Wirtschaft
ATU ist Deutschlnds größte Autowerkstattkette und gehört KKR.
ATU ist Deutschlnds größte Autowerkstattkette und gehört KKR.(Foto: picture alliance / dpa)

Pleite oder Schuldenabbaue : ATU gelingt der Durchbruch

Vor rund einer Woche werden Gerüchte laut, dass ATU die Insolvenz droht. Der Grund soll die hohe Verschuldung der dem Finanzinvestor KKR gehörenden Werkstattkette sein. ATU dementiert damals - und legt nun nach.

Die angeschlagene Autowerkstattkette ATU (Autoteile Unger) hat nach eigenen Angaben einen Meilenstein bei der Reduzierung ihrer Schuldenlast erreicht. Das ATU-Management, der Finanzinvestor KKR als Unternehmensbesitzer sowie der größte Anleiheinvestor Centerbridge Partners hätten sich auf ein Eckdatenpapier zu den grundlegenden ökonomischen Rahmenbedingungen eines umfangreichen bilanziellen Schuldenabbaus verständigt, teilte Deutschlands größter Autowerkstattbetreiber mit.

Neben dieser Verständigung habe ein von Goldman Sachs gemanagter Fonds als weiterer Anleiheinvestor die Unterstützung des eingeschlagenen Kurses angekündigt. In welcher Höhe sich der Schuldenstand von ATU nun verringern wird, teilte das Unternehmen nicht mit. Zusätzlich verbessere sich die Liquidität des Unternehmens durch ein neues Investment von Centerbridge Partner  in Höhe von 25 Millionen Euro.

Laut ATU sind aber für die Refinanzierung des Unternehmens auch Zugeständnisse weiterer Partner nötig. Die Verhandlungen darüber liefen äußerst konstruktiv und sollten bis spätestens Jahresende abgeschlossen werden.

Unruhe bleibt

Damit triit ATU den zuletzt laut gewordenen Spekulationen entgegen, ATU stehe kurz vor einer Pleite. Die "Wirtschaftswoche" hatte von einem hohen Verschuldungsgrad berichtet, die der Finanzinvestor KKR dem Unternehmen aufgelastet habe. ATU hatte prompt dementiert: "Wir sehen derzeit keine Liquiditätslücke", sagte ein Sprecher des Unternehmens.

KKR, die jüngst erst den Gabelstapler-Konzern Kion erfolgreich an die Börse gebracht haben, hatten ATU für fast 1,5 Milliarden Euro 2004 übernommen. Der Großteil des Kaufpreises war aber fremdfinanziert und die Kosten wurden dem als Autoteile Unger bekannten und großgewordenen Unternehmen aufgebürdet.

Quelle: n-tv.de

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