Montag, 08. März 2010
Zweiter Milliarden-Deal: AIG macht sich flüssig
Um die Schulden beim US-Steuerzahler zu reduzieren, setzt der Versicherungsriese AIG weiter auf Verkäufe. Nach der Abgabe des Asiengeschäfts für 35,5 Mrd. Dollar an Prudential geht es jetzt um eine weitere Auslandstochter und rund 15 Mrd. Dollar.
AIG steht mit mehr als 180 Mrd. Dollar bei der US-Regierung in der Kreide.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Der staatlich gestützte US-Versicherungskonzern AIG schrumpft wieder ein Stück. Das von der Finanzkrise arg in Mitleidenschaft gezogene Unternehmen verkauft seine Lebensversicherungstochter Alico für 15,5 Mrd. Dollar an den heimischen Wettbewerber Metlife.
"Der Verkauf ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Regierung auszuzahlen", sagte Verwaltungsratschef Harvey Golub.
6,8 Mrd. Dollar fließen in bar. Die Summe geht direkt an den Staat. Für weitere rund 8,7 Mrd. Dollar hat AIG Aktien und andere Vermögenswerte von Metlife bekommen. Sie sollen über kurz oder lang ebenfalls zu Geld gemacht werden.
Insgesamt hatte der US-Steuerzahler mehr als 182 Mrd. Dollar in AIG pumpen müssen, um den einst weltgrößten Versicherungskonzern zum Höhepunkt der Finanzkrise vor dem Kollaps zu bewahren. Mit dem Verkauf von Töchtern versucht das neue AIG-Management, die Schuld zu begleichen. Erst jüngst hatte der britische Versicherer Prudential die asiatische Lebensversicherungstochter AIA für 35,5 Mrd. Dollar übernommen..
rts
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