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Aktie zieht Richtung Allzeithoch: Adidas lässt Börsianer jubeln

Adidas lässt das negative Marktumfeld links liegen. Mit seinen Geschäftszahlen für 2015 überrascht der Konzern den Markt: Die Umsatzprognose steigt, der Aktienkurs ebenso.

Der Sportartikelhersteller Adidas überzeugt die Anleger mit seinem Geschäftsbericht. In einem deutlich negativen Marktumfeld können die Titel als einziger Wert im Leitindex Dax zulegen. Die Papiere notieren in der Spitze rund 4 Prozent fester. Am Mittag sind es noch 0,5 Prozent. Der Dax verliert dagegen mehrere Prozent.

Im vergangenen Gesamtjahr hat Adidas nach eigenen Angaben besser abgeschnitten als erwartet. Dabei profitierte das Unternehmen von einer steigenden Dynamik der Geschäfte in Nordamerika und Westeuropa im vierten Quartal. In China und Lateinamerika stiegen die Umsätze zweistellig. Wegen der guten Lage sowie voller Auftragsbücher erhöhte Adidas zudem die Prognose für 2016.

Nach vorläufigen Zahlen stieg der Umsatz 2015 um 16 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro, wie Adidas mitteilte. Währungsbereinigt lag das Plus bei 10 Prozent. Der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ohne Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte stieg um 12 Prozent auf 720 Millionen Euro. Die Abschreibungen beliefen sich auf 34 Millionen Euro und betrafen vor allem Russland und Lateinamerika. 16 Millionen davon wurden im vierten Quartal verbucht.

Dabei erhöhte Adidas im vierten Quartal nochmals seine Marketingausgaben. Insgesamt stiegen die Investitionen 2015 um mehr als 20 Prozent.

Umsatzprognose angehoben

Adidas hatte für 2015 mit einer Steigerung des währungsbereinigten Umsatzes im hohen einstelligen Prozentbereich gerechnet. Der Anstieg des Konzerngewinns aus den fortgeführten Geschäftsbereichen - also ohne die verkaufte Schuhmarke Rockport - sollte um etwa 10 Prozent steigen. Adidas hatte dabei erst im November die Prognose erhöht.

Wegen der guten Geschäfte mit den Marken Adidas und Reebok sowie der gut gefüllten Auftragsbücher erhöhte der Konzern zudem seine Umsatzprognose für 2016. Im Jahr der Fußballeuropameisterschaft in Frankreich erwartet der Sportartikelkonzern einen zweistelligen prozentualen Anstieg des währungsbereinigten Umsatzes sowie des Betriebsergebnisses. Die operative Marge soll mindestens stabil gegenüber dem Vorjahr gehalten werden.

Höhere Beschaffungskosten in Asien als Folge des starken US-Dollar sowie steigende Lohnkosten belasteten dabei die Renditen, hieß es. Bislang hatte Adidas bei einer stabilen operativen Marge ein hohes einstelliges Wachstum bei Betriebsergebnis und währungsbereinigten Umsatz erwartet.

"Sehr gute Zahlen"

Die endgültigen Zahlen will Adidas am 3. März vorlegen. Es wird die letzte Bilanzpressekonferenz des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Herbert Hainer sein, der den Chefposten zum 1. Oktober an den derzeitigen Henkel-Chef Kasper Rorsted übergibt.

"Die Zahlen sind sehr gut", sagte ein Händler am Frankfurter Börsenparkett. "Es gibt bei den Gewinnschätzungen Luft", so der Marktteilnehmer. Der Aktienkurs sollte über kurz oder lang die Rekordstände wieder anlaufen und auch die 100er Marke anpeilen - einen relativ stabilen Gesamtmarkt vorausgesetzt.

Quelle: n-tv.de

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