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"Mit unseren Produkten können sich Konsumenten eben für relativ wenig Geld Status kaufen."
"Mit unseren Produkten können sich Konsumenten eben für relativ wenig Geld Status kaufen."(Foto: REUTERS)

"Ich bin sehr zuversichtlich": Adidas verspricht Großes

Konjunktursorgen in China? Nicht bei Adidas. Der Chef des deutschen Markenkonzerns mit den drei Streifen stellt Investoren einen neuen Rekord in Aussicht. Adidas rechnet fest mit Zuwächsen bei Umsatz und Gewinn.

Der Sportartikelkonzern Adidas hat im zurückliegenden Jahr in China so viel Waren abgesetzt wie noch niemals zuvor in der Geschichte des Herzogenauracher Weltkonzerns. "In China werden wir 2015 einen Umsatzrekord von mehr als zwei Milliarden Euro aufstellen", versprach Adidas-Chef Herbert Hainer. Endgültige Zahlen dürften erst mit dem Jahresabschluss in einigen Wochen feststehen: Die Veröffentlichung der Jahresergebnisse 2015 ist für den 3. März vorgesehen.

"China ist damit unser zeitwichtigster Markt hinter den USA, und das trotz der wirtschaftlichen Probleme dort", sagte Hainer der "Süddeutschen Zeitung". Die Probleme in China würden nicht so stark durchschlagen auf Adidas, betonte der Vorstandsvorsitzende des Dax-Unternehmens. "Mit unseren Produkten können sich Konsumenten eben für relativ wenig Geld Status kaufen, davon profitieren wir", sagte Hainer.

Ein "Versprechen" aus Herzogenaurach

Auch für das Geschäftsjahr 2016 gibt sich Hainer optimistisch: "Ich bin sehr zuversichtlich, unsere Orderbücher für das erste Halbjahr 2016 sind voll. Als Konzern planen wir wieder ein deutliches Plus bei Umsatz und Gewinn." In den USA seien die Händler positiv gestimmt, es werde investiert.

"Ich kann Ihnen daher ein zweistelliges Umsatzwachstum für die Marke Adidas in den USA versprechen", sagte Hainer wörtlich. Zudem sei ein langfristig nachhaltiges Wachstum geplant: "Kontinuierlich ein zweistelliges Plus jedes Jahr, das muss unser Ziel sein."

An der Börse nahmen Beobachter Hainers Worte beifällig zur Kenntnis. Größere Kursreaktionen dürften die vollmundigen Versprechungen dort allerdings nicht auslösen, hieß es. Die Aussagen zur Geschäftsentwicklung bei Adidas seien nicht neu und dürften daher eingepreist sein, meinte ein Marktteilnehmer.

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Quelle: n-tv.de

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