Wirtschaft
Hartmut Mehdorn führt die Fluggesellschaft seit 2011.
Hartmut Mehdorn führt die Fluggesellschaft seit 2011.(Foto: picture alliance / dpa)

Mehdorn plant Kahlschlag: Air Berlin streicht 900 Stellen

Die Fluggesellschaft Air Berlin will sich von über 900 Mitarbeitern trennen. Jede zehnte Stelle im Unternehmen wird gestrichen, wie n-tv exklusiv erfuhr. Details will die Fluggesellschaft erst in den nächsten Wochen verraten. Die Airline hat seit fünf Jahren keinen Gewinn mehr erzielt.

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Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin baut im kommenden Jahr rund zehn Prozent der bislang 9300 Arbeitsplätze ab. Das erfuhr n-tv aus Unternehmenskreisen. Die Airline wollte die Informationen auf Nachfrage nicht kommentieren. Der Stellenabbau ist ein Teil des derzeit geplanten Maßnahmenpakets "Turbine 2013" mit dem Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn die defizitäre Airline wieder in die schwarzen Zahlen bringen will.

"Präzise Zahlen sollen erst in den nächsten Wochen bekanntgegeben werden", sagte eine Unternehmenssprecherin am Abend. An diesem Donnerstag wollen Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn und sein Finanzvorstand Ulf Hüttmeyer Zahlen für das dritte Quartal präsentieren.

Neben den neu beschlossenen Maßnahmen befindet sich derzeit bereits das Sparprogramm "Shape & Size" in der Umsetzung. Es soll die Kosten um etwa einen dreistelligen Millionenbetrag reduzieren. Dieses Programm verlaufe besser als geplant und werde planmäßig fortgeführt, so die Sprecherin weiter.

Air Berlin befindet sich unter anderem wegen den Folgen der Wirtschaftsflaute und steigender Kerosinpreise in schweren Turbulenzen. Zwar waren im vergangenen Jahr so viele Menschen wie nie in die rot-weißen Maschinen gestiegen. Der Umsatz kletterte auf einen Rekordwert - der Verlust aber auch: 272 Millionen Euro. Den letzten Nettogewinn gab es 2007.

Die gebeutelte Fluglinie hat in den vergangenen Monaten bereits unrentable Flugverbindungen gestrichen, um die Auslastung ihrer Maschinen zu erhöhen und die Kosten zu senken. Große Hoffnungen setzt Air Berlin auf die Allianz mit dem arabischen Großaktionär Etihad sowie die vor kurzem angekündigte .

Quelle: n-tv.de

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