +++ Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier übt harsche Kritik an der griechischen Regierung. "Ich verstehe nicht, wie eine gewählte griechische Regierung ihrem Volk empfiehlt, den europäischen Vorschlag abzulehnen und die Menschen in Griechenland damit in Geiselhaft nimmt, um Europa weitere Konzessionen abzutrotzen", sagt der SPD-Politiker der "Welt am Sonntag": "Der Zickzackkurs der griechischen Regierung in den letzten Stunden und Tagen macht einen doch fassungslos."

+++ 02:17 Abstimmungsergebnis korrigiert +++ Das ursprünglich mit 179 Ja- und 120 Nein-Stimmen angegebene Ergebnis der Abstimmung im griechischen Parlament wurde nachträglich korrigiert. Demnach sprachen sich 178 der insgesamt 300 Abgeordneten für ein Referendum aus. Die Zahl der "Nein"-Stimmen bleibt bestehen.

+++ 02:05 Parlament stimmt für Referendum +++Das griechische Parlament hat den Weg für das von Ministerpräsident Alexis Tsipras vorgeschlagene Referendum freigemacht. Mit 179 Ja- und 120 Nein-Stimmen votierten die Abgeordneten für eine Volksabstimmung über die von den internationalen Gläubigern ursprünglich vorgelegten Spar- und Reformmaßnahmen.

+++ 01:54 Tsipras: "Nein" zu Forderungen, "Ja" zu Europa +++ Regierungschef Alexis Tsipras geht fest davon aus, dass das griechische Referendum stattfinden wird. In seiner Rede rief er deshalb die Menschen seines Landes zu einem "großen Nein" zu den Forderungen der Gläubiger auf. Zugleich sollten die Griechen "ein großes Ja zu Europa und zur Solidarität" aussprechen. Er sei überzeugt, dass dadurch die Verhandlungsstärke Griechenlands gegenüber den Gläubigern gestärkt werden würde.

+++ 01:36 Stimmen werden ausgelesen +++ In der Abstimmung zum geplanten Referendum ist mit der Auslesung der Stimmen begonnen worden. Zur Zeit liest eine Sprecherin die Stimmabgabe der anwesenden Abgeordneten im Parlament vor. Regierungschef Alexis Tsipras stimmte demnach erwartungsgemäß mit "Ja".

+++ 01:22 Podemos: Deutschland greift die Demokratie an +++ Im Streit über die Bedingungen für eine Rettung Griechenlands vor dem Bankrott erhebt die spanische Linkspartei Podemos heftige Vorwürfe gegen Deutschland und den IWF. Sie wollten "Griechenland die Luft abschnüren und eine Lektion erteilen", sagte Parteichef Pablo Iglesias am Rande einer Unterstützer-Demonstration für Griechenland in Madrid. "Der IWF und die deutsche Regierung greifen die Demokratie an. Sie zerstören das politische Projekt Europas." Podemos sieht sich als Verbündeter der Syriza-Partei und lehnt den rigiden Sparkurs der spanischen Regierung ab.

+++ 01:10 Parlament beendet die Debatte +++ Auf eine hitzige Diskussion nach der Rede von Regierungschef Alexis Tsipras folgt nun die Abstimmung über das geplante Referendum.

 

+++ 00:10 Tsipras tritt ans Rednerpult +++
In der Parlamentsdebatte zum geplanten Referendum tritt Regierungschef Alexis Tsipras ans Rednerpult. Vor ihm hatte der frühe Ministerpräsident Andonis Samaras das Wort.

+++ 00:06 Schäuble: Keine unübersehbaren Risiken für Etat +++ Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sieht keine unübersehbaren Risiken für den deutschen Bundeshaushalt im Falle eines griechischen Staatsbankrotts. "Meine Antwort nach bestem Wissen und Gewissen ist: Nein", sagte Schäuble im ZDF. "Es gibt keine unübersehbaren Risiken." Die Staatsverschuldung Griechenlands sei "langfristig mit niedrigen Zinsen finanziert, sodass sich da über einen Zeitraum von Jahrzehnten erst ein entsprechender Bedarf ergibt", meinte er. "In diesem Zeitraum werden Schulden ordentlich restrukturiert." Für Deutschland geht es in der Griechenland-Krise nach Berechnungen des Ifo-Institutes für Wirtschaftsforschung allerdings im schlimmsten Fall um Mittel über rund 87 Milliarden Euro.

+++ 23:44 Griechisches Parlament debattiert noch +++
In Athen dauerte die Debatte über das von Regierungschef Alexis Tsipras geplante Referendum an. Am Abend erreichte auch Finanzminister Yanis Varoufakis das Plenum. Die Abgeordneten debattieren teils hitzig. Hier finden Sie einen Livestream.

Hinweis:

Die Entwicklungen des Vortages können Sie im Liveticker zu den Ereignissen vom Samstag, 27, Juni 2015 nachlesen

Die Entwicklungen des Vor-Vortages können Sie im Liveticker zu den Ereignissen vom Freitag, 26. Juni 2015 nachlesen.

 

Quelle: n-tv.de

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