Wirtschaft
Josef Ackermann: "Die Weltwirtschaft steht am Rand der Rezession."
Josef Ackermann: "Die Weltwirtschaft steht am Rand der Rezession."(Foto: REUTERS)

Weltwirtschaft am Rand des Abgrunds: Ackermann schürt Ängste

Das Rezessionsgespenst ist zurück und kein geringerer als Deutsche-Bank-Chef Ackermann scheucht es auf. Bezugnehmend auf die jüngsten Wirtschaftsdaten sieht er die Weltwirtschaft am Rand des Abgrunds. Die Folgen der akutellen Krisen in den USA und der Eurozone würden noch etliche Quartale lang zu spuren sein.

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zeichnet ein düsteres Bild der Weltwirtschaft. Jüngsten Wirtschaftsdaten zufolge steht die Weltwirtschaft am Rand des Abgrunds und in den Europa und den USA würden die Auswirkungen der aktuellen Krise etliche Quartale lang zu spüren sein, sagte Ackermann der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer. "Die europäische und die amerikanische Wirtschaft sind im Herzen der Finanzkrise (...) und auf unseren beiden Kontinenten werden die mittleren und langfristigen Auswirkungen dieser Krise besonders gespürt werden", sagte er und fügte hinzu, dass Sentiment deute darauf hin, "dass die Weltwirtschaft am Rand der Rezession steht".

Während der Manager bei den schuldenbeladenen europäischen Randstaaten wie Portugal und Irland Verbesserungen erwartet, warnte er Italien, dass das Land mehr tun müsse, um seine Finanzprobleme zu lösen. Investoren seien zunehmend besorgt über die Fähigkeit Italiens, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.

US-Bürger halten Geld zusammen

Ackermann spielen zum Teil auch aktuelle Konjunkturdaten in die Karten: So stiegen die Konsumausgaben in den USA im August nur leicht. Die Daten dürften Hoffnungen dämpfen, dass die weltgrößte Volkswirtschaft konjunkturell bald wieder auf die Beine kommt. Die Amerikaner gaben im August wie von Experten erwartet 0,2 Prozent mehr aus als im Vormonat, nachdem der Konsum im Juli um revidiert 0,7 Prozent gestiegen war, wie das Handelsministerium mitteilte.

Die erstmals seit Oktober 2009 gesunkenen Einkommen erwiesen sich dabei als Konsumbremse: Der überraschende Rückgang fiel mit 0,1 Prozent aber denkbar knapp aus. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Auch in Deutschland hakt's

In Deutschland wiederum nahmen die Einzelhändler im August gegenüber dem Vormonat deutlich weniger Geld ein. Ihr Umsatz sank im Vergleich zum Juli um 2,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Verglichen mit dem August vergangenen Jahres sind die Einnahmen allerdings gestiegen.

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Quelle: n-tv.de

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