Wirtschaft
AMD steckt in Schwierigkeiten.
AMD steckt in Schwierigkeiten.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Aktie auf Talfahrt: AMD erwägt eigenen Verkauf

Der zweitgrößte Chiphersteller AMD leidet unter der Flaute des PC-Geschäfts und schreibt tiefrote Zahlen. Das Management reagiert mit einem massiven Stellenabbau - und prüft weitere Optionen.

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Der US-Chiphersteller AMD stellt sich möglicherweise selbst zum Verkauf. Der Intel-Rivale habe die Bank JPMorgan beauftragt, Optionen für die Zukunft von AMD auszuloten, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters und berief sich dabei auf drei mit der Sache vertrauten Personen. Dazu zähle auch ein Verkauf des Unternehmens. Ein solcher Schritt habe aber nicht oberste Priorität. Vielmehr solle auch etwa der Verkauf von Patenten ausgelotet werden.

AMD leidet wie auch Intel stark unter dem Schwenk der Tech-Industrie hin zu mobilen Lösungen wie Tablets und weg vom traditionellen PC. In Smartphones und Tablets kommen so gut wie keine Prozessoren von Intel oder AMD zum Einsatz. Der Markt wird stattdessen von Chips auf Basis der Architektur des britischen Chip-Entwicklers ARM beherrscht.

Im Oktober hatte AMD vor diesem Hintergrund zum zweiten Mal binnen Jahresfrist einen Stellenabbau angekündigt. Weitere 15 Prozent der knapp 12.000 Jobs sollen wegfallen.

Konzernchef Rory Read hatte angekündigt, AMD werde verstärkt auf Bereiche außerhalb des klassischen PC-Geschäfts setzen. Derzeit hingen rund 85 Prozent des AMD-Umsatzes daran, er wolle diesen Anteil auf 50 bis 60 Prozent senken. Dafür sollen Chips für Server, Spielekonsolen und Tablet-Computer sorgen. "Wir haben die Erwartungen deutlich verfehlt", hatte Read mit Blick auf das vergangene Quartal eingeräumt. Der Umsatz war im Jahresvergleich um ein Viertel auf 1,27 Mrd. Dollar abgesackt. Dabei fiel ein Verlust auf 157 Mio. Dollar an.

AMD-Aktien kosten aktuell noch rund zwei Dollar, was den Konzern an der Börse noch mit 1,4 Mrd. Dollar bewertet. Ende März waren die Papiere noch das Vierfache wert.

Quelle: n-tv.de

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